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Medizin

21. Januar 2020 COPD: Dosier-Aerosol lindert Symptomatik

Für die Therapie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) steht ab sofort die LABA/LAMA-Fixkombination Bevespi Aerosphere® zur Verfügung. Das Dosier-Aerosol (pMDI) ist zugelassen für die bronchodilatatorische Erhaltungstherapie zur Symptomlinderung bei erwachsenen Patienten mit COPD (1). Erstmals wurden hier etablierte Wirkstoffe mit der innovativen Aerosphere™ Delivery Technology vereint, wodurch eine erhöhte Lungendeposition in den großen und kleinen Atemwegen im Vergleich zu herkömmlichen pMDIs (38% vs. 10-20%) (2, 3) erreicht wird.
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„Der beste Wirkstoff hat keinen Effekt, wenn er nicht oder nur unzureichend in der Lunge ankommt“, so Dr. Klaus Hinterding, AstraZeneca. Zudem könnten Fehler bei der Vorbereitung der Inhalation – wie beispielweise ein unzureichendes Schütteln oder ein zu großer Zeitabstand zwischen Schütteln und Anwendung – zu einer inkonstanten Wirkstoffabgabe führen, was wiederum den Therapieerfolg gefährden könne.

Verbesserte Lebensqualität

„In den Zulassungsstudien von Bevespi Aerosphere® sehen wir ganz deutlich, dass dieses Zusammenspiel bewährter Wirkstoffe – Glycopyrronium und Formoterol – und einer neuartigen Technologie positive Auswirkungen auf Lungenfunktion, Symptomatik und die gesundheitsbezogene Lebensqualität, verglichen mit Placebo und den Einzelsubstanzen Glycopyrronium oder Formoterol, bei Patienten mit mittelschwerer und schwerer COPD hat“, ergänzte Hinterding. Neben den Phase-III-Studien PINNACLE 1 (4), 2 (4) und 4 (5) liegen zudem Langzeitdaten zu Sicherheit und Verträglichkeit über 52 Wochen vor (PINNACLE 3 (6)), die sich mit den Ergebnissen aus der Zulassung decken.

Konstante Dosierung und hohe, effektive Deposition

Die Aerosphere™ Delivery Technology ist die Basis der LABA/LAMA-Fixkombination im Dosier-Aerosol: Verwendet werden hier aerodynamische Phospholipidpartikel, die sich durch eine geringe Dichte, eine poröse gewellte Oberfläche und eine schaumförmige Nanostruktur auszeichnen. Diese natürlichen Trägerstoffe – Phospholipide sind Teil des körpereigenen Lungensurfactants – haften gut am Bronchialepithel und lösen sich in der Lunge vollständig auf (7). Im pMDI liegen die jeweiligen Wirkstoffkristalle gebunden an die Partikel vor: Durch Schütteln entsteht eine homogene Co-Suspension (7, 8). Die Galenik ermöglicht eine konstante Dosierung und eine hohe und effektive Deposition in der gesamten Lunge, ohne zusätzliche Hilfsstoffe wie Ethanol oder Lactose zu nutzen (2, 9).
„Die neue Technologie wurde bereits vor einigen Jahren von unserem Tochterunternehmen Pearl Therapeutics entwickelt und jetzt von uns in die COPD-Therapie überführt. Wir wissen, dass es, bezogen auf die Device-Auswahl und Inhalationstechniken, einen 'unmet need' gibt, den wir mit der Aerosphere™-Technologie decken möchten“, fasste Hinterding zusammen.
Es sei grundsätzlich denkbar, die Technologie zukünftig als universelle Plattform für die Inhalationstherapie – auch in anderen Bereichen – zu nutzen“, konstatierte der Experte. Als weitere Zulassung wird demnächst eine LABA/LAMA/ICS-Therapie auf Basis der Aerosphere™ Delivery Technology erwartet.

Quelle: AstraZeneca

Literatur:

(1) Fachinformation Bevespi Aerosphere® (7,2 μg/5 μg), Stand Mai 2019.
(2) Taylor G et al. Eur J Pharm Sci 2018; 111: 450-457.
(3) Gardenhire D et al. AARC: A Guide to Aerosol Delivery Devices for Respiratory Therapists 2013, 3rd edition.
(4) Martinez FJ et al. Chest 2017; 151: 340-357.
(5) Lipworth BJ et al. Int J COPD 2018; 13: 2969-2984.
(6) Hanania N et al. Respir Med 2017; 126: 105-115.
(7) Quinn D et al. Respir Med 2014; 108: 1327-1335.
(8) Vehring R et al. Langmuir 2012; 28: 15015-15023.
(9) Lechuga-Ballesteros D et al. Future Med Chem 2011; 3: 1703-1718.


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