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Medizin

01. April 2020 COVID-19 und Rheuma: EULAR schaltet Forschungsdatenbank

Die Europäische Liga gegen Rheuma (EULAR) hat  eine europäische Forschungs-Datenbank eingerichtet. Ziel ist die Überwachung und Meldung von COVID-19-Fällen bei Kindern- und Erwachsenen mit rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen. EULAR ermutigt Rheumatologen aus ganz Europa, alle ihnen bekannten Fälle von COVID-19 bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, unabhängig vom Schweregrad (einschließlich asymptomatischer Patienten, die durch Vorsorgeuntersuchungen im öffentlichen Gesundheitswesen entdeckt wurden), auf der Plattform zu melden. Das Verstehen weniger schwerer oder sogar leichter Fälle wird dazu beitragen können, das Verständnis für diejenigen, die die schwerste Form der Erkrankung entwickeln, zu verbessern.
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„Es besteht ein dringender Bedarf, die Ergebnisse von Patienten zu verstehen, die an COVID-19 erkrankt sind und gleichzeitig Steroide, synthetische oder biologische krankheitsmodifizierende Antirheumatika und nicht-steroidale Entzündungshemmer erhalten. Dies wird Rheumatologen und andere Kliniker, wie zum Beispiel Fachkrankenschwestern, bei der Beratung ihrer Patienten unterstützen und deren Betreuung verbessern“, erläutert Dr. Pedro Machado, außerordentlicher Professor und beratender Rheumatologe am University College London und Vorsitzender des Ständigen Ausschusses für Epidemiologie und Forschung im Gesundheitswesen EULAR die Initiative.

Kernpunkte

Die Datenbank kann hier eingesehen werden: https://www.eular.org/eular_covid19_database.cfm
und https://www.redcap.rss.mhs.man.ac.uk/surveys/?s=NEXNJFWX38

Es handelt sich um ein europäisches Projekt, das eng mit der Globalen Allianz für Rheumatologie COVID-19 zusammenarbeitet.
EULAR wird den rheumatologischen Fachgesellschaften und Verbänden regelmäßig aktualisierte Informationen über gemeldete Fälle zur Verfügung stellen. Darunter sind unter anderem Daten zu der Anzahl gemeldeter Fälle pro Land und Anzahl der behandelten Fälle. Mithilfe dieser Daten wird die gesamte rheumatologische Gemeinschaft bezüglich COVID-19 bei Patienten mit rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen (RMDs) auf dem neuesten Stand gehalten.
Das Register enthält nur anonymisierte Patientendaten und richtet sich nach den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (in Deutschland: DSGVO).
Europäische Fälle sollten ausschließlich an die Datenbank EULAR-COVID-19 gemeldet werden, um Doppelerfassungen zu vermeiden. Falls Fälle an eine nationale Datenbank gemeldet werden (wenn es in dem jeweiligen Land eine solche gibt), wird gebeten, die Meldung nicht doppelt an die EULAR-Datenbank aufzuführen. Die Daten werden zu einem späteren Zeitpunkt ohnehin mit den der Globalen Rheumatologie-Allianz gemeldeten Fällen zusammengeführt. Nicht-europäische EULAR-Länder sollten Fälle an die EULAR-Datenbank und nicht an die US-amerikanische Datenbank melden.

EULAR hat zudem  ein Statement veröffentlicht. Darin fordern Experten eine besondere Anleitung und Unterstützung von Patienten mit einer rheumatologischen Erkrankung während der laufenden COVID-19-Pandemie ein. Hier finden Sie die vollständige Erklärung: https://www.eular.org/policy_statement_on_covid_19.cfm

Quelle: EULAR


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