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Medizin

14. Mai 2018 Bei COPD: Mehr Luft durch Bewegung

Eine wichtige Säule in der Therapie bei COPD ist Bewegung, denn sie steigert die Leistungsfähigkeit und führt zu mehr Lebensqualität. Ein gezieltes Training und eine medikamentöse Therapie mit Bronchodilatatoren LABA/LAMA bringen nach Ansicht der Experten den größten Benefit. Pharmakologisch lässt sich die morgendliche Symptomlast bei COPD unter Aclidiniumbromid/Formoterolfumarat) signifikant stärker reduzieren als unter Einzeltherapie mit Aclidinium oder Formoterol.
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„Sitzen ist das neue Rauchen“, postulierte PD Dr. Matthias Krüll, Berlin. Bewegung sei ein Prognosefaktor, denn Patienten haben aufgrund mangelnder Bewegung schlechtere Überlebenschancen, so Krüll. Der Einfluss von körperlichem Training auf COPD zahlt sich dagegen aus. Krüll nannte Fakten wie Lebensverlängerung, Besserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Reduktion der Anzahl und Dauer von Hospitalisierungen und Reduktion von COPD-assozierte Angst und Depression. COPD Patienten, die trainieren, sind motivierter, emotional stabiler und können ihren Alltag besser bewältigen. “Die Art der Bewegung ist eher nebensächlich", berichtete Prof. Christine Graf, Köln. Die Patienten sollten keine Angst vor Bewegung haben, der Puls sollte ansteigen, man sollte möglichst ins Schwitzen geraten und mindestens 2x in der Woche trainieren“, riet die Sportwissenschaftlerin. Ebenfalls effektiv ist ein Atemmuskeltraining, insbesondere in Kombination mit einem allgemeinen körperlichen Training.

Krüll rät zur Teilnahme an einer Lungensportgruppe. Der Aufbau und Ablauf einer Übungseinheit folge dort meist einem bestimmten Schema, dazu gehören Ausdauer- und Krafttraining sowie Koordinations- und Dehnübungen. Ein Vibrationstraining kann COPD-Patienten als Add-on-Therapie ebenfalls unterstützen und zu einem Leistungsgewinn führen. Damit ist regelmäßige Aktivität ein wichtiger und hocheffektiver Therapiebaustein, der sogar teilweise der medikamentösen Therapie überlegen ist. Ob sich das frühe Beschwerde-Hoch pharmakologisch beeinflussen lässt, konnte eine gepoolte Analyse aus zwei Phase-III-Studien beantworten (1,2). So verbesserte sich die frühmorgendliche Symptomlast bei moderater bis schwerer COPD unter Brimica®Genuair® (400 μg Aclidiniumbromid*/12 μg Formoterolfumarat) signifikant stärker als unter Einzeltherapie mit Aclidinium oder Formoterol (2). Unter Aclidinum/Formoterol ließ sich die körperliche Aktivität am frühen Morgen im Vergleich mit den Monotherapien signifikant steigern.

Martina Eimer

* entspricht 343 μg Aclidinium

Quelle: Symposium „Prognosefaktor Aktivität-Bewegung zahlt sich aus bei COPD-und KHK-Patienten“ im Rahmen des 124.Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM), 15.4.2018, Mannheim, Veranstalter: Berlin Chemie

Literatur:

(1) Van Buul AR et al. Expert Rev Respir Med. 2017; 11(4): 311-32.
(2) Bateman ED et al. pooled analysis of symptoms and exacerbations from two six-month, multicentre, randomised studies (ACLIFORM and AUGMENT). Respir Res. 2015; 16: 92.


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