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Medizin

14. Juni 2020 Empirische Studie zum Thema „Eigene Endlichkeit und Sterben“

Angesichts der aktuellen Situation mit Blick auf die Bewältigung der durch das Coronavirus verursachten Pandemie ist auch das Thema Sterben verstärkt zum Gegenstand der medialen Berichterstattung geworden. Zugleich gilt aber auch weiterhin, dass viele Menschen es vermeiden, sich mit der eigenen Endlichkeit intensiver zu beschäftigen. Die vorausschauende Planung etwa durch Patientenverfügungen oder Vorsorgevollmachten stellt – nicht nur für den jüngeren Teil der Bevölkerung – nach wie vor eine Ausnahme dar. Über die eigene Betroffenheit findet selbst in der Familie, zwischen den Partnern und Freunden kaum ein Austausch statt. Die Frage nach der Beziehung zum eigenen Sterben erscheint in einer ersten Reaktion nicht nur als intime, sondern auch als nicht einfach zu beantwortende Herausforderung.
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Vor diesem Hintergrund wird der TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung und Beratung eine umfassende Studie zum Thema „Eigene Endlichkeit und Sterben“ durchführen. Ziel der Studie ist es, unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten weiterführende Orientierung in diesem wichtigen Themenkreis herzustellen.

Pandemie überfordert Menschen

Die empirische Gießener Sterbestudie erfolgt im Rahmen des durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geförderten Projektes Avenue-Pal (Analyse und Verbesserung des sektor- und bereichsübergreifenden Schnittstellen- und Verlegungsmanagements in der Palliativversorgung). „Durch die bis heute ungebrochene Verlagerung des Sterbens in die Krankenhäuser und Pflegeheime, nicht zuletzt auch durch den Einflussverlust der Kirchen – in welchen die Endlichkeit des Lebens immer eine zentrale Botschaft darstellt – scheint es einem immer größer werdenden Teil der Menschen zu gelingen, diesen finalen Sachverhalt ein Leben lang verleugnen zu können“, betont Prof. Wolfgang George, Leiter des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung und Beratung. „Die jetzt europaweit zu beobachtenden schwierigen, teils dramatischen Situationen in der Auseinandersetzung mit der Pandemie überfordern nicht nur die Betroffenen, sondern auch diejenigen, die beruflich mit der Sterbesituation als Pflegekräfte und Ärzte konfrontiert werden.“

Studie soll das Bewusstsein der Gesellschaft aufzeigen

In den vergangenen Jahren wurden bereits bundesweit diverse Gießener Sterbestudien mit unterschiedlichen Schwerpunkten erfolgreich durchgeführt. Dabei waren vor allem die Sterbebedingungen im Krankenhaus und stationären Pflegeeinrichtungen Gegenstand der Untersuchung. Zu den Teilnehmern dieser Studien gehörten insbesondere Ärzte, Pflege- und Altenpflegekräfte. In der Gießener Studie wird der Adressatenkreis erstmals auf alle interessierten Personen ausgedehnt, um so in dieser Frage ein umfassenderes Bild des gesamtgesellschaftlichen Bewusstseins und Lebens zu erhalten. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.sterbestudie.de.

Quelle: TransMIT GmbH


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