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Medizin

12. September 2012 Bundesweite Aufklärungsaktion der Initiative "Gesunder Magen"

Mehr als 15.000 Interessierte erreichte die im Juni zu Ende gegangene Deutschland-Tour der Initiative Gesunder Magen. Ins Leben gerufen wurde die bundesweite Aufklärungskampagne von der Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH und wird von der Deutschen Gesundheitshilfe e.V. sowie dem Kompetenzteam Magen unterstützt. Ziel der Kampagne, deren Herzstück die Tour des Infomobils war, ist es, Patienten und Ärzte für eine genauere Diagnosestellung zu sensibilisieren. „Haben Sie nur Sodbrennen – oder auch andere Magenbeschwerden?“ war die zentrale Fragestellung, die von 825 Sodbrennen-Patienten begleitend in einer Umfrage beantwortet wurde.

Häufig teilen die Patienten dies beim Anamnesegespräch nicht von sich aus mit und erhalten so möglicherweise die falsche Therapie. Denn: Sodbrennen kann auf zwei unterschiedliche Krankheitsbilder zurückgeführt werden, Refluxkrankheit und funktionelle Dyspepsie, die dann auch unterschiedlich behandelt werden müssen. Die Auswertung der Umfrage ergab, dass ein überwiegender Anteil der Patienten neben Sodbrennen an zusätzlichen Magenbeschwerden leidet. „Auch die Gespräche am Infomobil haben bestätigt, dass die Ursache von Sodbrennen und die daraus resultierenden unterschiedlichen Therapieansätze vielen nicht bekannt waren“, beschreibt Professor Dr. Peter Malfertheiner, Universitätsklinikum Magdeburg und Mitglied des Kompetenzteams Magen. Patienten geben häufig das Symptom an, welches in ihrer Wahrnehmung im Vordergrund steht. Doch die Ergebnisse der Infomobil-Umfrage – ein typischer Querschnitt durch die Bevölkerung – zeigen, dass mehr als zwei Drittel der Betroffenen, die über Sodbrennen klagen, auch an weiteren Beschwerden leiden. „Haben die Patienten neben Sodbrennen auch andere Magenbeschwerden wie Völlegefühl, Übelkeit und Bauchschmerzen, liegt häufig eine Störung der Magenbeweglichkeit vor“, erklärt Malfertheiner. Diese Störung der Magenfunktion lässt sich nicht durch eine alleinige Säurehemmung behandeln. Vielmehr müssen mehrere Symptome gleichzeitig angegangen werden. Hier eignen sich Therapien mit Multi-Target-Prinzip wie die pflanzliche Mehrfachkombination Iberogast® besonders, denn die enthaltenen Wirkstoffe greifen an den unterschiedlichen funktionell gestörten Bereichen des Magens an. Mit der Aufklärung über die Abläufe im Magen und die verschiedenen Ursachen des Sodbrennens ist mit dem Infomobil ein wichtiger Schritt in Richtung Therapie-Sicherheit bei Patienten gelungen.

Verschiedene Sodbrennen-Typen – verschiedene Therapien

Nur ein Drittel der Umfrageteilnehmer, die Sodbrennen haben, leiden ausschließlich unter Sodbrennen. Die Experten des Kompetenzteams Magen und die Ärzte, die das Infomobil in den einzelnen Städten betreut haben, sind hier einer Meinung: Welche Krankheit hinter den Beschwerden steckt, sollte im Arztgespräch geklärt werden. In der Praxis zeigt sich, dass Säurehemmer wie Omeprazol oder Pantoprazol bei Sodbrennen nicht immer helfen. Die sogenannten Protonenpumpenhemmer (PPI) und Antacida sind zwar meist die Mittel der ersten Wahl, jedoch ist eine signifikante Versagerquote bekannt. Grund dafür ist, dass die bloße Säureblockade das Aufsteigen des Speisebreis nicht verhindern kann. Dies können nur auf die Magenbewegung (Magenmotilität) einwirkende Präparate.

Bei Motilitätsstörungen pflanzliche Hilfe

Zur effektiven Behandlung einer Motilitätsstörung müssen die Bewegungen von Magen und Darm wieder zurück ins gesunde Gleichgewicht gebracht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, bedienen sich Mediziner seit über 50 Jahren der Hilfe von pflanzlichen Wirkstoffen: Der kombinierte Einsatz neun verschiedener Heilpflanzen ermöglicht es, die unterschiedlichen Bewegungsabläufe von Magen und Darm zu normalisieren, wie eine aktuelle australische Studie (1) zeigt. Zentrale Komponente des pflanzlichen Arzneimittels ist die bittere Schleifenblume (Iberis amara). Weitere Bestandteile sind Angelika, Kamille, Kümmel, Mariendistel, Melisse, Pfefferminze, Schöllkraut und Süssholz. Die aufeinander abgestimmten Heilpflanzen können einen schlaffen Magen anregen, einen verkrampften Magen beruhigen, die Magenschleimhaut schützen sowie antientzündlich wirken – und somit auch bei Sodbrennen helfen.

Literaturhinweis:
(1) Pilichiewicz AN et al. Effects of Iberogast on Proximal Gastric Volume, Antropyloroduodenal Motility and
Gastric Emptying in Healthy Men. Am J Gastroenterology 2007; 102: 1-8

Quelle: Steigerwald


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