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Medizin

18. Oktober 2012 Chronische Hepatitis B: Parameter für den Therapieerfolg

Etwa 350 Millionen Menschen weltweit sind chronisch mit Hepatitis B infiziert, in Deutschland etwa 400.000 Menschen. Bei circa 40% der chronisch Infizierten resultiert diese unbehandelt in eine Leberzirrhose, Dekompensation der Leberfunktion oder ein Hepatozelluläres Karzinom.

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Hepatitis B Viren lassen sich nicht komplett eradizieren, und im Gegensatz zu Hepatitis C muss eine Behandlung für die große Mehrheit der Patienten als Dauertherapie ausgerichtet werden. Studienergebnisse haben jedoch zeigen können, dass eine Verbesserung der Leberhistologie unter einer erfolgreichen CHB-Therapie möglich ist und diese mit der Höhe der viralen Suppression korreliert. Insbesondere konnten erfreuliche Ergebnisse in den letzten Jahren eindrücklich für Patienten unter Langzeit-Therapie mit Tenofovir oder mit Entecavir, sogenannten Polymerasehemmern, erreicht werden, sagte Prof. Dr. med. Jörg Petersen, Hamburg. "Die Ergebnisse zeigten eine über 5 Jahre anhaltende virale Suppression mit einer nur minimalen Rate an Resistenzen (für Entecavir nur unter Vorbehandlung mit Lamivudin) oder bislang sogar ohne jegliche Resistenzen (Tenofovir).

Virale Durchbrüche traten nur vereinzelt auf und waren typischerweise mit nachgewiesener unregelmäßiger Tabletteneinnahme vergesellschaftet. Die oralen Medikamente sind bislang sehr gut verträglich und nur mit geringen Nebenwirkungen behaftet. Für eine kleine Zahl von Patienten kommt heute unter geeigneten Bedingungen auch eine zeitlich limitierte Therapie mit pegyliertem Interferon in Frage, die ähnliche Ergebnisse im Langzeitverlauf aufweisen kann. Die aktualisierte deutsche Leitlinie zur Therapie aus dem Jahre 2011 und die aktuelle europäische Leitlinie 2012 empfehlen daher eine konsequente Therapie der Hepatitis B bei Vorliegen von entzündlichen Veränderungen und direktem Virusnachweis.

Mögliche Reaktivierungen der Hepatitis B unter Immunsuppression und eine nicht mehr ausgeschlossene Therapie während der Schwangerschaft im Einzelfall zur Verhinderung der Übertragung von Hepatitis-B-Viren auf das Ungeborene sind aktuell Gegenstand vieler laufender Studien. Schließlich darf nicht vergessen werden, dass gegen die weitere Verbreitung der Hepatitis B ein sicherer Impfstoff besteht. Seit 1996 empfiehlt daher die STIKO die Durchimpfung aller Kleinkinder und Jugendlichen im Leistungskatalog der Krankenkassen", schloss Petersen.

Quelle: Gilead


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