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Medizin

18. Mai 2017
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Adalimumab-Therapie reduziert extraintestinale Manifestationen der CED

In diesem Zusammenhang stehen auch neue Daten bezüglich extraintestinaler Manifestationen (EIM), die von Prof. Simon Travis, aus Oxford (UK) gezeigt wurden. EIM sind häufig bei CED und haben einen erheblichen Einfluss auf Hospitalisierung und die Lebensqualität der Patienten (6). Zu Studienbeginn waren 88 von 461 Patienten zusätzlich zu Colitis ulcerosa an einer EIM, wie z.B. Arthritis, Uveitis oder Erythema nodosum, erkrankt. Durch die Therapie mit Humira® konnten Auflösungsraten von 36,9% in Woche 2, über 50% in Woche 8 bis zu 61,9% in Woche 26 für Arthritis beobachtet werden. Ähnliche Daten ergaben sich bei Betrachtung aller EIM (39,8% Woche 2, 52,3% Woche 8 und 63,6% Woche 26) (7).

„Wir sollten bedenken, dass es im Krankheitsverlauf der CED zu einer progredienten Darmschädigung kommt, einschließlich der Bildung von Abszessen, Fisteln und Strikturen bei Morbus Crohn sowie beispielsweise einer Dysplasie des Rektokolons bei Colitis ulcerosa. Die progrediente Schädigung kann eine Operation erforderlich machen und erklärt, warum CED mit erheblichen Einschränkungen verbunden sind“, erklärte Prof. Subrata Ghosh, Birmingham (UK). Auch hier bewährt sich der frühzeitige Einsatz von Adalimumab – wie weitere Daten aus INSPIRADA belegen: In Woche 2 zeigte sich bei 74,4% der Patienten ein klinisches Ansprechen, definiert als Verminderung des SCCAI (Simple-Clinical-Colitis-Activity-Index) gegenüber Baseline um ≥ 2 Punkte. Zudem erreichten 49% der Patienten in Woche 8 eine Remission (SCCAI ≤ 2 Punkte), die bis zum Ende der Studie nach 26 Wochen anhielt (5).

Frühe kombinierte Immunsuppression senkt Risiko für Klinikeinweisung

Die Wirksamkeit einer beschleunigten Therapieeskalation mit Adalimumab konnte darüber hinaus in einer Studie mit fast 2.000 Patienten mit aktivem Morbus Crohn gezeigt werden (8). Prof. Edouard Louis, Lüttich (Belgien), präsentierte Daten der REACT-Studie, in der ein konventionelles Therapie-Management (sequenzielle Anwendung von Kortikosteroiden, Immunsuppressiva wie Azathioprin, 6-Mercaptopurin oder Methotrexat und TNF-Antagonisten) mit einer frühen kombinierten immunsuppressiven Therapie, bestehend aus einem TNF-Antagonisten und einem Immunsuppressivum, verglichen wurde. „Durch den frühen Einsatz der Kombination aus Adalimumab plus Immunsuppressivum konnte das Risiko für die erste Klinikeinweisung, Operation oder Komplikation im Vergleich zum konventionellen Vorgehen signifikant um gut ein Viertel gesenkt werden“, brachte Louis die Ergebnisse auf den Punkt.
 

Quelle: AbbVie

Literatur:

(1) Lix LM et al. Inflamm Bowel Dis 2008; 14:1575-1584.
(2) Graff LA et al. Clin Gastroenterol Hepatol 2006; 4:1491-501.
(3) Pariente B et al. Inflamm Bowel Dis 2011; 17:1415-1422.
(4) Torres J et al. Inflamm Bowel Dis 2012; 18:1356-63.
(5) Travis S et al. J Crohns Colitis 2016; S89-S492; P398.
(6) Vavricka SR et al. Inflamm. Bowel Dis. 2015; 21:1982-92.
(7) Travis S et al. J Crohns Colitis 2017; 11 (suppl_1): S36.
(8) Khanna R et al. Lancet 2015; 386:18-34.

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