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Medizin

28. Januar 2013 Effektives Phytotherapeutikum für den gesamten Respirationstrakt

Eine aktuelle Studie belegt, dass sich die typischen Symptome einer akuten Bronchitis durch die Gabe des Phytotherapeutikums GeloMyrtol® forte signifikant stärker und rascher zurückbilden als unter Placebo. Zudem lässt sich bei Patienten mit COPD die Häufigkeit der Exazerbationen deutlich eindämmen. Mittels optischer Kohärenz-Tomographie gelang jetzt der Nachweis, dass GeloRevoice®-Haltstabletten, die Hyaluronsäure enthalten, auf der Rachenmukosa einen Feuchtigkeitsfilm bilden und somit den Reizhusten lindern.

Vier von fünf Patienten, die eine pneumologische Praxis aufsuchen, klagen über Husten und Auswurf infolge einer Bronchitis. Speziell bei den Rauchern sind diese Beschwerden auf eine chronische Bronchitis zurückzuführen. Die akute Bronchitis ist in mehr als 90% der Fälle die Folge einer viralen Infektion, die nicht kausal zu behandeln ist. Für die symptomatische Therapie kommt auch pflanzliches Myrtol standardisiert in Betracht. Weil es mukolytische, sekretolytische und sekretomotorische Effekte aufweist, wird zäher Schleim gelöst, Sekret verflüssigt und das Abhusten erleichtert, berichtete  Professor Adrian Gillissen, Kassel.

Deutlich weniger Hustenanfälle bei akuter Bronchitis

Die klinische Relevanz der genannten Wirkmechanismen wurde vor kurzem durch eine randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie erneut unter Beweis gestellt (Gillissen A. et al., Drug Research 2012; 62: 1-9). Teilnehmer waren 413 Patienten mit definierten Kriterien der akuten Bronchitis. Die Hälfte wurde von schwerem bis sehr schwerem Husten geplagt, und 86% hatten pathologische Auskultationsbefunde. Die auf 29 deutsche Behandlungszentren verteilten Patienten erhielten zwei Wochen lang täglich entweder vier Weichkapseln Myrtol standardisiert oder vier Placebo-Weichkapseln. Verboten waren Antitussiva, Sekretolytika, inhalative Glukokortikosteroiden und Antibiotika.

Mit 98% lag die Einnahmetreue in beiden Gruppen extrem hoch. Bereits nach einwöchiger Medikation war die Frequenz der Hustenattacken um 62,1% unter Verum und um 49,8% unter Placebo verringert. Und diese Differenz ist statistisch signifikant, versicherte Gillissen. Auch sekundäre Parameter signalisierten eine signifikant stärkere Wirksamkeit des Phytotherapeutikums. So dauerte es unter Verum nur fünf bis sechs Tage, unter Placebo jedoch sechs bis acht Tage, bis sich die Zahl der Hustenanfälle halbiert hatte. Zudem wurde in der Verumgruppe der nächtliche Schlaf deutlich seltener durch Husten beeinträchtigt. Darüber hinaus klagten diese Patienten signifikant seltener über Probleme beim Abhusten. Nach zweiwöchiger Einnahme des Phytopharmakons erreichte die Responderrate mehr als 90%. Der Bronchitis Severity Score (BSS), der zu Studienbeginn in beiden Gruppen gleich hoch war, fiel unter Verum rasch ab und lag stets niedriger als unter Placebo. Dadurch wurden auch  Husten, Sputummenge, Rasselgeräusche, Brustschmerzen und Dyspnoe günstig beeinflusst.

In einer Studie mit 246 COPD-Patienten bewirkte das Phytotherapeutikum gegenüber Placebo eine signifikante Reduktion der Exazerbationen und des Verbrauchs an Antibiotika. Ferner ließ sich eine rasche Neutralisierung von Pseudomonas aeruginosa beobachten. Überdies zeigte sich an den Makrophagen ein antiinflammatorischer Effekt, wie Gillissen unterstrich.

Wirksamkeit in allen Anwendungsbereichen nachgewiesen

Derzeit lassen 27 klinische Studien mit insgesamt 6.200 Patienten den Schluss zu, dass das Phytopharmakon in allen Anwendungsbereichen seine Wirksamkeit entfaltet. Weil das Mittel im gesamten Respirationstrakt wirksam wird, profitiert also auch der Patient mit chronischer Rhinosinusitis und Etagenwechsel hin zur Bronchitis, betonte Martina Ehmen, Hohenlockstedt.

Eine trockene Mukosa in Mund und Rachen kann zu Hustenreiz und Räusperzwang führen. Abhilfe ist möglich durch GeloRevoice®-Halstabletten mit Hyaluronsäure. Nach der Einnahme bildet sich ein Hydrogel, das für eine Stunde und länger die Schleimhaut befeuchten kann. Dass auf diese Weise ein Feuchtigkeitsfilm auf der Rachenschleimhaut entsteht, ließ sich jetzt erstmals an der HNO-Abteilung des Hamburger Bundeswehr-Krankenhaues nachweisen, und zwar mittels optischer Kohärenz-Tomographie, berichtete PD Thorsten Zehlicke.

Für die retrospektive Analyse wurden die Daten von 39 Patienten ausgewertet, die alle eine trockene Mund- und Rachenschleimhaut aufwiesen. Der Großteil klagte deshalb über Reizhusten und Räusperzwang, die aber dank der Halstabletten binnen kurzer Zeit signifikant reduziert wurden. Aus der nachhaltigen Befeuchtung der Rachenmukosa durch Hyaluronsäure ergibt sich laut Zehlicke und Mitarbeitern ein innovativer und gezielter Ansatz zur Therapie des Reizhustens.                                                                                                                
kbf

Quelle: Pressekonferenz „Neue klinische Untersuchungen zu GeloMyrtol forte und GeloRevoice“, Hamburg, 23. Januar 2013; Veranstalter: G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, Hohenlockstedt


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