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Medizin

18. November 2019 Erster Impfstoff gegen Ebola-Virus zugelassen

Die EU-Kommission hat am 11. November mit ERVEBO® den ersten Impfstoff zur aktiven Immunisierung von Personen ab 18 Jahren gegen das Zaire Ebola-Virus zugelassen. Diese Zulassung erfolgte unter Vorbehalt im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens. Nach Anlauf der Serienproduktion werden in den kommenden Monaten Informationen zum Herstellungsprozess nachgereicht. Eine Zulassung von ERVEBO® wird zurzeit prioritär auch für die USA durch die FDA (Food and Drug Administration) geprüft.
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Fachinformation
Nachdem bislang nur der Prüfimpfstoff V920 zur Verfügung steht, wird MSD nun mit der Produktion zugelassener Impfstoffdosen gegen das Zaire Ebola-Virus beginnen. Chantal Friebertshäuser, Geschäftsführerin von MSD Deutschland: „Die Zulassung von ERVEBO® ist ein besonderer Moment im Kampf gegen dieses tödliche Virus. Es freut mich sehr, dass der Impfstoff bei uns in Deutschland produziert wird, und wir damit einen wichtigen Beitrag zur globalen Gesundheitsversorgung leisten können.“ Erste Chargen des serielIen Impfstoffes werden im dritten Quartal 2020 erwartet. Bis dahin wird MSD eng mit der WHO, der US-Regierung und der Impfstoff-Allianz Gavi zusammenarbeiten, um einen ununterbrochenen Zugang zum Prüf-Impfstoff V920 sicherzustellen. Dieser wird bereits zur Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo eingesetzt.

250.000 Dosen des Prüfimpfstoffes wurden bis heute verteilt

Im Rahmen der klinischen Entwicklung von ERVEBO® und Anfragen der WHO folgend hat MSD bis heute mehr als 250.000 Dosen (1,0 ml) des Prüf-Impfstoffes V920 kostenfrei zur Verfügung gestellt, der über die WHO verteilt wurde. Da die serielle Herstellung von ERVEBO® erst jetzt anläuft, hat sich MSD verpflichtet, weitere Dosen des Prüfimpfstoffes V920 herzustellen, um die medizinischen Maßnahmen im Kongo kontinuierlich zu unterstützen.

„Die Zulassung von ERVEBO® ist das Ergebnis einer beispiellosen Zusammenarbeit, auf die wir alle stolz sein können“, sagte Kenneth C. Frazier, CEO der US-Muttergesellschaft Merck & Co, Inc. „Dies ist ein historischer Moment und ein Beleg für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Wissenschaft, Innovation und Public Private Partnership“, so Frazier weiter. „Nachdem man erkannt hatte, wie dringend ein Ebola-Impfstoff benötigt wurde, haben sich Beteiligte unterschiedlicher Fachgebiete dieser Herausforderung gestellt. Für MSD ist es eine Ehre, einen Beitrag im Kampf gegen das Ebola-Virus zu leisten – und wir fühlen uns diesen Bemühungen auch weiterhin verpflichtet.“

Der Prüfimpfstoff V920 wurde ursprünglich von Wissenschaftlern der staatlichen Gesundheitsbehörde des National Microbiology Laboratory von Kanada entwickelt. Die Technologie wurde anschließend von einer Tochtergesellschaft der NewLink Genetics Corporation übernommen. Ende 2014, auf dem Höhepunkt eines Ebola-Ausbruchs in Westafrika, lizenzierte MSD den Impfstoff V920 von NewLink Genetics. Seitdem hat MSD für ein breites klinisches Entwicklungsprogramm eng mit einer Reihe externer Kooperationspartner zusammengearbeitet. Die Finanzierung erfolgte zum Teil durch die US-Regierung. MSD ist für alle Aktivitäten zu Forschung, Entwicklung, Herstellung und Zulassung von V920 verantwortlich. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, eng mit anderen Interessengruppen zusammenzuarbeiten, um die kontinuierliche Entwicklung, Produktion und Verteilung des Impfstoffs sicherzustellen.
 

Quelle: MSD


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