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Medizin

30. März 2020 Coronavirus in Bayern: Söder zieht Bilanz

Heute Mittag zog der bayerische Ministerpräsident in einer Pressekonferenz eine erste Bilanz der seit dem 16. März geltenden Maßnahmen: Aktuell verdoppele sich die Zahl der Infizierten alle 5-6 Tage, vor den Ausgangsbeschränkungen sei eine Verdoppelung alle 2,8 Tage erkennbar gewesen. Da die Lage aber weiterhin „sehr, sehr enrst“ sei, sieht Söder keinen Anlass für einen vorzeitigen Exit und verlängert die bestehenden Ausgangsbeschränkungen bis einschließlich 19. April 2020.
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Verhältnismäßigkeit bewahren

Eine dieser Tage viel diskutierte Exit-Strategie hält Söder derzeit für übereilt. Zwar sei eine leichte Abflachung der Kurve bei den Infizierten erkennbar, eine Lockerung sei aber erst in Sicht, wenn sich der Zeitraum für die Verdoppelung der Infizierten von aktuell 5-6 Tagen auf 10 Tage verlängert habe.
Der Schutz von Leib und Leben habe derzeit oberste Priorität. Trotzdem dürfe man aber die Verhältnismäßigkeit nicht aus den Augen verlieren. Aus diesem Grund sei die Entscheidung gefallen, die Maßnahmen nicht weiter zu verschärfen, sondern nur zu verlängern. Gleichzeitig warnte Söder davor „Sorglosigkeiten walten zu lassen. Ich appelliere an jeden Einzelnen, sich vernünftig zu verhalten“.
Dennoch drängt die Frage nach dem Ende der Maßnahmen täglich mehr.

Fallzahlen für Bayern

Söder stellte die aktuelle Zahl an auf COVID-19 zurückzuführende Todesfälle vor: Bislang sind in Bayern 133 Tote zu verzeichen; 90% von ihnen waren 60 Jahre oder älter; bei jüngeren Menchen bestanden massive Vorerkrankungen.

Erhöhung der intensivmedizinischen Kapazitäten

Zur Versorgung der Corona-Patienten in Bayern will der Freistaat seine Klinik-Kapazitäten mit Hilfskrankenhäusern deutlich erhöhen. Der Plan sehe den Neuaufbau oder die Reaktivierung von bis zu 26 Kliniken vor. Der Transport neu eingekaufter Atemschutzmasken wird polizeilich begleitet. Außerdem werden weitere Vorbereitungen getroffen, die Kapazitäten der Intensivstationen zu erweitern.

Gefährliche Eile bei Impfstoffen

Als besorgniserregend kann die Aussage Söders, dass die üblichen Entwicklungszeiten für Impfstoffe in der aktuellen Situation nicht mehr gelten würden, eingeschätzt werden. Erst vor wenigen Wochen stand das Pharmaunternehmen Moderna in der Kritik, weil es mit einem neuen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 direkt in die klinische Phase eintrat, ohne das Vakzin zuvor im Tiermodell zu testen. Lesen Sie hierzu auch: SARS-CoV-2: Erste Versuchsperson erhält Impfstoff mRNA-1273

SM

Quelle: BR24


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