Montag, 23. September 2019
Navigation öffnen

Medizin

23. Mai 2018 Ausbau von Biosimilar-Portfolio

Das derzeit in der Entwicklung befindliche Biosimilar PF-05280586 (Rituximab) erreicht in der Studie REFLECTIONS B3281006 den primären Endpunkt zur Vergleichbarkeit der Wirksamkeit und Sicherheit gegenüber Rituximab* (MabThera®). Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper, der vorwiegend zur Behandlung von malignen Lymphomen sowie zur Behandlung von rheumatoider Arthritis eingesetzt wird.
Anzeige:
Biosimilars sind qualitativ hochwertige Biologika-Versionen mit sehr hoher Ähnlichkeit zum Referenz-Biologikum. Sie zeichnen sie sich durch ihre Wirtschaftlichkeit aus: Durch ihren günstigeren Preis können sie die Kostenträger des Gesundheitssystems entlasten und Patienten erweiterte therapeutische Möglichkeiten bieten (1). Durch die Einsparungen können darüber hinaus Ressourcen freigesetzt werden, die in weitere Innovationen und die Verbesserung der Patientenversorgung reinvestiert werden können (2). Die Ersparnis durch Biosimilars im Vergleich zum Referenz-Biologikum beläuft sich auf etwa 15 bis 30% wodurch in Europa** bis 2020 schätzungsweise Kosteneinsparungen zwischen 11,8 und 33,4 Milliarden Euro erreicht werden können (3).

Pfizer hat es sich durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung qualitativ hochwertiger Arzneimittel zum Ziel gesetzt, Patienten den Zugang zu optimalen Therapieoptionen zu ermöglichen. Mit mehr als 30 Jahren Biologika-Erfahrung greift Pfizer dabei auf ein umfassendes wissenschaftliches Verständnis bei der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung dieser komplexen Moleküle zurück (4). Auch bei der Herstellung von Biosimilars ist das Unternehmen seit 10 Jahren aktiv.

„Aktuell sind mit Infliximab (Inflectra®), Filgrastim (Nivestim®) und Epoetin zeta (Retacrit®), bereits 3 Biosimilars von Pfizer in der EU zugelassen (5,6,7). In den nächsten Jahren werden wir unser Portfolio konsequent ausbauen, um mehr Patienten Zugang zu Biopharmazeutika zu ermöglichen“, berichtet Lars Christensen, Biosimilars Business Unit Lead, Pfizer Pharma PFE GmbH Deutschland. Neben Rituximab befinden sich für den europäischen Markt derzeit noch neun weitere Biosimilar-Kandidaten in der Entwicklung, fünf davon in bereits fortgeschrittenen Entwicklungsstadien.

Grundsätzlich können Biosimilars, mit dem Ablauf der Patente für Biologika, den Zugang zu diesen wichtigen Arzneimitteln erweitern und zu Einsparungen und Effizienzsteigerungen im Gesundheitssystem führen. Pfizer ist gleichzeitig der Ansicht, dass die Entscheidung von einem Originalpräparat (Biologikum) zu einem Biosimilar zu wechseln, der Arzt immer individuell treffen sollte.

* Rituximab wird in den USA unter dem Handelsnamen Rituxan® und in der EU und anderen Regionen unter dem Handelsnamen MabThera® vertrieben. Rituxan® und MabThera® sind eingetragene Handelsmarken von Genentech, Inc..
** Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Rumänien, Spanien, Schweden und Vereinigtes Königreich

Quelle: Pfizer

Literatur:

(1) IMS Institute for Healthcare Informatics. Delivering on the Potential of Biosimilar Medicines. March 2016. Online Verfügbar unter: http://www.medicinesforeurope.com/wp-content/uploads/2016/03/IMS-Institute-Biosimilar-Report-March-2016-FINAL.pdf. Letzter Zugriff: April 2018.
(2) Biosimilars Overview, The Biosimilars Forum. Online verfügbar unter: http://www.biosimilarsforum.org/sites/default/files/uploads/Image-Resources/biosimilars_overview_02_28_17_v1.pdf. Veröffentlicht am 28. Februar 2017. Letzter Zugriff: April 2018.
(3) Generics and Biosimilars Initiative Journal (GaBI Journal). 2012;1(3-4).120-6. Online verfügbar unter: http://gabi-journal.net/saving-money-in-the-european-healthcare-systems-with-biosimilars.html#F30. Letzter Zugriff: April 2018.
(4) Genotropin, Fragen und Antworten zu der Überprüfung von Somatropin enthaltenden Arzneimitteln. Online Verfügbar unter: http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/Referrals_document/somatropin_107/WC500119354.pdf. Letzter Zugriff: April 2018.
(5) Inflectra, Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR). Online Verfügbar unter: http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Summary_for_the_public/human/002778/WC500151491.pdf. Letzter Zugriff: April 2018.
(6) Nivestim, Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR). Online Verfügbar unter: http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Summary_for_the_public/human/001142/WC500093662.pdf. Letzter Zugriff: April 2018.
(7) Retacrit, Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR). Online Verfügbar unter: http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Summary_for_the_public/human/000872/WC500054372.pdf. Letzter Zugriff: April 2018.


Das könnte Sie auch interessieren

17. Patientenforum Lunge in Stuttgart

17. Patientenforum Lunge in Stuttgart
© adimas / Fotolia.com

Am 25. März veranstaltet der Lungeninformationsdienst zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung in Stuttgart sein 17. Patientenforum Lunge. Das Thema: „Aktuelles zu klinischen Studien in der Lungenforschung – Wie nützen sie den Patienten?“ Erstmals findet die Veranstaltung im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin statt. Ein weiterer Kooperationspartner ist der Deutsche Lungentag.

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?
© JPC-PROD / Fotolia.com

Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe z. B. von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht. Für Patienten entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation ist, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte,...

"Sleep like a Baby": App für digitale Schlaftherapie

"Sleep like a Baby": App für digitale Schlaftherapie
@ drubig-photo / Fotolia.com

Die britische Firma Abson Development hat mit "Sleep like a Baby" eine neue Lifestyle-App veröffentlicht, um Schlafprobleme von Erwachsenen, Kindern und Säuglingen zu lösen. "Schlaf ist bekannterweise sehr wichtig, aber viele Menschen haben aufgrund von verschiedenen Faktoren, wie Stress, einem neugeborenen Kind oder einem Tinnitus, immer wieder Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen", sagt Entwickler Lance Abson.

Schuppenflechte in Gelenken: Neue Therapien bei Psoriasis-Arthritis

Schuppenflechte in Gelenken: Neue Therapien bei Psoriasis-Arthritis
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Mit Rheuma werden gemeinhin Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen bezeichnet, oft einhergehend mit einer Einschränkung der Funktionsfähigkeit. Etwa 200 bis 400 einzelne Erkrankungen werden mittlerweile unter Rheuma verzeichnet, die sich im Beschwerdebild, dem Verlauf und der Prognose sehr unterscheiden. Entgegen weit verbreiteter Meinung ist es keine Erkrankung nur älterer Menschen, betont Prof. Christoph Baerwald, 1. Sprecher des Rheumazentrums am Universitätsklinikum Leipzig anlässlich des...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Ausbau von Biosimilar-Portfolio"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.