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Medizin

03. April 2019 Demenz: Schlafstörungen müssen besser erfasst werden

Atmungsgestörter Schlaf kann das Gehirn belasten und erhöht das Demenzrisiko: Fast 90% der dementen Patienten in einer altersmedizinischen Krankenhausumgebung leiden an Apnoe im Schlaf; das haben nun Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und des Universitätsklinikums Essen herausgefunden. Rund 40% der Patienten hatten eine leichte und fast 48% eine mittlere bis schwere Atmungsstörung.
Mit nasaler Sauerstoffgabe oder positiver Atemdrucktherapie kann Abhilfe geschaffen werden: Beide Therapien versorgen die Schlafenden mit Sauerstoff, so dass ihr Gehirn während der kurzen Atemaussetzer keinen Sauerstoffmangel erleidet. Studien zeigten bereits, dass sich durch diese Maßnahmen die Denkfähigkeit auch bei Demenzerkrankten etwas verbessert.

Sauerstoffbehandlung statt Atemmaske

„Je früher wir die Atmungsstörungen erkennen und behandeln, umso mehr könnten auch Patienten mit leichter Demenz davon profitieren, und die Krankheit schreitet vermutlich langsamer voran“, so Prof. Dr. Dirk Hermann, Essen. Das Problem ist jedoch, dass die Atemmasken oft als störend empfunden werden. Weniger als ein Drittel der untersuchten Patienten konnte die Maske über mehr als 6 Stunden benutzen. Die Sauerstoffbehandlung ist hier eine sehr geeignete Alternative. Die Forscher sehen deshalb weiteren Forschungs- und Innovationsbedarf, um neue Therapien zu entwickeln, die auch von alten Patienten gut vertragen werden.

Quelle: Universität Duisburg-Essen


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