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Medizin

01. März 2019 Darmkrebs-Prävention: Die Initiative liegt noch immer beim Patienten

Zwar hat der G-BA die Weichen für ein organisiertes Darmkrebs-Screening gestellt, er ist dabei allerdings hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dr. Christa Maar, Präsidentin des Netzwerks gegen Darmkrebs und Vorstand der Felix Burda Stiftung, hofft daher, dass Initiativen wie FARKOR und die „Dekade gegen Krebs“ die Krebsprävention in Deutschland voranbringen.
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Fachinformation
Mit 2-jähriger Verspätung hat es der Gemeinsame Bundesausschuss 2018 dann doch noch geschafft und eine Richtlinie zum Darmkrebs-Screening veröffentlicht. Einstweilen hatten etwa die Niederlande ihr Programm längst etabliert und erreichen bis heute durchweg Teilnahmeraten über 70%. Ein Vorbild, an dem sich der G-BA hätte orientieren können, gab es also. Zudem haben deutsche wissenschaftliche Fachgesellschaften und medizinische Berufsverbände dem G-BA Empfehlungen für ein organisiertes Darmkrebs-Screening an die Hand gegeben.

Doch was als wesentliches Erfolgskriterium angesehen wird, findet sich in der Richtlinie nicht: Der Versand des Testkits zusammen mit dem Einladungsschreiben. „Nach wie vor muss man sich den Test beim Arzt abholen und ihn auch wieder dorthin zurückbringen“, beklagt Maar. „Dieses Verfahren ist nicht geeignet, unsere sehr niedrigen Teilnahmeraten am Darmkrebs-Screening wesentlich zu erhöhen.“

Quelle: In Kooperation mit der Medical Tribune Deutschland


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