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Medizin

04. Februar 2020 Coronavirus: Kooperation zur Entwicklung eines Impfstoffes

CureVac und die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), eine öffentlich-private Initiative zur Beschleunigung der Impfstoffentwicklung gegen aufkommende Infektionskrankheiten, haben ihre Zusammenarbeit zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus nCoV-2019 bekanntgegeben. Ziel dieser Kooperation ist es, einen sicheren Impfstoffkandidaten schnellstmöglich in einer klinischen Studie im Menschen zu testen.
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Fachinformation
Die Vereinbarung baut auf der bereits bestehenden Partnerschaft zwischen CureVac und CEPI zur Entwicklung einer schnell einsetzbaren Impfstoffplattform auf. Sie beinhaltet eine Finanzierung durch CEPI von bis zu 8,3 Millionen US-Dollar für eine beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie für klinische Studien. CEPI wird vom Bundesforschungsministerium mit einer Summe von 90 Millionen Euro mitgetragen.

Richard Hatchett, CEPI: „Angesichts der raschen Verbreitung des Coronavirus hat CEPI schnell reagiert und unsere bestehende Kooperation erweitert, um CureVacs mRNA-basierte Plattform zur Impfstoffentwicklung auch für diesen Virustyp zu nutzen. Wir wollen mithilfe der bekannten Gensequenz des Erregers innerhalb von wenigen Monaten – also wesentlich schneller als bisher möglich – einen Impfstoffkandidaten für die klinische Erprobung entwickeln. Dies ist ein sehr ambitionierter Zeitplan. Auch wenn wir erfolgreich sind, was nicht sicher ist, werden wir noch weitere Herausforderungen meistern müssen, bevor wir derartige Impfstoffe auf breiter Basis zur Verfügung stellen können.”

Darüber hinaus arbeitet CureVac an der Entwicklung des The RNA Printer. Dabei handelt es sich um eine mobile, automatisierte Produktionseinheit zur schnellen Versorgung von mRNA-Wirkstoffen. Im Februar 2019 hat CEPI CureVac zugesagt, diese Technologie mit bis zu 34 Millionen US-Dollar zu fördern. Diese innovative Plattform soll in Zukunft schnell LNP-formulierte mRNA-Impfstoffkandidaten produzieren, die gegen bekannte Erreger wie das Lassa-Fieber, Gelbfieber und Tollwut eingesetzt werden können. Darüber hinaus soll sie eine rasche Reaktion auf neuartige und bisher unbekannte Erreger ermöglichen.

Förderung durch BMBF

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist Gründungsmitglied der CEPI-Impfstoffinitiative und fördert diese mit insgesamt 90 Millionen Euro. CEPI bringt ein breites Spektrum unterschiedlicher Akteure zusammen, um dringend benötigte Impfstoffe für die Vermeidung künftiger Pandemien zu entwickeln. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, erklärt: „Das Coronavirus beunruhigt in diesen Tagen viele Menschen. Die Entwicklung eines Impfstoffs ist ein äußerst wichtiger Beitrag, um die Erkrankung einzudämmen. Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass durch eine internationale Allianz wie CEPI diese Entwicklung nun vorangetrieben und dabei deutsche Forschungs- und Entwicklungsexpertise genutzt wird. Ich hoffe, dass jetzt in absehbarer Zeit gute Ergebnisse erzielt werden, auf die sehr viele Menschen in diesen Tagen warten.“

Über CureVacs Plattform

CureVacs Technologieplattform zielt darauf ab, die Eigenschaften von mRNA-basierten Therapeutika und Impfstoffen zu optimieren. Die Technologie kann so maßgeschneidert werden, dass sie unterschiedlich starke Immunreaktionen gegen verschiedene Antigene auslöst. Das wiederum kann die Entwicklung potenter prophylaktischer Impfstoffe zur Prävention von Infektionserkrankungen wie Tollwut sowie von Immuntherapien zur Behandlung von Krebserkrankungen ermöglichen. Die Technologie kann aber auch so angepasst werden, dass eine Immunaktivierung vermieden wird, was Anwendungsmöglichkeiten für molekulare Therapien eröffnet. Damit kann sie neue Therapien für Patienten bieten, die an seltenen Krankheiten leiden.

Über das neuartige Coronavirus

Die Familie der Coronaviren kann Erkrankungen der Atemwege, u.a. MERS (Middle East Respiratory Syndrome) und SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) auslösen. Coronaviren werden vom Tier auf den Menschen übertragen und können Stämme bilden, die bisher bei Menschen nicht festgestellt wurden. Am 7. Januar 2020 wurde ein neuartiges Coronavirus (nCoV-2019) als Ursache der in der chinesischen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei aufgetretenen Fälle von Lungenentzündung identifiziert. Seither wurden in immer mehr Ländern weltweit weitere Fälle bekannt.

Quelle: Curevac


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