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Medizin

01. Mai 2020 COVID-19: Einfluss auf die Blutgerinnung

Labormediziner weisen darauf hin, dass sich die Blutgerinnung bei Patienten mit COVID-19 verändert. So zeigten Studien, dass sich der D-Dimer-Wert der Betroffenen erhöhte und mit dem Schweregrad der Erkrankung zum Teil bedrohlich anstieg.
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Der D-Dimer-Wert wird in der Regel bei Verdacht auf eine Lungenembolie, eine Beinvenenthrombose oder eine Disseminated intravascular coagulation (DIC) bestimmt. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Verona (Italien) und des Hämostaselabors am Institut für klinische Pathologie und medizinische Forschung des Westmead Hospital in Sydney (Australien) haben 5 aktuelle Studien gesichtet, die sich mit dem D-Dimer-Wert von COVID-19-Patienten beschäftigen.

D-Dimer-Wert bei COVID-19-Patienten oft erhöht

Die Studien ergaben, dass der D-Dimer-Wert bei COVID-19-Patienten oft erhöht ist. Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf hätten dabei im Vergleich höhere Werte als solche mit einem milderen, so die Experten. Die Werte der D-Dimere lagen bei Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf bis zu neunmal höher als bei Betroffenen, die nicht intensivmedizinisch betreut und beatmet werden mussten. Die Mehrheit der Betroffenen, die an COVID-19 verstarben, wiesen eine DIC oder eine andere schwere Gerinnungsstörung auf. Die Wissenschaftler regen deshalb weitere Studien an, die D-Dimer-Werte von COVID-19-Patienten in den Fokus nehmen. Möglicherweise könnten schwer erkrankte Patienten von einer kontinuierlichen Messung der Werte und einer darauf abgestimmten begleitenden Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten profitieren.

 

Quelle: Thieme Verlagsgruppe

Literatur:

Thrombosis and Haemostasis 2020


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  • USA offiziell aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgetreten – Der Austritt wird in einem Jahr gültig (dpa, 08.07.2020).
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