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Medizin

27. März 2020 Beatmung schwerer COVID-19-Fälle: DGP veröffentlicht Empfehlungen für Ärzte

Aktuell ist nicht absehbar, wieviele der mit SARS-CoV-2 Infizierten tatsächlich eine Beatmung benötigen – geschätzt werden derzeit 5% sowie ca. 1% der Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden müssen, so die Einschätzung von Prof. Dr. Stefan Willig, Direktor Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité Berlin. Sollten wider Erwarten doch ethische Entscheidungen zu treffen sein, hat sich die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (DGP) mit 7 weiteren Fachgesellschaften auf Empfehlungen für Ärzte verständigt.
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Die wichtigsten Punkte hat journalmed.de für Sie zusammengefasst:
 
  1. Der Wille des Patienten steht im Fokus.
  2. Klinische Erfolgsaussicht – Verzicht auf die Behandlung der Patienten, bei denen keine oder nur sehr geringe Erfolgsaussichten bestehen
  3. Mehraugenprinzip – Entscheidung nach Absprache von 2 intensivmedizinsch erfahrenen Ärzten, einer Pflegekraft und ggf. einem weiteren Fachvertreter
  4. Kriterien zur Entscheidungsfindung
  • aktueller klinischer Zustand des Patienten
  • Patientenwille
  • Erfassung von Komorbiditäten
  • Erfassung des Allgemeinzustandes
  • Laborparameter
  • prognostisch relevante Scores
Das vollständige Dokument finden Sie unter: https://pneumologie.de/fileadmin/user_upload/Aktuelles/2020-03-25_COVID-19_Ethik_Empfehlung_Endfassung_2020-03-25.pdf

Die 4 Prinzipien ethischen Handelns in der Medizin

Die von den Medizinethikern Tom I. Beauchamp und James F. Childress 1977 veröffentlichten 4 Prinzipien ethischen Handelns in der Medizin gelden als Goldstandard der Medizinethik: Sie umfassen
 
  • Selbstbestimmungsrecht des Patienten (respect for autonomy)
  • Prinzip der Schadensvermeidung (non-maleficence)
  • Patientenwohl (beneficence)
  • Soziale Gerechtigkeit (justice).
Aufgabe des Arztes ist es, sein Handeln jederzeit nach diesen Leitlinien auszurichten.

SM

Quelle: DGP


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