Montag, 28. September 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

12. April 2020 Chronische Nierenerkrankung: Fast-Track-Status für Empagliflozin

Die FDA hat einen Fast Track-Status für den Einsatz von Empagliflozin zur Verringerung des Risikos einer Progression von chronischen Nierenerkrankungen und des kardiovaskulären Todes bei Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung erteilt. Dieser Status erfolgt vor dem Hintergrund der dringenden Notwendigkeit neuer Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit chronischen Nierenerkrankungen weltweit, von denen viele eine Nierenerkrankung im Endstadium entwickeln (1). Bereits im Juli 2019 hatte die FDA einen Fast Track-Status für den Einsatz von Empagliflozin in Hinblick auf eine relative Risikoreduktion für kardiovaskulären Tod und Krankenhausaufenthalte aufgrund von Herzinsuffizienz bei Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz gewährt.
Anzeige:
Fachinformation
Chronische Nierenerkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für einen frühen kardiovaskulären Tod verbunden und daher ein wichtiger Faktor für eine der häufigsten Todesursachen weltweit (1). Etwa zwei Drittel der Fälle werden metabolischen Störungen wie Diabetes (diabetische Nierenerkrankung), Bluthochdruck und Adipositas zugeschrieben (2-4 In Deutschland weisen etwa 42% der Menschen mit Typ-2-Diabetes eine Nierenerkrankung auf (5).

Einfluss von Empagliflozin

Die derzeit laufende klinische Studie EMPA-KIDNEY untersucht die Wirkung von Empagliflozin auf das Fortschreiten von Nierenerkrankungen und das Auftreten von kardiovaskulären Todesfällen bei Erwachsenen mit bestehender chronischer Nierenerkrankung mit und ohne Diabetes. Die EMPA-KIDNEY-Studie wurde auf der Grundlage vielversprechender explorativer Ergebnisse der EMPA-REG OUTCOME®-Studie initiiert. Diese zeigte, dass die Behandlung mit Empagliflozin bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und atherosklerotischer Herz- und Gefäßerkrankung das relative Risiko für das Neuauftreten und die Verschlechterung von Nierenerkrankungen bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und bestehender kardiovaskulärer Erkrankung im Vergleich zu Placebo um 39% reduzierte (6).

Über EMPA-KIDNEY

EMPA-KIDNEY (NCT03594110) ist eine multinationale, randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte klinische Studie, die entwickelt wurde, um die Wirkung von Empagliflozin auf klinisch relevante Ergebnisse wie die Progression von Nierenerkrankungen und das Risiko für kardiovaskulären Tod zu bewerten. Der primäre Endpunkt ist definiert als die Zeit bis zum ersten Ereignis entweder eines kardiovaskulären Todes oder einer Nierenerkrankung, definiert als Nierenerkrankung im Endstadium (d.h. Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie wie Dialyse oder Nierentransplantation), anhaltender Rückgang der eGFR auf <10mL/min/1,73m2, Nierentod oder anhaltender Rückgang von 40% der eGFR nach Randomisierung. EMPA-KIDNEY wird voraussichtlich etwa 6.000 Menschen mit bestehenden chronischen Nierenerkrankungen sowohl mit und ohne Diabetes, als auch mit und ohne Proteinurie einschließen. Diese Patienten erhalten entweder Empagliflozin 10 mg oder Placebo zusätzlich zur Standardtherapie.

Quelle: Boehringer Ingelheim

Literatur:

(1) GBD Chronic Kidney Disease Collaboration. Global, regional, and national burden of chronic kidney disease, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. The Lancet. 2020; 395:709-23.
(2) Levin A, Tonelli M, Bonventre J, et al. Global kidney health 2017 and beyond: a roadmap for closing gaps in care, research, and policy. Lancet 2017; 390:1888-917.
(3) United States Renal Data System, USRDS 2012 Annual data report: Atlas of chronic kidney disease and end-stage renal disease in the United States, National Institutes of Health, National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases, Bethesda, MD, 2012. Siehe Appendix I, United States Renal Data System (USRDS). Abrufbar unter: http://www.usrds.org/reference.htm. Letzter Zugriff: März 2020.
(4) Liyanage T, Ninomiya T, Jha V, et al. Worldwide access to treatment for end-stage kidney disease: a systematic review. Lancet 2015; 385(9981): 1975-82.
(5) diabetesDE. Deutsche Diabetes Hilfe. Diabetische Nierenerkrankung ist nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Dialysebehandlung. 2019. Abrufbar unter: https://www.diabetesde.org/pressemitteilung/diabetische-nierenerkrankung-haeufigsten-ursachen-dialysebehandlung. Letzter Zugriff: März 2020.
(6) Wanner et al. 2016 New Engl J Medicine 2016 Jul 28; 375(4): 323-34.


Anzeige:
Fachinformation

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Chronische Nierenerkrankung: Fast-Track-Status für Empagliflozin"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • München führt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ein – Diese Regelung gilt ab kommendem Donnerstag, 24.09.2020 (dpa, 21.09.2020).
  • München führt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ein – Diese Regelung gilt ab kommendem Donnerstag, 24.09.2020 (dpa, 21.09.2020).