Freitag, 29. Mai 2020
Navigation öffnen

Medizin

30. Oktober 2019 Diabetes: Forschungskooperation stellt pankreatische Betazell-Regeneration in den Fokus

Das Institut für Diabetes- und Regenerationsforschung des Helmholtz Zentrums München und das global tätige Pharmaunternehmen Eli Lilly and Company (Lilly) haben eine neue strategische Forschungskooperation auf dem Gebiet der pankreatischen Betazell-Regeneration ins Leben gerufen. Gemeinsames Ziel ist es, die Behandlung von Diabetes mellitus zu verbessern und zu beschleunigen.
Anzeige:
Ziel: Ursächliche Heilung

Diabetes mellitus ist eine komplexe und vielschichtige Erkrankung, die durch den fortschreitenden Verlust oder der Dysfunktion von insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse gekennzeichnet ist. Die mit Diabetes verbundenen Langzeitkomplikationen und Komorbiditäten zählen zu den verheerendsten und schwerwiegendsten gesellschaftlichen Bedrohungen. Während bereits bedeutende Fortschritte im tagtäglichen Umgang mit der Erkrankung selbst erzielt wurden, ist nach wie vor keine der aktuell verfügbaren Therapien in der Lage, Diabetes ursächlich zu heilen oder zumindest deren Fortschreiten aufzuhalten. Anspruch an Wissenschaftler ist daher, neue Therapieansätze zu entwickeln, durch die der Krankheitsverlauf maßgeblich verlangsamt oder rückgängig gemacht werden kann.

Wiederherstellung der Betazellen-Funktionalität

Das Helmholtz Zentrum München und Lilly folgen dem dringenden Aufruf und erforschen wie Betazellen zur endogenen Regeneration angeregt werden können. Sie fokussieren sich dabei auf die Identifizierung und Validierung neuer, potentiell therapeutisch nutzbarer Zielmoleküle und Signalwege. Langfristiges Ziel ist es, neue Therapien zu entwickeln, die die Anzahl und Funktionalität der verbleibenden Betazellen des Patienten während der fortschreitenden Entwicklung der Diabeteserkrankung erhalten und/oder wiederherstellen können.

Kooperation zwischen Helmholtz Zentrum München und Lilly

Prof. Heiko Lickert, Direktor des Instituts für Diabetes- und Regenerationsforschung, erklärt: „Die Zusammenarbeit mit Lilly eröffnet neue Möglichkeiten: Unsere Stärken in der Grundlagen- und Translationsforschung am Helmholtz Zentrum München zusammen mit Lillys Expertise in der Entwicklung von Medikamenten und Therapien ermöglichen ein effizientes Identifizieren neuer therapeutischer Ansatzpunkte.“
Dr. Ruth Gimeno, Lilly, stimmt zu: „Die Verlangsamung des Krankheitsverlaufs bei Diabetes sowie das tatsächliche Heilen der Erkrankung sind wichtige Ziele innerhalb der Diabetesforschung bei Lilly. Es freut uns sehr, gemeinsam mit dem Helmholtz Zentrum München Signalwege und Ansatzpunkt zu identifizieren, die das Potenzial haben, neuartige krankheitsverändernde Therapien für Diabetiker zu ermöglichen.“ 

Quelle: Helmholtz Zentrum München


Anzeige:
Fachinformation

Das könnte Sie auch interessieren

Darmkrebsmonat März: Alkohol ist ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs

Darmkrebsmonat März: Alkohol ist ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs
© karepa / Fotolia.com

Das Trinken von Alkohol ist gesellschaftlich breit akzeptiert, trotz der Risiken, die mit seinem Konsum einhergehen. Alkohol ist an der Entstehung von mehr als 200 Erkrankungen beteiligt, so die Autoren des Alkoholatlas Deutschland 2017. Leberschäden gehören dabei zu den weitgehend bekannten Folgen. Doch auch das Risiko für Darmkrebs steigt. Anlässlich des Darmkrebsmonats März macht die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) darauf aufmerksam, dass auch der vergleichsweise moderate Konsum von Alkohol das...

Betroffene teilen Erfahrungen und geben Depression eine Stimme – nutzergenerierte Website gestartet

Betroffene teilen Erfahrungen und geben Depression eine Stimme – nutzergenerierte Website gestartet
© Artem Furman / fotolia.com

Eine interaktive und multimediale Aufklärungs-Webseite über Depression ist neu an den Start gegangen. Auf der Seite können Betroffene und Angehörige in eigenen Beiträgen über ihre Erfahrungen mit Depression berichten und der Erkrankung so eine Stimme geben. Die Betroffenen können für die Website schriftliche Erfahrungsberichte oder Audio- und Video-Dateien einreichen.

Ausgewogene Ernährung reduziert Krebsrisiko

Ausgewogene Ernährung reduziert Krebsrisiko
© Daniel Vincek / Fotolia.com

Mit einer ausgewogenen und ballaststoffreichen Ernährung erhält der Körper nicht nur wertvolle Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette, sondern auch wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Umgekehrt gilt: Mit dem stetigen Bevorzugen bestimmter Lebens- und Genussmittel schadet man der eigenen Gesundheit. „Das heißt, schon mit der Ernährung kann das Risiko für Darmkrebs erhöht oder gesenkt werden“, betont Lars Selig, Leiter des Ernährungsteams am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). „Also: Nicht...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Diabetes: Forschungskooperation stellt pankreatische Betazell-Regeneration in den Fokus "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Söder wird bedroht – Wie bereits Christian Drosten und Karl Lauterbach vor ihm, hat nun auch Markus Söder eine postalische Drohung erhalten: Ein Umschlag mit einem Reagenzglas „voll“ SARS-CoV-2 und der Aufforderung dies zu trinken, um immun zu werden (dpa, 29.05.2020).
  • Söder wird bedroht – Wie bereits Christian Drosten und Karl Lauterbach vor ihm, hat nun auch Markus Söder eine postalische Drohung erhalten: Ein Umschlag mit einem Reagenzglas „voll“ SARS-CoV-2 und der Aufforderung dies zu trinken, um immun zu werden (dpa, 29.05.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden