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Medizin

05. April 2017 Chronifizierung von Rückenschmerzen verhindern

Starke Rückenschmerzen sind verbreitet – jährlich wird die Diagnose bei 22,5 Millionen Patienten gestellt – und neigen zur Chronifizierung mit allen Konsequenzen für die Betroffenen und die Gesellschaft (1). Experten aus Klinik und Praxis plädierten im Rahmen eines Symposiums deshalb dafür, Rückenschmerzen so früh wie möglich und wirkungsvoll zu behandeln.
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An der Chronifizierung von Rückenschmerzen sind verschiedene Mechanismen beteiligt, erläuterte Prof. Dr. Ralf Baron, Kiel, aus dem Blickwinkel der klinischen Forschung. Neben der peripheren und zentralen Sensibilisierung spielt auch die körpereigene Schmerzhemmung eine entscheidende Rolle. Für die medikamentöse Behandlung bietet sich z.B. Tapentadol (Palexia®) an, das aufgrund seines einzigartigen Wirkmechansimus, die Weiterleitung der Schmerzsignale reduziert und gleichzeitig die körpereigene Schmerzhemmung stärkt. Bereits bei den ersten Anzeichen einer zentralen Sensibilisierung – z.B. Allodynie und gesteigerte Druck- und Hitzeempfindlichkeit – eingesetzt, könnte Palexia® die Gefahr der Chronifizierung eindämmen, diskutierte der Schmerzforscher und untermauerte dies mit eigenen Studiendaten. Hier hatte Tapentadol bei Patienten mit neuropathischen Schmerzen die o.g. Hinweise auf eine zentrale Sensibilisierung deutlich verringert.

Nach der Erfahrung des klinischen Schmerzspezialisten Dr. Thomas Hofmann ist Tapentadol u.a. für ältere Patienten mit starken Rückenschmerzen eine gute Wahl: Es ist bei nozizeptiven und neuropathischen Schmerzen stark wirksam, wird aber im Vergleich zu starken Opioiden besser vertragen und punktet zudem durch ein geringes Interaktionspotenzial. Hofmann erklärte: „Viele meiner Patienten haben sogar ihre volle Funktionalität zurückgewonnen.“

Dass Tapentadol auch für die Langzeittherapie geeignet ist, veranschaulichte der niedergelassene Schmerztherapeut PD Dr. Kai-Uwe Kern, Wiesbaden anhand eines Falles. Die Substanz erwies sich als leicht handhabbar und konnte im Verlaufe einer Therapie über drei Jahre der Schmerzsituation problemlos in der Dosis – auf zuletzt 2 x 50 mg – angepasst werden. Mit dem Ergebnis, dass der Patient die erforderliche manuelle Therapie erhalten konnte und seine volle Arbeitsfähigkeit wiedererlangte.

Ute Ayazpoor

Quelle: Symposium „Schmerzmedizinischer Frühschoppen – Rückenschmerz 360°“, DGS 2017, 23.3.2017, Veranstalter Grünenthal, Frankfurt / Main

Literatur:

(1) Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse, Band 37 BARMER GEK Arztreport 2016


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