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Medizin

15. Mai 2017
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Bei chronischer Herzinsuffizienz und stabiler KHK Vorteile mit Kombination aus Betablocker und Ivabradin

Für Patienten mit chronischer systolischer Herzinsuffizienz und hoher Herzfrequenz bestätigt die aktuelle ESC-Leitlinie den hohen Stellenwert der frühzeitigen Kombination von Betablocker mit Ivabradin (Procoralan®) zur Reduktion von kardiovaskulärer Mortalität und Krankenhauseinweisungen wegen Herzinsuffi-zienz sowie Besserung von Symptomatik und Lebensqualität. Neue 12-Monats-Daten aus der RELIf-CHF-Kohorten-Studie belegen auch in der Praxis einen signifikanten Rückgang von Hospitalisierungen mit dieser Strategie. Bei symptomatischer KHK überzeugte die Metoprolol/Ivabradin-Fixkombination Implicor® im Praxisalltag durch eine starke antianginöse Wirksamkeit und signifikante Verbesserung der Therapieadhärenz.
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In der ESC-Leitlinie 2016 wird laut Prof. Dr. Michael Böhm, Homburg/Saar, bei Patienten mit chronischer systolischer Herzinsuffizienz (im Sinusrhythmus, LVEF ≤35%, NYHA-Klasse II-IV) und erhöhter Herzfrequenz (HF ≥70/Min.) der Einsatz von Ivabradin in Kombination mit einem ACE-Hemmer, Betablocker, MR-Antagonisten und/oder ARNI empfohlen (1). Nur unter voller Ausschöpfung aller Möglichkeiten zur Reduktion der HF – was mit Betablocker alleine oft misslingt – lässt sich eine bestmögliche Senkung der kardiovasku-lären Mortalität und Morbidität erreichen. Genau dies zeigte die SHIfT-Studie, in der Ivabradin kombiniert mit einer leitliniengerechten Therapie jeweils signifikant den primären Endpunkt (kardio-vaskulärer Tod, Hospitalisierung infolge Herzinsuffizienz) um 18% und die Hospitalisierung bzw. Tod aufgrund Herzinsuffizienz um je 26% reduzierte (2). Bei jenen zwei Drittel der Patienten mit einer Ausgangs-HF ≥75/Min. gelang überdies auch eine signifikante Reduktion der kardiovaskulären und Gesamtmortalität um je 17% (3).

Frühzeitige Einstellung auf Ivabradin mehrfach sinnvoll

Aufgrund des bei erhöhter Entlass-HF gerade in der frühen poststationären Phase gegebe-nen hohen Rehospitalisierungs- und Sterberisikos riet Böhm im Einklang mit der ESC-Leit-linie, die bei jeder Hospitalisierung infolge akuter Herzinsuffizienz gefragte Therapie-optimierung mit Kombinieren des Betablockers mit Ivabradin bereits im Krankenhaus voran-zutreiben. Nach den Daten der ETHIC-AHF-Studie ist dieses Vorgehen ab 24 h nach der Einweisung infolge akuter Dekompensation nach Stabilisierung der Patienten effektiv und sicher (4). Wie Böhm darlegte, übt Ivabradin komplementär zum Betablocker akut positive Effekte aus, indem es bei zusätzlicher HF-Reduktion im Gegensatz zu diesem das Schlag-volumen erhöht, während die Herzleistung gleich bleibt. Positive Langzeiteffekte sind wiederum auf ein additives reverses kardiales Remodeling mit substanzieller Besserung der linksventrikulären Funktion zurückzuführen.
 
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