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Medizin

31. März 2020 Corona in Deutschland: Aktuelles Statement des RKI

Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts (RKI), gab am heutigen Dienstag Vormittag einen Bericht zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie: Die zu verzeichnenden Todefälle betreffen weiterhin hochaltrige Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen. Am DIVI-Intensivregister sind 63% der deutschen Intensivkliniken beteiligt. Eine Eindämmung der Infektion über Handydaten ist datenschutzrechtlich nicht durchführbar.
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Die wichtigsten Statements des RKI im Überblick:

Infektionsraten

16.100 Menschen in Deutschland sind bereits genesen, ihr Durchschnittsalter liegt bei 47 Jahren, 52% sind Männer. Im Vordergrund der Symptomatik stehen Husten und Fieber. 583 Menschen sind in Deutschland bislang an COVID-19 verstorben. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen lag bei 80 Jahren; 70% (n=506) waren 70 Jahre oder älter. Der jüngste Verstorbene war 27 Jahre alt, allerdings lagen in diesem Fall massive Vorerkrankungen vor. Festzuhalten ist demnach, dass Hochaltrigkeit und/oder Vorerkrankungen das Sterberisiko deutlich erhöhen.

DIVI-Intensivregister

Am DIVI (Deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin)-Intensivregister, einer Webseite zur Registrierung freier Beatmungsplätze in Deutschland nehmen derzeit 63% der intensivmedizinischen Kliniken teil. Wieler bezeichnete das DIVI-Register als „Schlüsselelement bei der Bekämpfung der Pandemie“ und appellierte an alle intensivmedizinischen Kliniken, sich ins Register einzutragen.

COSMO-Studie

Wieler gab ebenfalls ein Update zur Auswertung der COSMO-Studie: 41% der Deutschen halten COVID-19 für eine gefährliche Erkrankung, ein Drittel ist sich nicht sicher. Ältere und chronisch Kranke denken eher, dass es eine schwerwiegende Erkrankung sei. Insgesamt wird das Ausbruchsgeschehen aber noch immer eher als Medienhype wahrgenommen.

Mundschutzpflicht?

Wieler stellte klar, dass der Mund-Nasen-Schutz eher andere schütze als die eigene Person. Hierbei werde nicht konsequent zwischen diesem Schutz und einer Schutzmaske, die das medizinische Personal trage, unterschieden. Im Fall einer Infektion sei der Mund-Nasen-Schutz aber sicherlich sinnvoll.

Erfassung der Mobilfunkdaten

Eine Eindämmung der Infektion über die Ortszeitmessung von Handydaten hält Wieler in Deutschland aus datenschutzrechtlichen Gründen für nicht möglich.

SM

Quelle: Robert-Koch-Institut


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