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Medizin

07. Mai 2014 Erfolgreiches Management von Asthma und COPD: Auf den passenden Inhalator kommt es an

Asthma bronchiale und COPD gehen zwar beide mit entzündlichen Prozessen in den Atemwegen und einer Obstruktion der Bronchien einher und führen zu ähnlichen Beschwerden, sind aber eigenständige Krankheitsbilder, die auch unterschiedlich behandelt werden müssen.

Daher spielt die Differenzialdiagnose zwischen Asthma und COPD eine Schlüsselrolle für die Therapieentscheidung, wie Dr. Justus de Zeeuw aus Köln auf einem von Teva Specialty Medicines unterstützten Symposium im Rahmen des DGIM-Kongresses berichtete (1). Vier einfache Fragen reichen in der Praxis oft aus, um die beiden Erkrankungen voneinander abzugrenzen. Während in der Asthmatherapie inhalative Kortikosteroide die Säule der Therapie darstellen, basiert das Management der COPD primär auf einer Bronchodilatation. Für den Erfolg der Inhalationstherapie ist jedoch nicht nur der Wirkstoff relevant, sondern insbesondere die effektive, dosiskonstante und reproduzierbare Deposition der inhalierten Medikamente in der Lunge. Daher sind einfach zu bedienende Inhalatoren wie Autohaler® und Easi-Breathe®, die atemzugsgetriggert funktionieren, ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg der Asthma- und COPD-Therapie.

Erste Voraussetzung für ein adäquates Management von Asthma und COPD ist die diagnostische Trennung der beiden Krankheiten. Vorherrschend bei COPD ist eine neutrophile Entzündung, die nur schlecht auf Kortikosteroide anspreche, erklärte de Zeeuw. Daher beruhe die medikamentöse Behandlung der COPD primär auf einer Bronchodilatation mittels langwirksamer Beta2-Agonisten (LABA) und/oder langwirksamer Muskarin-Rezeptor-Antagonisten (LAMA). Allergisches Asthma geht dagegen mit einer eosinophilen Entzündung einher, die gut auf inhalative Kortikosteroide anspricht. Die typischen Veränderungen in den Atemwegen sind unter einer antientzündlichen Therapie mit inhalativen Kortikosteroiden - gegebenenfalls in Kombination mit einem Beta2-Agonisten zur Bronchodilatation - reversibel.

Mit vier einfachen Fragen zum Erkrankungsalter, Allergiestatus, Tabakkonsum und der Art des Hustens lassen sich die beiden Erkrankungen in der Verdachtsdiagnose oft schon unterscheiden: Jüngeres Erkrankungsalter (< 40 Jahre), Allergie, allenfalls geringer Nikotinkonsum (< 10 Packungsjahre) und trockener Husten sprechen eher für Asthma, während ein späteres Erkrankungsalter (> 40 Jahre), Raucherstatus (> 10 Packungsjahre) und produktiver Husten auf eine COPD hinweisen, so de Zeeuw.

Atemzugsgesteuerte Inhalationssysteme vereinfachen die Anwendung

Die Wahl des individuell passenden Inhalationssystems sei ein entscheidender Aspekt für die Effektivität einer Asthma- oder COPDTherapie, berichtete Dr. Andreas Hupert, Emmendingen. Denn nur wenn der Patient mit seinem Inhalator zurechtkomme, werde er ihn auch zuverlässig und regelmäßig anwenden. Inhalationsfehler seien im Praxisalltag sowohl bei der Anwendung von Dosieraerosolen als auch von Trockenpulverinhalatoren häufig. Daher müsse durch die Verordnung möglichst einfacher Inhalatoren sichergestellt werden, dass der Patient richtig inhaliere, sagte Hupert. So hätten atemzugsgetriggerte Inhalationssysteme wie Autohaler® oder Easi-Breathe® den Vorteil, dass die oft schwierige Koordination von Auslösen des Sprühstoßes und Einatmen entfalle, erklärte der Pneumologe. Wichtig: Um zu verhindern, dass der verordnete Inhalator in der Apotheke ausgetauscht wird, sollte man "nicht am falschen Eck sparen", sondern bei jeder Rezeptierung "Aut idem" ankreuzen, riet Hupert.

Literaturhinweise:
(1) Symposium der Teva Specialty Medicines „Inhalationstherapie: Fehler erkennen, Fallen vermeiden, Erfolg maximieren" im Rahmen des 120. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, Wiesbaden, 27. April 2014.
(2) Beeh K et al. Respir Med 2004; 98: 591-597.

Quelle: Teva Specialty Medicines


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