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Medizin

25. April 2014 DGP 2014: Feinpartikel gegen Entzündungen der kleinen Atemwege wichtig bei Asthma und COPD

Das Dosier-Aerosol FOSTER® pMDI mit der Fix-Kombination aus Formoterol und Beclometason ist nun neben Asthma auch zugelassen bei COPD; die Zulassungserweiterung basiert auf drei Studien (FORWARD, Studie von Calverley und FUTURE). Dr. Thomas Voshaar, Moers wies auf die Unterschiede zwischen Lungenemphysem- und Bronchitis-Patienten innerhalb der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung hin. "Exazerbationen treten beispielsweise in der Gruppe der Bronchitiden viel häufiger auf als bei Patienten mit Emphysem. Bei COPD verfolgt man ein multimodulares Behandlungskonzept mit Therapie der Komorbiditäten, Physiotherapie, inhalativen Medikamenten (LABA, LAMA, ICS), Sauerstoff, nicht-invasiver Beatmungstherapie oder Ventilen", erläuterte er. Da sich die Entzündung hauptsächlich in den kleinen Atemwegen abspielt, müssen inhalative Medikamente besonders kleine Partikel enthalten, die möglichst langsam verabreicht werden, um in die feinen Bronchiolen zu gelangen.

"Vor dem Inhalieren sollen COPD-Patienten zunächst abhusten, da muköse Plaques turbulente Diffusionen verursachen und so zuviel des Wirkstoffs verloren geht", sagte Voshaar.

In der Studie von Calverley (1) wurde die extrafeine Fix-Kombination (400/24 µg/Tag) mit der Fix-Kombination Budesonid/Formoterol (800/24 µg/Tag) und einer Monotherapie mit Formoterol (24 µg/Tag) verglichen. Nur die mit FOSTER® pMDI behandelten COPD-Patienten erzielten eine klinisch relevante Zunahme der 6-Minuten-Gehstrecke > 37 m.

In der FUTURE-Studie (2) erhielten die Patienten (n=419) nach 2 Wochen run-in entweder FOSTER  pmdi 100µg BDP + 6 µg Formoterol 2x2 Hübe tägl. oder Vivani DPI, 500 µg Fluticason + 50 Mµg Salmeterol, 1 Inh. 2x tägl. Die Studienergebnisse mit FOSTER zeigen ebenfalls signifikante Veränderungen hinsichtlich Exazerbationen, 6-Minuten-Gehtest und Lebensqualität (gemessen mit dem St. George's Respiratory Questionnaire), die sich klinisch relevant verbesserten.

Fixkombi aus ICS/LABA, weniger Exazerbationen und höhere Compliance


Dr. Mark Voss-Dirks, Hannover, hob die Wichtigkeit der verschiedenen Asthma-Endo- und Phänotypen hervor. Die besonders kleine Partikelgröße (3) sei auch bei Asthma so wichtig, weil entzündungsbedingt in den kleinen Atemwegen Umbauprozesse stattfinden, die sich mit der Plethysmographie nicht erfassen lassen. Bei passendem Phänotyp (ACOS= Asthma-COPD-Overlapping-Syndrom) Therapie mit extrafeinem pressurised metered-dose inhaler (pMDI) und Trockenpulverinhalation (DPI) möglich. "ACOS tritt bei mehr Patienten auf, als man denkt, und mit steigendem Lebensalter wächst die Bronchitis-Gefahr. Zwei Exazerbationen der COPD pro Jahr verringern die Überlebensrate dramatisch."

Mit dem FOSTER® NEXThaler® können seit März 2013 auch Patienten, die einen Pulverinhalator bevorzugen, eine einfache und sichere Therapie mit der Fix-Kombination aus Beclometason und Formoterol in extrafeiner Formulierung erhalten. Voss-Dirks wies darauf hin, dass die richtige Anwendung des Devices immer wieder geschult werden muss. Umso wichtiger ist, dass der Patient auch in der Apotheke das verordnete Device erhält. "Austausch ist für den Patienten eine Katastrophe, Arzt und Apotheker sollten sich hier einig sein“, schloss Voss-Dirks.

ab

Literaturhinweise:
(1) Calverley PM et al. Respir Med 2010; 104:1858-1868
(2) Singh D et al. BMC Pulmonary Medicine 2014; 14: 43
(3) Scichilone N et al.,J Asthma Allergy. 2013; 6: 11-21.

Quelle: Asche-Chiesi-Launch-Pressegespräch im Rahmen des DGP, Bremen, 27.3.14


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