Freitag, 18. Januar 2019
Navigation öffnen

Aktuelle Infos für Ärzte

13. Dezember 2018 Digitalisierung: 7. Biobanken-Symposium diskutiert Möglichkeiten und Grenzen

Moderne Biobanken tragen entscheidend dazu bei, innovative diagnostische Methoden und Therapien für die Behandlung von Patienten zu entwickeln. Für die biomedizinische Forschung sind sie deshalb unverzichtbar. Unter dem Motto „Fit for purpose“ kamen am 11. und 12. Dezember 2018 rund 300 Biobankexperten in Berlin zum 7. Nationalen Biobanken-Symposium zusammen. Gemeinsam diskutierten sie Technologien, Verfahrensweisen und Trends im Biobanking.
„Biobanken müssen sich den Herausforderungen der personalisierten Medizin stellen und mit ihrer Arbeit neue Technologien und innovative Verfahren für die Forschung und Versorgung unterstützen“, eröffnete Prof. Dr. Michael Hummel, Koordinator des German Biobank Node (GBN), die Veranstaltung. Neue Verfahren, wie das Single-Cell-Sequencing oder organoide Modellmechanismen, wie sie in der onkologischen oder kardiologischen Spitzenforschung erprobt werden, stellen hohe Anforderungen an Biobanken in Bezug auf Qualitätsstandards, personelles Know-How oder die Datendokumentation. Unter dem Dach von TMF und GBN erarbeiten deutsche Biobanken gemeinsam Standards und Lösungen, um diesen Anforderungen zu begegnen.

Digitalisierung der Biobanken schreitet voran

Die Digitalisierung des Biobankings ist dafür ein wichtiger Meilenstein: erst durch die IT-Vernetzung zwischen Biobanken wird eine übergreifende Suche nach Proben und den zugehörigen Daten möglich, was die biomedizinische Forschung stark beschleunigen wird. Eine erste Version des im Rahmen von GBN entwickelten Werkzeugs zur föderierten Suche steht bereits zur Verfügung.

Erste ISO-Norm für Biobanking erschienen

Im Bereich des Qualitätsmanagements hat die im August 2018 veröffentlichte ISO-Norm 20.387 neue Maßstäbe gesetzt – es handelt sich um die erste ISO-Norm speziell für Biobanking. Die Norm wird auch auf internationaler Ebene für mehr Vergleichbarkeit im Qualitätsmanagement sorgen, sind sich die Experten einig.

Verknüpfung von Proben und Daten aus der Patientenversorgung

Große Perspektive bietet die Verknüpfung von Proben mit Daten aus der Patientenversorgung. In der Medizininformatik-Initiative (MII), die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 150 Millionen Euro gefördert wird, haben sich alle Universitätsklinika Deutschlands zusammengeschlossen, um insbesondere die Daten aus der ärztlichen Dokumentation in der Versorgung aufzubereiten, zu harmonisieren und für die Forschung verfügbar zu machen. Hierfür ist eine enge Zusammenarbeit zwischen MII und GBN geplant, die die Voraussetzungen für eine Verknüpfung mit Proben und Daten schafft. „Mit der fortschreitenden Digitalisierung werden Bioproben und Daten endlich gemeinsam nutzbar. Dieses Ziel verfolgen wir konsequent im Rahmen der Medizininformatik-Initiative”, erklärt Sebastian Claudius Semler, Geschäftsführer der TMF, anlässlich des Symposiums. „Die Standardisierung der Datenstrukturen und Analyseverfahren in der Medizininformatik-Initiative trägt maßgeblich zur Qualitätssicherung der Behandlung der Patienten im Rahmen der personalisierten Medizin bei.“

Quelle: TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)


Das könnte Sie auch interessieren

Wenn die Eltern trinken: Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf

Kinder von alkoholkranken Eltern haben keinen normalen Alltag und ihre Sorgen beschränken sich nicht mehr auf Schule oder Freizeit-Aktivitäten. Oftmals müssen sie sich viel zu früh Aufgaben und Sorgen eines Erwachsenen stellen und sind der Situation ausgeliefert. In Deutschland leben mehr als 2,6 Millionen Kinder in einer solchen Situation. Mindestens ein Elternteil dieser Kinder ist alkoholabhängig.

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?

Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe z. B. von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht. Für Patienten entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation ist, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte, leichtem Kopfweh, Unruhegefühl, schnellerem Schwitzen unter Belastung auftritt und der Patient keine ernsten Beschwerden hat. Dann handelt es sich um eine Bluthochdruck-Krise.

Patientenportal für klinische Studien macht medizinische Forschung für alle transparent und zugänglich

In Deutschland werden jedes Jahr über 500 klinische Forschungsstudien zu neuen Therapien und Medikamenten durchgeführt. Ein Großteil betrifft Volkskrankheiten wie Diabetes, Asthma, COPD, Arthrose oder Schuppenflechte und richtet sich an chronisch kranke Patienten. Leider weiß die Mehrheit dieser Patienten nichts über aktuelle Studien und die Möglichkeiten, die sich daraus für sie ergeben können. Hier setzt das Aufklärungsprinzip von Mondosano an und bietet einfach aufbereitete Informationen zu neuen Therapieformen und Forschungsprojekten. Bei Interesse vermittelt Mondosano den Patienten zusätzlich in eine für ihn geeignete Studie.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Digitalisierung: 7. Biobanken-Symposium diskutiert Möglichkeiten und Grenzen "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.