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Medizin

05. März 2020 Epilepsien: Wichtige Aspekte für eine effektive und patientengerechte Therapie

Die Behandlung von Epilepsien hat das Ziel, Anfallsfreiheit zu erreichen. „Zwei Drittel der Patienten haben eine hohe Chance, mit dem ersten oder zweiten Antikonvulsivum dieses Ziel zu erreichen“, berichtete Prof. Dr. Steinhoff, Kehl-Kork. Mittlerweile stehe ein breites Spektrum von Antiepileptika für die initiale Monotherapie und eine spätere Kombinationstherapie zur Verfügung. Für den langfristigen Behandlungserfolg sei es wichtig, die Therapie auf das Epilepsiesyndrom und zugleich auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten zuzuschneiden. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf Komorbiditäten gerichtet werden.
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Schlafstörungen und Epilepsie adäquat behandeln

Ein Großteil der Epilepsiepatienten, insbesondere therapierefraktäre, leidet unter Schlafstörungen wie Insomnie oder Schlaf-Apnoe. Viele von ihnen berichten nicht von sich aus über Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit, so die Erfahrung von Dr. Rebekka Lehmann, Berlin-Brandenburg. Aktives Nachfragen lohnt sich, denn mit Perampanel (Fycompa®) steht ein Antiepileptikum zur Verfügung, mit dem sich Anfälle und Schlafstörungen gleichermaßen verbessern lassen. Aktuelle Daten einer prospektiven, open-label Polysomnographie-Studie bei 25 erwachsenen Patienten mit therapierefraktärer fokaler Epilepsie zeigen, dass Perampanel (median 6 mg) als Zusatztherapie einen positiven Effekt auf die Schlafarchitektur hat (1). Innerhalb von 4 Wochen nach Zugabe von Perampanel verbesserten sich sämtliche Schlafparameter signifikant gegenüber den Ausgangswerten, einschließlich der Schlafdauer (p=0,037), der Einschlaflatenz (p=0,022) und der Schlafeffizienz (p=0,015). Außerdem war ein günstiger Effekt auf die Tagesmüdigkeit zu beobachten (1).

Komplexe Behandlungssituationen

Die Verträglichkeit und das Interaktionsprofil von Antiepileptika sind vor allem bei komplexen Polytherapien ein wichtiger Aspekt für die Langzeittherapie, so Dr. Florian Weissinger, Berlin. Doch gerade schwierig behandelbare Patienten seien in der Regel aus klinischen Studien ausgeschlossen, was die Therapieentscheidung im Praxisalltag zu einer Herausforderung mache. Vor diesem Hintergrund seien die Ergebnisse der nicht-interventionellen Studie ZEDEBAC relevant, die die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Eslicarbazepinacetat (ESL, Zebinix®) bei 237 Patienten mit fokalen Anfällen untersuchte (2). Sowohl in Monotherapie als auch in Kombination mit einem oder mehreren Antiepileptika verblieben zwischen 75 und 94% der Patienten über 6 Monate auf der Therapie mit ESL. Bis zu 90% der Patienten erreichten unter ESL-Monotherapie eine Anfallsreduktion um ≥ 50%. Das Verträglichkeitsprofil war insgesamt günstig, insbesondere auch bei Patienten mit komplexer antikonvulsiver Polytherapie (2).

Abdol A. Ameri

Quelle: Fachpresseveranstaltung „Epilepsie im Dialog: aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für die therapeutische Praxis“, 28.02.2020, Berlin; Veranstalter Eisai

Literatur:

(1) Rocamora R et al. Seizure 2020; 76: 137-142.
(2) Weissinger et al. Epilepsy Behav 2019; 101(Pt A):106574.


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