Mittwoch, 15. Juli 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

04. Februar 2020 Coronavirus: Kooperation zur Entwicklung eines Impfstoffes

CureVac und die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), eine öffentlich-private Initiative zur Beschleunigung der Impfstoffentwicklung gegen aufkommende Infektionskrankheiten, haben ihre Zusammenarbeit zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus nCoV-2019 bekanntgegeben. Ziel dieser Kooperation ist es, einen sicheren Impfstoffkandidaten schnellstmöglich in einer klinischen Studie im Menschen zu testen.
Anzeige:
Fachinformation
Die Vereinbarung baut auf der bereits bestehenden Partnerschaft zwischen CureVac und CEPI zur Entwicklung einer schnell einsetzbaren Impfstoffplattform auf. Sie beinhaltet eine Finanzierung durch CEPI von bis zu 8,3 Millionen US-Dollar für eine beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie für klinische Studien. CEPI wird vom Bundesforschungsministerium mit einer Summe von 90 Millionen Euro mitgetragen.

Richard Hatchett, CEPI: „Angesichts der raschen Verbreitung des Coronavirus hat CEPI schnell reagiert und unsere bestehende Kooperation erweitert, um CureVacs mRNA-basierte Plattform zur Impfstoffentwicklung auch für diesen Virustyp zu nutzen. Wir wollen mithilfe der bekannten Gensequenz des Erregers innerhalb von wenigen Monaten – also wesentlich schneller als bisher möglich – einen Impfstoffkandidaten für die klinische Erprobung entwickeln. Dies ist ein sehr ambitionierter Zeitplan. Auch wenn wir erfolgreich sind, was nicht sicher ist, werden wir noch weitere Herausforderungen meistern müssen, bevor wir derartige Impfstoffe auf breiter Basis zur Verfügung stellen können.”

Darüber hinaus arbeitet CureVac an der Entwicklung des The RNA Printer. Dabei handelt es sich um eine mobile, automatisierte Produktionseinheit zur schnellen Versorgung von mRNA-Wirkstoffen. Im Februar 2019 hat CEPI CureVac zugesagt, diese Technologie mit bis zu 34 Millionen US-Dollar zu fördern. Diese innovative Plattform soll in Zukunft schnell LNP-formulierte mRNA-Impfstoffkandidaten produzieren, die gegen bekannte Erreger wie das Lassa-Fieber, Gelbfieber und Tollwut eingesetzt werden können. Darüber hinaus soll sie eine rasche Reaktion auf neuartige und bisher unbekannte Erreger ermöglichen.

Förderung durch BMBF

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist Gründungsmitglied der CEPI-Impfstoffinitiative und fördert diese mit insgesamt 90 Millionen Euro. CEPI bringt ein breites Spektrum unterschiedlicher Akteure zusammen, um dringend benötigte Impfstoffe für die Vermeidung künftiger Pandemien zu entwickeln. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, erklärt: „Das Coronavirus beunruhigt in diesen Tagen viele Menschen. Die Entwicklung eines Impfstoffs ist ein äußerst wichtiger Beitrag, um die Erkrankung einzudämmen. Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass durch eine internationale Allianz wie CEPI diese Entwicklung nun vorangetrieben und dabei deutsche Forschungs- und Entwicklungsexpertise genutzt wird. Ich hoffe, dass jetzt in absehbarer Zeit gute Ergebnisse erzielt werden, auf die sehr viele Menschen in diesen Tagen warten.“

Über CureVacs Plattform

CureVacs Technologieplattform zielt darauf ab, die Eigenschaften von mRNA-basierten Therapeutika und Impfstoffen zu optimieren. Die Technologie kann so maßgeschneidert werden, dass sie unterschiedlich starke Immunreaktionen gegen verschiedene Antigene auslöst. Das wiederum kann die Entwicklung potenter prophylaktischer Impfstoffe zur Prävention von Infektionserkrankungen wie Tollwut sowie von Immuntherapien zur Behandlung von Krebserkrankungen ermöglichen. Die Technologie kann aber auch so angepasst werden, dass eine Immunaktivierung vermieden wird, was Anwendungsmöglichkeiten für molekulare Therapien eröffnet. Damit kann sie neue Therapien für Patienten bieten, die an seltenen Krankheiten leiden.

