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Medizin

29. Januar 2018
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Biologikum mit neuartigem Wirkmechanismus bei schwerem eosinophilen unzureichend kontrolliertem Asthma

Mit dem Launch des Biologikums Benralizumab (Fasenra®) (1) als Add-on-Erhaltungstherapie für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit schwerem eosinophilen Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus lang wirksamer Beta Agonisten (LABA) unzureichend kontrolliert ist, hat das Pharmaunternehmen AstraZeneca im Januar 2018 sein Portfolio im Atemwegsbereich erweitert. Über den neuartigen Wirkmechanismus des humanisierten afucosylierten (IgG1) monoklonalen Antikörpers, die Ergebnisse der Zulassungsstudien SIROCCO (2), CALIMA (3) und ZONDA (4) sowie den Einsatz von oralen Kortikosteroiden (OCS) bei schwerem Asthma sprachen Dr. med. Hartmut Timmermann, Hamburg, und Prof. Dr. med. habil. Marek Lommatzsch, Rostock, unter dem Vorsitz von Dr. med. Kai Richter, Vice President Medical AstraZeneca Deutschland, auf einer Pressekonferenz (5) des Unternehmens in Frankfurt.
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Fachinformation
Laut des aktuellen Gesundheitsmonitorings des Robert Koch-Instituts (RKI) leiden etwa 5-7% der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland an einer Form des Asthma bronchiale in unterschiedlich starker Ausprägung (6). Obwohl die Erkrankung als allgemein gut behandelbar gilt, sind Betroffene in ihrem Alltag durch Symptome wie Husten, pfeifende Atmung, Kurzatmigkeit und Luftnot oder auch Engegefühl in der Brust stark eingeschränkt (7).

„Insbesondere im Bereich des schweren unkontrollierten Asthmas gibt es einen hohen medizinischen Bedarf und die Patienten haben einen entsprechenden Leidensdruck“, eröffnete Dr. med. Kai Richter, Vice President Medical AstraZeneca Deutschland, die Diskussion. „Daher besteht eine Notwendigkeit für neue Therapieoptionen, wie wir sie nun mit Benralizumab anbieten können. Mit zunehmender Erkenntnis über die pathophysiologischen Mechanismen – zum Beispiel bei schweren Asthmaverlaufsformen – können wir unsere Produkte zukünftig noch besser auf die Bedürfnisse der Patienten abstimmen“, erläuterte Richter.

Schweres Asthma erfordert laut der "S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma" der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und der Deutschen Atemwegsliga grundsätzlich eine Behandlung gemäß Therapie-Stufe 5 (8). Diese empfiehlt neben einer Behandlung mit hochdosierten ICS/LABA zusätzliche Add-on-Therapien beispielsweise mit Tiotropium und/oder Biologika. Orale Kortikosteroide (OCS) sollen hingegen aufgrund "der Gefahr schwerer Nebenwirkungen (z.B. Osteoporose, Katarakt oder Hypertonie) intermittierend oder dauerhaft in der niedrigsten noch effektiven Dosis" nur dann eingesetzt werden, wenn "Biologika nicht indiziert sind, nicht ausreichend wirken bzw. wenn trotz des kombinierten Einsatzes der verschiedenen Therapieoptionen in Stufe 4 und 5 das Asthma unkontrolliert ist" (8). Dr. med. Hartmut Timmermann, niedergelassener Pneumologe aus Hamburg, betonte, dass die Medikation bei diesem Patientenkollektiv – mit Blick auf zeitnahe und vor allem nachhaltige Effekte – sorgfältig ausgewählt werden müsse.

„Meine Erfahrung hat gezeigt, dass orale Kortikosteroide aufgrund der hohen Nebenwirkungsrate oftmals kontraproduktiv sind und es durchaus Sinn macht, diese in der Therapie des schweren Asthmas nachgelagert zu betrachten. Mit Benralizumab haben wir nun ein Biologikum mit überzeugender Wirksamkeit und guter Verträglichkeit, das mittels einer Fertigspritze einfach und alle acht Wochen in der Praxis verabreicht werden kann“, hob Timmermann hervor. „Das kann sich durchaus positiv auf die Compliance auswirken“, ergänzte Prof. Dr. med. habil. Marek Lommatzsch von der Universität Rostock. Beide Referenten sahen in der Kombination aus einzigartigem Wirkmechanismus, Wirksamkeit, Verträglichkeit und Applikation von Benralizumab den „Schlüssel zum Erfolg“.
 
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