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Medizin

13. Januar 2015 DAK-Antibiotika-Report: Unnötige Antibiotika-Verordnungen bei Atemwegsinfekten - Experten plädieren für pflanzliche Sekretolytika

Die Arzneimitteldaten der DAK-Gesundheit (1) zeigten jetzt: 30% der Antibiotikaverordnungen erfolgt bei Indikationen, bei denen eine solche Medikation fragwürdig ist, wie z. B. akuten Atemwegsinfekten. Sie sind zu 90%  viral bedingt - und deshalb die Domäne von pflanzlichen Sekretolytika.

Im Jahr 2013 haben 39,2% der DAK-Versicherten mindestens einmal ein Antibiotikum verordnet bekommen. Ein Viertel der befragten Versicherten litt unter einer Bronchitis, jeder fünfte war einer Erkältung zum Opfer gefallen und 15% von Husten betroffen1. Dabei zeigen aktuelle Studien: In den meisten Fällen sind Antibiotika weder bei akuter Rhinosinusitis, noch bei akuter Bronchitis angezeigt. Denn deren Nachteile überwiegen einen meist fraglichen Nutzen: Akute Atemwegsinfekte sind überwiegend durch Viren ausgelöst, die Komplikationsraten sind niedrig und die Gefahr bakterieller Resistenzen auf Antibiotika ist hoch, betonen die Autoren eines Cochrane-Reviews zur Therapie bei akuter Rhinosinusitis. Nicht zu vernachlässigen sind darüber hinaus die unerwünschten Wirkungen von Antibiotika (2).

Internationaler Konsens: Auf Antibiotika weitgehend verzichten

Bei milder bis moderater Sinusitis sollten innerhalb der ersten Woche keine Antibiotika verordnet werden, empfehlen auch US-amerikanische Allgemein-mediziner auf der Grundlage der Auswertung von Metaanalysen der vergangenen zehn Jahre. Denn die Rate an Komplikationen und Sinusitis-Rezidiven unterscheidet sich nicht, egal ob mit Antibiotika oder Placebo behandelt wird. Dafür sind unerwünschte Wirkungen, vor allem Durchfall, unter Antibiotika-Therapie zu 80 Prozent wahrscheinlicher (3). Die Empfehlung, auf Antibiotika weitgehend zu verzichten, schlägt sich auch in deutschen und europäischen Leitlinien nieder (4,5,6,7).

Eine verstärkte Aufklärung der Patienten durch Apotheker und Ärzte über die Ursachen und die natürliche Dauer akuter Sinusitiden und Bronchitiden könnte daher die Forderungen nach Antibiotika reduzieren helfen, so Prof. Dr. Gerd Glaeske (Bremen). Als zielführende Therapie bei Atemwegsinfekten steht das Phytopharmakon GeloMyrtol® forte mit dem Wirkstoff ELOM-080 (Spezialdestillat ätherischer Öle) zur Verfügung.

ELOM-080 steigert die mukoziliäre Clearance um 46%

Entscheidend für seine Wirksamkeit: ELOM-080 aktiviert den Selbstreinigungsmechanismus (mukoziliäre Clearance) doppelt. Das Spezialdestillat steigert die Zilienschlagfrequenz und fördert die Hydratation und Fluidität des Sekrets.  Mit diesem dualen Effekt steigert ELOM-080 die mukoziliäre Clearance um 46% (8).

ELOM-080 gegen Infekte der oberen und unteren Atemwege

Dieser Effekt spiegelt sich in der klinischen Effektivität von GeloMyrtol® forte bei akuter und chronischer Sinusitis und Bronchitis wieder. Umfangreiches Studien-material zeigt zum Beispiel: GeloMyrtol® forte reduziert deutlich die klinische Symptomatik der Sinusitis aus Kopfschmerzen, Schmerzen beim Bücken, Fieber, eingeschränktem Allgemeinbefinden, Sekretmenge und behinderter Nasenatmung (9).

ELOM-080 effektiv bei akuter und chronischer Bronchitis

Weitere klinische Untersuchungen dokumentieren die deutliche Linderung der Symptome der akuten Bronchitis und die Reduktion von Exazerbationen bei der chronischen Bronchitis. So zeigte z. B. eine aktuelle Studie an 413 Patienten10 mit akuter Bronchitis: ELOM-080 reduzierte signifikant die Hustenanfälle. Bereits nach sieben Tagen Therapie waren über 90% der ELOM-080-Patienten geheilt bzw. ihre Symptome waren deutlich gelindert. Innerhalb von zwei Wochen hatten ELOM-080-Patienten einen Heilungsvorsprung von fünf Tagen gegenüber Placebo-Probanden.

ELOM-080 reduziert Exazerbationen bei chronischer Bronchitis

Die klinische Effektivität von ELOM-080 bei chronischer Bronchitis zeigte sich u.a. in einer randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie an 215 Patienten mit chronischer Bronchitis11. ELOM-080-Patienten erleiden nur rund halb so häufig wie Placebo-Patienten eine Exazerbationen in den Wintermonaten.

Fazit: ELOM-080, das seinen doppelten Effekt auf die mukoziliäre Clearance nachgewiesen hat und den Selbstreinigungsmechanismus um 46% steigert,  stützt sich auf eine breite Dokumentation, die die klinische Effektivität bei Sinusitis und Bronchitis eindeutig nachweist.

Literaturhinweise:
(1) DAK-Gesundheit, Antibiotika-Report 2014; Bundesministerium für Gesundheit, DART - Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie, 2011
(2) Lemiengre MB et al.: Antibiotics for clinically diagnosed acute rhinosinusitis in adults. The Cochrane Library 2012, Issue 10
(3) Smith SR et al.: Treatment of Mild to Moderate Sinusitis. Arch Intern Med 2012;172(6):510-513
(4) Fokkens WJ et al. European Position Paper on Rhinosinusitis and Nasal Polyps 2012. Rhinology 2012;50 (Suppl 23)
(5) Rhinosinusitis. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. AWMF-Register-Nr. 017/049 (Stand: 03/2011)
(6) Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie: Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit akutem und chronischem Husten. AWMF-Register-Nr.: 020/003 (Stand: 2/2010)
(7) S3-Leitlinie Ambulant erworbene tiefe Atemwegsinfektionen/ambulant erworbene Pneumonie, AWMF-Register-Nr.: 082/001 (Stand: 07/2009)
(8) Lai Y et al.: In vitro studies of a distillate of rectified essential oils on sinonasal components of nucociliary clearance. Am J Rhinol Allergy 2014; 28: 244-248
(9) Wittig Th. (2010): Myrtol standardisiert - eine klinische Dokumentation, Ergebnisse-Verlag Hamburg
(10) Gillissen A et al.: A Multi-centre, Randomised, Double-blind, Placebo-controlled Clinical Trial on the Efficacy and Tolerability of GeloMyrtol® forte in Acute Bronchitis. Drug Research 2013;63:19-27
(11) Meister R et al.: Wirksamkeit und Verträglichkeit von Myrtol standardisiert bei der Langzeitbehandlung der chronischen Bronchitis, Arzneim.-Forsch./ Drug Res. (1999) 49 (1)4:351-358

Quelle: Pohl-Boskamp


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