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Medizin

26. März 2019 Digitaler Gesundheitspreis 2019: 1. Preis an Virtual Surgery Intelligence

Zum zweiten Mal haben Novartis Pharma und Sandoz Deutschland/Hexal einen Digitalen Gesundheitspreis verliehen. Die Unternehmen unterstützen damit herausragende Projekte, die nachhaltig die Versorgung von Patienten verbessern. 7 Projekte in den Kategorien Künstliche Intelligenz, Big Data, Adhärenz und Digitale Versorgungs- und Vernetzungskonzepte standen zuletzt auf der Shortlist der unabhängigen Jury, der 9 Experten aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens angehörten.
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Sieger des Wettbewerbs wurde „VSI-Virtual Surgery Intelligence“ (apoQlarGmbH). Diese neue Technologie hilft dem Arzt im Operationssaal. Mit Hilfe einer Mixed-Reality-Brille – bei der die Umwelt anders als bei der Virtual-Reality-Brille sichtbar bleibt – lassen sich das reale Bild auf den Patienten sowie virtuelle CT- und MRT-Bilder übereinanderlegen. Der Spezialist wird damit während des gesamten Eingriffs in die Lage versetzt, exakt das Operationsgebiet zu betrachten. Ärztliche Fehler lassen sich so vermeiden, Eingriffe beschleunigen. Über Add-ons können u.a. Zusatzinformationen abgerufen und weitere Ärzte zugeschalten werden.   

Virtual-Reality-Brille zur Früherkennung neurologischer Verletzungen

Den zweiten Platz eroberte sich „eyeTrax“ (mindQ GmbH&Co. KG). Mittels Hochleistungs-Eye-Tracking-Kameras – integriert in eine Virtual-Reality-Brille – werden nach gezielten visuellen Reizen die Augenbewegungen präzise erkannt und durch die eyeTrax-Software ausgewertet. So lassen sich schnell neurologische Verletzungen erkennen, beispielsweise nach Kopftreffern beim Boxen oder beim Fußballspiel. Für die Zukunft rechnen die Entwickler damit, dass eine Früherkennung neurologischer Erkrankungen über eyeTrax-Technologie in Smartphones, Brillen, Autos oder Badezimmerspiegeln möglich sein wird.    

Digitaler Assistent zur Demenzvorhersage

Dritter wurde „neotiv“ (Neotiv GmbH), ein digitaler Assistent zur Demenzvorhersage. Genutzt werden kann die Software per neotiv-App, kostenlos erhältlich für Smartphones und Tablets. Die Entwickler verweisen darauf, dass sich erste Anzeichen einer Alzheimer Erkrankung bereits 10 bis 20 Jahre vor dem Auftreten klinischer Symptome über wissenschaftliche Tests erkennen lassen. Sie haben solche Tests deshalb in die App integriert. Beispielsweise müssen gezeigte Objekte in Bildern wiedererkannt werden. Alle Nutzer stellen ihre anonymisierten Testergebnisse dem Bürgerforschungsprojekt „Gemeinsam Gedächtnis erforschen“ zur Verfügung.  

Für den Digitalen Gesundheitspreis 2019, der insgesamt mit 50.000 Euro dotiert war, wurden 119 Projekte eingereicht. „Das zeigt uns, dass der Digitale Gesundheitspreis an Bekanntheit gewonnen hat und dass das Thema Digitalisierung weiterhin im Trend liegt“, so Dr. Sidonie Golombowski-Daffner, Novartis. Ein wichtiges Thema der Zukunft sei z.B. die Therapietreue. Hier könne Digitalisierung helfen. Dies bestätigte Dr. Stephan Eder, Sandoz. Damit die Gesellschaft den wachsenden Anforderungen an die Gesundheitsversorgung Rechnung tragen könne, müssten dringend neue Lösungen – auch digitale Konzepte – entwickelt werden. Dr. Thomas Gebhart, Bundesgesundheitsministerium (BMG), verdeutlichte, dass auch die Politik dies erkannt habe. Er berichtete über die neue Abteilung „Digitalisierung und Innovation“ im BMG und darüber, dass jetzt in jedem neuen gesundheitspolitischen Gesetz auch die Digitalisierung berücksichtigt werde.       
 

Cornelia Kolbeck

Quelle: Verleihung des Digitalen Gesundheitspreises 2019, 20.03.2019, Berlin; Veranstalter: Novartis / Sandoz

Literatur:


 


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