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Medizin

22. Mai 2017
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ECCO-Leitlinie bestätigt Stellenwert der Anti-TNF-Therapie bei Morbus Crohn

Die aktualisierte Leitlinie der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) (1) unterstreicht die Bedeutung der Anti-TNF-Therapie in der Induktions- und Erhaltungstherapie bei Morbus-Crohn-Patienten. Darüber hinaus betont das Expertenkomitee erstmals den hohen Stellenwert der Mukosaheilung als neues Therapieziel und in der Verlaufskontrolle (1). Eine wirksame Behandlungsoption zum Erreichen der Mukosaheilung ist die Therapie mit Adalimumab (Humira®) (2), die überdies zu einer nachhaltigen vollständigen Remission führen kann (3).
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Die Induktionstherapie mit einem TNF-Antagonisten empfehlen die Experten bei Patienten mit moderatem, aktivem Ileozökalbefall, die zuvor nicht auf eine Steroidtherapie angesprochen oder diese nicht vertragen haben. Sie ist zudem als beschleunigte Step-up-Therapie bei ausgeprägter Entzündung des Dünndarms in Erwägung zu ziehen. Überdies soll die Behandlungsoption bei Patienten mit mittelschwerem bzw. refraktärem ösophagealem oder gastroduodenalem Morbus Crohn angewandt werden (1).

In der Erhaltungstherapie spielt die Anti-TNF-Behandlung mit z.B. Adalimumab ebenfalls eine wichtige Rolle, insbesondere bei Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf oder negativen Prädiktoren. Dies gilt auch für steroidabhängige, immunsuppressivanaive Patienten, bei denen ein TNF-Antagonist nun auch in Form einer Monotherapie (zuvor nur als Kombinationstherapie) eingesetzt werden kann. Um das Potenzial der Anti-TNF-Therapie vollständig auszuschöpfen, empfiehlt die Leitlinie bei Wirkverlust nach primärem Ansprechen eine Dosisintervallverkürzung und ein sogenanntes Therapeutic Drug Monitoring (TDM), das eine Messung der Anti-TNF-Talspiegel und Anti-Drug Antibodies (ADA) beinhaltet (1).
 
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