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Medizin

25. März 2013 DGP: Weniger Symptome und mehr Lebensqualität unter Roflumilast

In der nicht-interventionellen Studie (NIS) DACOTA (Daxas® in der COPD Therapie) zum Gesundheitszustand und zur Lebensqualität von Patienten unter der Therapie mit Roflumilast konnte gezeigt werden, dass sich unter der Add-on-Therapie mit Roflumilast der Gesundheitszustand der Patienten innerhalb eines halben Jahres signifikant um 21,6% und die Lebensqualität um 23,0 Prozent besserte (1,2). Bereits nach drei Monaten zeigten sich erste positive gesundheitliche Veränderungen, die bis zum Abschluss der Beobachtungen weiter zunahmen.

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Fachinformation

Patienten mit häufigen Exazerbationen in der Vergangenheit profitierten besonders. Dies wurde im Rahmen des 54. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Hannover vorgestellt. Ziel der Studie war es, über die klinischen Zulassungsstudien hinausgehende Informationen zum Einsatz des Phosphodiesterase-4-Hemmers im klinischen Alltag zu generieren.

Die 3.597 Studienteilnehmer waren Patienten mit schwerer COPD (ab GOLD-Stadium III, FEV1 > 50% vom Soll) und chronischer Bronchitis sowie häufigen Exazerbationen in der Vergangenheit. Die Standardtherapie mit Bronchodilatatoren wurde durch die dauerhafte Gabe von Roflumilast ergänzt. Mit dem Einsatz von zwei standardisierten Fragebögen zum Gesundheitszustand (CCQ) und zur Lebensqualität (CAT) konnte ein Vorher-Nachher-Vergleich der Ausgangswerte mit den Ergebnissen nach drei und sechs Monaten erfolgen. Die DACOTA-Studie lief über einen Zeitraum von drei Jahren an 739 deutschen Studienzentren.

Lebensqualität und Gesundheitszustand im Fokus

Der CCQ (Clinical COPD Questionnaire) zur Bewertung des aktuellen Gesundheitszustands umfasst 10 Fragen. Auf einer Skala von 0-10 können Parameter wie Kurzatmigkeit, Husten/Verschleimung und der Grad der körperlichen Belastung eingeschätzt werden. Je höher der Gesamtscore, desto stärker sind Patienten durch die COPD beeinträchtigt. Die Ergebnisse geben einen aussagekräftigen Überblick zu Symptomen sowie dem funktionalen und mentalen Status der Patienten. Der direkte Vergleich einzelner Antworten innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters ergab, dass eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustands, insbesondere bei den Häufig-Exazerbierern, stattgefunden hat (1).

Zur Evaluation der Lebensqualität von COPD-Patienten wurde ergänzend zum CCQ der CAT (COPD Assessment Test) verwendet. Auf einer Skala von 0-5 werden acht Fragen zum Allgemeinbefinden beantwortet. Die Höhe der Gesamtsumme spiegelt den individuellen Grad der Belastung durch die COPD-Erkrankung wider: Die möglichen 40 Punkte verteilen sich auf die vier Belastungsgrade gering, mittel, hoch und sehr hoch. Unter Roflumilast als Add-on-Therapie konnte die Lebensqualität der Teilnehmer klinisch und statistisch signifikant von 25,4 um 5,98 auf 19,65 Punkte gesenkt werden, was einer Verbesserung des Belastungsgrads von hoch nach mittel entspricht.

Roflumilast Add-on zur Standardtherapie empfohlen

Mit Roflumilast konnte bei COPD-Patienten der Gesundheitszustand und die Lebensqualität signifikant verbessert werden. Beide Parameter spielen auch im aktuellen Update der GOLD-Leitlinie eine wichtige Rolle (3). Die neue Version stärkt den Einsatz des PDE4-Hemmers als antiinflammatorische Substanz bei Patienten der Kategorien C und D. Roflumilast wird in Kombination mit einem langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) oder langwirksamen Muskarinrezeptor-Antagonisten (LAMA) gleichwertig zur LABA/LAMA-Kombination empfohlen.
 
Literaturhinweis:
(1) Kardos P et al. Deutsche Gesellschaft für Pneumologie 2013, #P359.
(2) Kardos P et al. Deutsche Gesellschaft für Pneumologie 2013, #P407.
(3) Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease. Global strategy for the diagnosis, management and prevention of COPD. Updated 2013.

Quelle: Takeda


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