Über das neuartige Coronavirus

Die Familie der Coronaviren kann Erkrankungen der Atemwege, u.a. MERS (Middle East Respiratory Syndrome) und SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) auslösen. Coronaviren werden vom Tier auf den Menschen übertragen und können Stämme bilden, die bisher bei Menschen nicht festgestellt wurden. Am 7. Januar 2020 wurde ein neuartiges Coronavirus (nCoV-2019) als Ursache der in der chinesischen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei aufgetretenen Fälle von Lungenentzündung identifiziert. Seither wurden in immer mehr Ländern weltweit weitere Fälle bekannt.

Quelle: Curevac


Anzeige:

Das könnte Sie auch interessieren

Verbraucherschutz: Blei und Cadmium in Modeschmuck, Pestizide in Kräutern

Verbraucherschutz: Blei und Cadmium in Modeschmuck, Pestizide in Kräutern
© Alexander Raths / Fotolia.com

Erneut gerieten preiswerte Modeschmuckartikel ins Visier der Überwachungsbehörden. Nachdem das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im vergangenen Jahr auf die erhöhten Nickelgehalte in den untersuchten Proben hingewiesen hatte, kritisierte das Bundesamt die Funde von Blei und Cadmium oberhalb der geltenden Grenzwerte. BVL-Präsident Helmut Tschiersky stellte dazu fest: „Die Hersteller und Importeure von Modeschmuck müssen eindeutig mehr tun, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.“ Nach mehreren Einzelfunden von preiswertem...

Patientenbroschüre informiert über Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern

Patientenbroschüre informiert über Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern
© sudok1 / Fotolia.com

Die bewährte Patientenbroschüre „Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern. Erkennen. Handeln. Vorbeugen“ ist jetzt in einer überarbeiteten Neuauflage verfügbar. In patientengerechter Sprache erfahren Betroffene und ihre Angehörigen, was Vorhofflimmern ist, wie es behandelt wird und wie sie selbst das individuelle Schlaganfallrisiko senken können. Die Neuauflage hat durch das Institut für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IHF) e. V. das IHF -Patientensiegel „Zertifizierte Inhalte – Für Patienten...

Rauchen ist Hauptursache für chronische Lungenkrankheit, die nicht heilbar ist

Rauchen ist Hauptursache für chronische Lungenkrankheit, die nicht heilbar ist
© Eric Limon / Fotolia.com

COPD – diese vier Buchstaben stehen für eine chronische Lungenkrankheit (chronic obstructive pulmonary disease). Sie stehen gleichzeitig auch für die weltweite Nummer Drei unter den Todesursachen. Bei 90 Prozent aller Fälle hierzulande ist die Hauptursache ziemlich klar bestimmt: das Rauchen. Zum Welt-COPD-Tag am 15. November weist Prof. Hubert Wirtz, Leiter der Abteilung für Pneumologie am UKL, auf unangenehme Wahrheiten rund um diese Krankheit hin: "COPD verkürzt die Lebenserwartung. Es ist nicht heilbar."

Ostern (allein) zu Haus in der Corona-Krise - Der Schlemmerfalle entgehen und regelmäßig bewegen!

Ostern (allein) zu Haus in der Corona-Krise - Der Schlemmerfalle entgehen und regelmäßig bewegen!
© Vasiliy - stock.adobe.com

Die derzeitige Corona-Krise und das damit verbundene Gebot, möglichst zuhause zu bleiben, erschweren regelmäßige körperliche Aktivität. Zudem konzentriert sich vieles aufs Essen – sei es aus Langeweile, aus Stress oder wie jetzt an Ostern durch den Wunsch nach Abwechslung nach wochenlangem Homeoffice oder Quarantänephasen. Viele Menschen möchten sich jetzt etwas Besonderes gönnen, zumal es schmerzt, nicht wie gewohnt Familie und Freunde zu treffen. Menschen mit Übergewicht und solche mit einem bereits bestehendem Diabetes Typ 2 sind hier...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Coronavirus: Kooperation zur Entwicklung eines Impfstoffes"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • England führt Maskenpflicht im Handel ein – Maßnahme gilt ab 24. Juli 2020 (dpa, 14.07.2020).
  • England führt Maskenpflicht im Handel ein – Maßnahme gilt ab 24. Juli 2020 (dpa, 14.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden