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Medizin

26. September 2017
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CED: Eisen(III)-Maltol bewährt sich bei Eisenmangelanämie

Die Behandlung der Eisenmangelanämie bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) ist eine besondere Herausforderung: Entzündungen der Darmmukosa können zu Problemen in der Absorption des Eisens und der Verträglichkeit von oralen zweiwertigen Präparaten führen (1). Seit Juli 2016 ist orales Eisen(III)-Maltol (Feraccru®) in Deutschland verfügbar, das speziell zur Behandlung der Eisenmangelanämie bei erwachsenen Patienten mit CED entwickelt wurde (2). Ausschlaggebend für die Zulassung waren die Ergebnisse des Studienprogramms AEGIS, die nach einem Jahr Praxiserfahrung bestätigt wurden (3,4). Zu ihren praktischen Erfahrungen in der Anwendung der dreiwertigen oralen Therapieoption bei CED tauschten sich Experten im Rahmen der 72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in Dresden aus (5): Eisen(III)-Maltol ist eine schnell und anhaltend wirksame sowie gut verträgliche Therapieoption, die eine einfach einzunehmende Alternative vor der invasiven intravenösen Eisengabe darstellt.
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Basistext
Die Eisenmangelanämie ist die häufigste extraintestinale Manifestation der CED (6,7). Sie beeinträchtigt die Lebensqualität der Patienten und den Therapieerfolg der CED (8). Zweiwertige Eisenpräparate sind limitiert: Gastrointestinale Nebenwirkungen treten bei über 50% der CED-Patienten auf (9). Aufgrund dieser Unverträglichkeiten setzen zwischen 21% und 31% der Patienten die Therapie nicht fort (9,10). Bei der invasiven intravenösen Eisengabe können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, die entsprechende Notfallmaßnahmen erfordern (11). Der orale Trimaltol-Komplex stellt verwertbares Eisen kontrolliert und auf physiologische Weise bereit. Seine Stabilität bleibt während des Transports zur Darmschleimhaut erhalten. Die Eisenaufnahme mit Eisen(III)-Maltol ist sättigbar und vermeidet eine potenzielle Eisenüberladung.

Studienprogramm AEGIS belegt Wirkung und Verträglichkeit

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung mit Eisen(III)-Maltol wurde im prospektiven, randomisierten und placebokontrollierten Phase-III-Studienprogramm AEGIS bei erwachsenen Patienten mit Eisenmangelanämie bei CED, die die orale Gabe von zweiwertigem Eisen nicht vertragen hatten, geprüft (3,4). Unter der Behandlung mit Eisen(III)-Maltol (n = 64) stiegen die Hämoglobin (Hb)-Konzentrationen gegenüber der Behandlung mit Placebo (n = 64) um 2,25 (± 0,19) g/dl signifikant bereits nach Woche 4 bis Woche 12 an (p < 0,0001) (3). Die Wirksamkeit setzte sich ebenso wie das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil auf Placeboniveau in der offenen Verlängerungsphase von 52 Wochen fort (4). „86% der Patienten erreichten eine Normalisierung der Hb-Werte bis zu Woche 64, wobei die Adhärenz zur Behandlung mit Eisen(III)-Maltol im Mittel bei 97% lag“, berichtete PD Dr. Carsten Schmidt, Fulda. Die pharmakologischen Eigenschaften von Feraccru® legen ein neues Therapieschema nahe: Eisen(III)-Maltol kann in der Erstlinientherapie bei therapienaiven Patienten angewendet werden sowie in der Zweitlinientherapie bei Patienten, die auf ein zweiwertiges Eisenpräparat unzureichend angesprochen beziehungsweise dieses nicht vertragen haben (2,12). Hierbei stellt Eisen(III)-Maltol eine orale Alternative noch vor der i.v.-Gabe dar (2,12).
 
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