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Medizin

23. Mai 2012 DIALOGUE-Register: Erstes prospektives Register über Typ-2-Diabetiker mit manifester Hypertonie in Deutschland

Rund 90 Prozent der Typ-2-Diabetiker leiden gleichzeitig an Hypertonie, was auf gemeinsame Risikofaktoren wie falsche Ernährung und mangelnde Bewegung sowie die steigende Lebenserwartung zurückzuführen ist. Schon Diabetes allein erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen wie etwa Schlaganfall oder Lungenödeme. Ein Patient mit Typ-2-Diabetes und Hypertonie hat ein bis zu vierfach erhöhtes kardiovaskuläres Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko gegenüber einem Nicht-Diabetiker mit Bluthochdruck (1).
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In der Vergangenheit wurden durch die Leitlinien fixe Zielwerte vorgegeben, deren Gültigkeit für bestimmte Patientenpopulationen immer mehr in Frage gestellt wird. Hintergrund dafür waren u. a. die enttäuschenden Ergebnisse der großen Endpunktstudien ACCORD, ADVANCE und VADT, in denen eine strikte Zielwert-Erreichung keine signifikanten Überlebensvorteile, sondern teilweise sogar eine höhere Mortalität nach sich zogen. Die individuelle Zielwerterreichung für Diabetiker rückt daher immer weiter in den Vordergrund.

Das DIALOGUE-Register: Individuelle Zielwerterreichung unter antidiabetischer und antihypertensiver Therapie

Mit dem DIALOGUE-Register plant Novartis Pharma GmbH für das Jahr 2012 die Erfassung des individuellen Behandlungserfolges verschiedener antidiabetischer und antihypertensiver Therapien sowie deren Kombination in Bezug auf die individuelle Zielwerterreichung nach 24 Monaten. Mit 10.000 hypertonen Typ-2-Diabetikern aus rund 600 Arztpraxen in ganz Deutschland wird DIALOGUE das weltweit erste Register sein, das die Ergebnisse einer kombinierten antidiabetischen und antihypertensiven Therapie auswertet. Verglichen werden im DIALOGUE-Register Inkretin-basierte und nicht-Inkretin-basierte Diabetestherapien sowie RAAS-basierte und nicht-RAAS-basierte Hypertonietherapien. Weiterhin findet die Anwendung von Fixkombinationen vs. freien Kombinationen besondere Beachtung.

Für Prof. Dr. Dr. Diethelm Tschöpe, Vertreter des Steering Commitee (mit Dr. Anselm K. Gitt und Prof. Dr. Roland E. Schmieder), auch Vorsitzender der DHD-Stiftung und Direktor des Diabeteszentrums am HDZ NRW in Bad Oeynhausen, ist „ein Register wie DIALOGUE – längst überfällig. Den größten Stellenwert wird die ganz individuelle Zielwerterreichung der hypertonen Diabetiker besitzen: Die idealen Blutzucker- und Blutdruckwerte werden vom behandelnden Arzt auf jeden Patienten angepasst, abhängig von Lebensalter, Komorbiditäten oder Lebenserwartung.“

Der Start der Patientenrekrutierung für das DIALOGUE-Register ist für Sommer 2012 vorgesehen. Interimsanalysen sind nach sechs und zwölf Monaten geplant. Nach optionalen Follow-ups nach 36 bzw. 48 Monaten ist der Bericht über die klinischen Daten im April 2016 zu erwarten

Literaturhinweis:
(1) Haffner SM et al. Mortality from coronary heart disease in subjects with type 2 diabetes and in nondiabetic subjects with and without prior myocardial infarction. N Engl J Med 1998, 339: 229-234.

Quelle: Novartis


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