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Medizin

26. Juni 2017
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Rezidive als Mortalitätsrisiko

Rezidive erhöhen zudem das Risiko, an einer CDI zu versterben. Weinke präsentierte Daten, in denen die 1-Jahres-Sterberate von CDI-Patienten ohne Rezidiv (21,6%), mit 1 Rezidiv (28,9%) und mit 2 Rezidiven (40%) verglichen wurde (4). Eines der Hauptziele der CDI-Therapie ist es daher, Rezidive zu verhindern. Mit DificlirTM können Rezidivraten im Vergleich zu Vancomycin um rund 50% reduziert werden, so Weinke. Darüber hinaus beeinflusse das Makrozyklin die intestinale Mikrobiota kaum. Eine Basis für den Erfolg der Therapie, da die Diversität der intestinalen Mikrobiota das CDI-Risiko reduziert. Insgesamt wurde bei der Fortbildung deutlich, dass Antibiotic-Stewardship-Maßnahmen einerseits den Verbrauch von Antibiotika reduzieren und andererseits das Risiko für Clostridium difficile-Infektionen verringern. Auch in Münster ist das gelungen: Die durchschnittliche RDD (recommended daily dose) bezogen auf 100 Pflegetage wurde von 54 im Jahr 2011 auf 38 in 2015 reduziert. „Und wir haben inzwischen jedes Jahr weniger CDI-Patienten“, freute sich Lanckohr.

Quelle: Astellas

Literatur:

1 Louie TJ et al. N Engl J Med 2011;364:422-31
2 Cornely OA et al. Lancet Infect Diseases 2012;12(4):281-9
3 Lawes T et al. Lancet Infect Dis 2017;17:194-206
4 Lübbert C et al. Infect Dis Ther 2016;5:545-54
5 www.gbe-bund.de
6 Grube RF et al. Z Gastroenterol 2015; 53:391-7

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