Mittwoch, 19. Februar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

30. Oktober 2019 Diabetes: Forschungskooperation stellt pankreatische Betazell-Regeneration in den Fokus

Das Institut für Diabetes- und Regenerationsforschung des Helmholtz Zentrums München und das global tätige Pharmaunternehmen Eli Lilly and Company (Lilly) haben eine neue strategische Forschungskooperation auf dem Gebiet der pankreatischen Betazell-Regeneration ins Leben gerufen. Gemeinsames Ziel ist es, die Behandlung von Diabetes mellitus zu verbessern und zu beschleunigen.
Anzeige:
Ziel: Ursächliche Heilung

Diabetes mellitus ist eine komplexe und vielschichtige Erkrankung, die durch den fortschreitenden Verlust oder der Dysfunktion von insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse gekennzeichnet ist. Die mit Diabetes verbundenen Langzeitkomplikationen und Komorbiditäten zählen zu den verheerendsten und schwerwiegendsten gesellschaftlichen Bedrohungen. Während bereits bedeutende Fortschritte im tagtäglichen Umgang mit der Erkrankung selbst erzielt wurden, ist nach wie vor keine der aktuell verfügbaren Therapien in der Lage, Diabetes ursächlich zu heilen oder zumindest deren Fortschreiten aufzuhalten. Anspruch an Wissenschaftler ist daher, neue Therapieansätze zu entwickeln, durch die der Krankheitsverlauf maßgeblich verlangsamt oder rückgängig gemacht werden kann.

Wiederherstellung der Betazellen-Funktionalität

Das Helmholtz Zentrum München und Lilly folgen dem dringenden Aufruf und erforschen wie Betazellen zur endogenen Regeneration angeregt werden können. Sie fokussieren sich dabei auf die Identifizierung und Validierung neuer, potentiell therapeutisch nutzbarer Zielmoleküle und Signalwege. Langfristiges Ziel ist es, neue Therapien zu entwickeln, die die Anzahl und Funktionalität der verbleibenden Betazellen des Patienten während der fortschreitenden Entwicklung der Diabeteserkrankung erhalten und/oder wiederherstellen können.

Kooperation zwischen Helmholtz Zentrum München und Lilly

Prof. Heiko Lickert, Direktor des Instituts für Diabetes- und Regenerationsforschung, erklärt: „Die Zusammenarbeit mit Lilly eröffnet neue Möglichkeiten: Unsere Stärken in der Grundlagen- und Translationsforschung am Helmholtz Zentrum München zusammen mit Lillys Expertise in der Entwicklung von Medikamenten und Therapien ermöglichen ein effizientes Identifizieren neuer therapeutischer Ansatzpunkte.“
Dr. Ruth Gimeno, Lilly, stimmt zu: „Die Verlangsamung des Krankheitsverlaufs bei Diabetes sowie das tatsächliche Heilen der Erkrankung sind wichtige Ziele innerhalb der Diabetesforschung bei Lilly. Es freut uns sehr, gemeinsam mit dem Helmholtz Zentrum München Signalwege und Ansatzpunkt zu identifizieren, die das Potenzial haben, neuartige krankheitsverändernde Therapien für Diabetiker zu ermöglichen.“ 

Quelle: Helmholtz Zentrum München


Das könnte Sie auch interessieren

Forsa-Umfrage: Jede dritte Frau hat Sorgen vor Klinikaufenthalt

Forsa-Umfrage: Jede dritte Frau hat Sorgen vor Klinikaufenthalt
© VILevi / Fotolia.com

Vergessenes OP-Besteck im Körper, Komplikationen durch fehlerhafte Medizinprodukte oder Infektionen mit Keimen – immer wieder kommt es in deutschen Krankenhäusern zu solchen Zwischenfällen. Laut Medizinischem Dienst der Krankenkassen (MDK) lag die offizielle Zahl der bestätigten Behandlungsfehler im vergangenen Jahr bundesweit bei knapp 3.500. Das verunsichert Patienten verständlicherweise vor wichtigen medizinischen Eingriffen. Frauen sorgen sich häufiger als Männer vor einem Klinikaufenthalt, so das aktuelle Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag...

Neu aus dem ÄZQ: Patientenleitlinie "Kreuzschmerz"

Neu aus dem ÄZQ: Patientenleitlinie "Kreuzschmerz"
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Bettruhe, Bewegung oder Medikamente – welche Behandlung ist bei Beschwerden im Kreuz die richtige? Was Fachleute derzeit empfehlen, lesen Patientinnen und Patienten in der neuen ÄZQ-Patientenleitlinie "Kreuzschmerz". Jeder kennt Kreuzschmerzen. Oft sind sie harmlos und gehen von alleine weg. Die Schmerzen können aber auch länger andauern oder wiederkehren. Das kann belasten und im Alltag einschränken. Gegen die Schmerzen werden viele Behandlungen angeboten: einige helfen, andere nicht.

"Vorsorge für den Ernstfall" - Verbraucherinformation der DKV

"Vorsorge für den Ernstfall" - Verbraucherinformation der DKV
© pressmaster / Fotolia.com

Ein schlimmer Unfall oder eine schwere Krankheit kann Menschen in eine Situation bringen, in der sie sich nicht mehr mit dem Arzt verständigen können. Dann hilft eine Patientenverfügung: Hier kann jeder festlegen, welche medizinische Versorgung er im Notfall wünscht – und welche nicht. Das Dokument entlastet auch die Angehörigen, die als Betreuer sonst Entscheidungen über lebenserhaltende Maßnahmen treffen müssten. Wie eine Patientenverfügung aussehen muss, damit sie gültig ist, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der...

Wenn Stress den Rücken krank macht: Rückenschmerzen – eine Volkskrankheit

Wenn Stress den Rücken krank macht: Rückenschmerzen – eine Volkskrankheit
© Stasique / Fotolia.com

In Deutschland sind Rückenprobleme die Volkskrankheit Nummer 1. Laut dem DAK Gesundheitsreport leiden 75 % der Berufstätigen in Deutschland mindestens einmal im Jahr an Rückenbeschwerden – der zweithäufigste Grund für eine Krankschreibung. Manchmal ist die Ursache schnell gefunden, beispielsweise wenn der Patient kürzlich einen Unfall hatte oder an einer Erkrankung der Wirbelsäule leidet, und die Beschwerden lassen sich dementsprechend behandeln. Viel häufiger jedoch steht nach umfangreicher medizinischer Abklärung keine körperlich...

Rund 40 Prozent der Angstpatienten brechen MRT-Untersuchung ab

Rund 40 Prozent der Angstpatienten brechen MRT-Untersuchung ab
© Medserena AG

Klaustrophobie hält 15 Prozent der Patienten davon ab, sich trotz starker Schmerzen mittels der Magnetresonanztomografie untersuchen zu lassen. Dies hat für Ärzte, Therapeuten und Krankenkassen kostenintensive Folgen. Am schlimmsten betroffen ist jedoch der Patient selbst: Statt sich einer Diagnose zu stellen, leidet er oftmals monatelang unter starken Schmerzen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Angstpatienten die MRT-Untersuchung akzeptieren, wenn Fachpersonal sie vor und während des Termins persönlich intensiv begleitet und berät. Zudem ist es wichtig, dass...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Diabetes: Forschungskooperation stellt pankreatische Betazell-Regeneration in den Fokus "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.