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Medizin

12. Februar 2015 Differenzialdiagnostik und Therapie der Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhoe

Durchfall ist nicht gleich Durchfall, sondern kann anstelle eines leichten Infekts auch ein Hinweis auf andere Erkrankungen sein. Liegen bestimmte Risikofaktoren vor, wie z. B. eine Antibiotikatherapie in den letzten drei Monaten, können häufige Durchfälle auch auf eine Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhoe (CDAD) hindeuten. Das Thema Differenzialdiagnostik spielt somit eine entscheidende Rolle in der Hausarztpraxis. Die RIEMSER Pharma GmbH stellt interessierten Ärzten im Rahmen der CME-zertifizierten OmniaMed-Fortbildungen aktuelle Informationen rund um die CDAD zur Verfügung und gibt diesen damit das nötige Wissen für eine optimale Versorgung der Patienten an die Hand.

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Erste Warnzeichen für eine Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhoe sind der abrupte Beginn von mehrfach täglich wässrigen Durchfällen, begleitet von einem charakteristisch fauligen Geruch und krampfartigen Schmerzen im unteren Abdomen. Risikofaktoren wie eine Antibiotikatherapie in den letzten drei Monaten, ein vorheriger Krankenhausaufenthalt, ein Alter der Patienten über 65 Jahre, die Einnahme von Protonenpumpenhemmern sowie Komorbiditäten können den Verdacht auf eine CDAD untermauern (1, 2).

Über den Nachweis der Toxine A und B mittels ELISA oder der Toxin-Gene mittels PCR erfolgt dann im nächsten Schritt die sichere Diagnosestellung. Prof. Dr. George Micklefield, Gastroenterologe aus Münster, weist auf die enorme Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose hin: "Der Verlauf einer Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhoe ist oftmals schwer einzuschätzen. Die spontane Abheilung begegnet dem Arzt in der Praxis ebenso wie die schnelle Entwicklung von vital bedrohlichen Verläufen. Um gerade Letzteres zu verhindern ist es erforderlich, die tückische Erkrankung rechtzeitig zu diagnostizieren und eine geeignete Therapie einzuleiten."

ESCMID empfiehlt orales Vancomycin Bei allen Formen der CDAD hat sich orales Vancomycin als frühzeitig einsetzbare Therapieoption bewährt: Der Wirkstoff überzeugt im Vergleich zu Metronidazol vor allem durch eine bessere Wirksamkeit (97% vs. 76% bei schweren Fällen) (3). "Unter Metronidazol wurde in den vergangenen Jahren zudem vermehrt über eine abnehmende Therapiesicherheit und ein erhöhtes Risiko für Behandlungsfehler, Rezidive und Mortalität berichtet“, erklärt Micklefield (4-8). Im Vergleich zu dem im Jahr 2013 eingeführten Wirkstoff Fidaxomicin weist orales Vancomycin eine äquivalente Heilungsrate auf.

"Der Einsatz von Fidaxomicin ist aus meiner Sicht mit Blick auf die empfohlenen Strategien zum rationalen Einsatz von Antiinfektiva (Antibiotic Stewardship, ABS) aktuell nur als Reserveantibiotikum für sehr schwere Fälle in der Klinik zu empfehlen. Langfristige Erfahrungen mit dem relativ neuen Wirkstoff stehen noch aus", so der Gastroenterologe. "Orales Vancomycin bleibt für mich damit Mittel der Wahl", berichtet Micklefield. Neben Experten setzen auch renommierte Fachgesellschaften wie die European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ESCMID) auf den Einsatz von oralem Vancomycin: In Fällen einer schweren CDAD, komplizierten Verläufen und Rezidiven sehen die Leitlinien orales Vancomycin als First-Line-Therapie vor. Bei schweren und komplizierten CDAD-Fällen erhält orales Vancomycin nach ESCMID den höchsten Empfehlungsgrad auf Basis höchster Evidenz. "Die besondere Galenik von Vancomycin ENTEROCAPS® 250 mg sorgt darüber hinaus für eine verzögerte Freisetzung des Wirkstoffs und wirkt sich in der Praxis auch positiv auf die Compliance der Patienten aus", resümiert Micklefield.

Aktuelles Wissen rund um die CDAD

Die Relevanz der Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhoe für die Hausarztpraxis nimmt zu: So treten mittlerweile mehr als 40 % der CDAD-Fälle im ambulanten Bereich auf. Hausärzte sind daher immer mehr gefragt, die Symptome und Risikofaktoren der CDAD frühzeitig zu erkennen und richtig zu deuten. Im Rahmen der CME-zertifizierten OmniaMed-Fortbildungen vermitteln Experten deutschlandweit aktuelles Wissen rund um die CDAD, ihre Diagnose und die richtige Therapie. Interessierte Ärzte können sich direkt bei der RIEMSER Pharma GmbH unter der Faxnummer +49 38351 76-48 anmelden. Weitere Informationen sind unter www.vancomycin.de zu finden.

OmniaMed-CME-Fortbildungsveranstaltungen im Überblick
18. März 2015 Hamburg
15. April 2015 Düsseldorf
17. Juni 2015 Dresden
8. Juli 2015 Hannover
22. Juli 2015 München
2. September 2015 Berlin

19. September 2015 Karlsruhe
26. September 2015 Frankfurt
24. Oktober 2015 Münster
11. November 2015 Leipzig
2. Dezember 2015 Nürnberg


Anmeldung unter der Servicefaxnummer +49 38351 76-48

Literaturhinweise:
(1) RKI-Ratgeber für Ärzte, Clostridium difficile, 2011.
(2) Kelly, Clin Microbiol Infect 2012; 18 (Suppl. 6): 21-7.
(3) Zar et al., Clin Infect Dis 2007; 45: 302-7.
(4) Pepin et al., Clin Infect Dis 2005; 40: 1591-7.
(5) Kuijper et al., Clin Infect Dis 2008; 47: 63-5.
(6) Wilson et al., Clin Infect Dis 2010; 50: e77-81.
(7) Musher et al., Clin Infect Dis 2005; 40: 1586-90.
(8) Baines et al., J Antimicrob Chemother 2008; 62: 1046-52.

Quelle: RIEMSER


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