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Medizin

06. Februar 2017 Evolocumab reduziert signifikant das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse

Die FOURIER-Studie zur Untersuchung einer möglichen Risikoreduktion kardiovaskulärer Ereignisse mit Evolocumab (Repatha®) bei Patienten mit klinisch manifesten atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankungen (ASCVD) hat ihren primären kombinierten Endpunkt (kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt (MI), nicht-tödlicher Schlaganfall, Hospitalisierung aufgrund einer instabilen Angina pectoris oder einer koronaren Revaskularisierung) und den sekundären Hauptendpunkt (kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher MI oder nicht-tödlicher Schlaganfall) erreicht. Neue Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet.
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Fachinformation
Auch die mit FOURIER-Patienten durchgeführte EBBINGHAUS-Studie zur kognitiven Funktion hat ihren primären Endpunkt erreicht. Dabei konnte die Nichtunterlegenheit von Repatha® gegenüber Placebo bezüglich der Wirkung auf kognitive Funktionen nachgewiesen werden.
 
Weitere Ergebnisse der Repatha® FOURIER-Outcome-Studie werden im Rahmen einer Late-Breaking Clinical Trials Session anlässlich der 66. American College of Cardiology (ACC) Annual Scientific Sessions am Freitag, den 17. März, um 8 Uhr Ortszeit in Washington, D.C., vorgestellt. Weitere Ergebnisse der EBBINGHAUS-Studie zur kognitiven Funktion werden im Rahmen der Late-Breaking Clinical Trials Session am Samstag, den 18. März, um 8 Uhr Ortszeit vorgestellt.
 
„In der GLAGOV-Studie haben wir gezeigt, dass Evolocumab einen Einfluss auf Atherosklerose hat – die Ursache von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Ergebnisse aus der FOURIER-Studie zeigen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Senkung des LDL-Cholesterins mit Repatha® und einer kardiovaskulären Risikoreduktion, auch bei Patienten, die bereits mit einer optimierten Statin-Therapie behandelt wurden“, so Sean E. Harper, M.D., Executive Vice President für Forschung und Entwicklung bei Amgen. „Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen nach wie vor weltweit die größte gesundheitliche Belastung dar. Wir freuen uns darauf, diese Outcome-Daten beim 66. ACC-Kongress mit den wissenschaftlichen Experten zu teilen.“
 
FOURIER (Further Cardiovascular OUtcomes Research with PCSK9 Inhibition in Subjects with Elevated Risk, Weitere Forschung zu kardiovaskulären Outcomes mit einer PCSK9-Hemmung bei Hochrisikopatienten) ist eine multinationale, doppelblinde, randomisierte, Placebo-kontrollierte Phase-III-Studie mit rund 27.500 Patienten, die entweder einen Myokardinfarkt, einen ischämischen Schlaganfall oder eine symptomatische periphere arterielle Verschlusserkrankung aufwiesen und einen LDL-C-Wert von ≥70 mg/dl oder einen Nicht-HDL-C-Wert von ≥100 mg/dl hatten sowie eine optimierte Statin-Therapie erhielten. Als optimierte Statin-Therapie war definiert: entweder mindestens 20 mg Atorvastatin oder eine äquivalente Dosis eines anderen Statins täglich, empfohlen waren nach Möglichkeit mindestens 40 mg Atorvastatin oder eine äquivalente Dosis eines anderen Statins täglich. Die Randomisierung der Patienten erfolgte entweder auf Evolocumab subkutan (140 mg alle zwei Wochen oder 420 mg monatlich) oder Placebo subkutan (alle zwei Wochen oder monatlich). Die Studie wurde fortgesetzt, bis mindestens 1.630 Patienten einen sekundären Hauptendpunkt (kardiovaskulärer Tod, MI oder Schlaganfall (je nachdem, welches Ereignis zuerst eintrat)) erlitten hatten.  
 
EBBINGHAUS (Evaluating PCSK9 Binding antiBody Influence oN coGnitive HeAlth in high cardiovascUlar risk Subjects, Untersuchung des Einflusses der PCSK9-bindenden Antikörper auf die kognitive Gesundheit bei kardiovaskulären Hochrisiko-Patienten) ist eine doppelblinde, Placebo-kontrollierte, randomisierte Nichtunterlegenheitsstudie mit rund 1.900 Patienten, die in der Outcome-Studie FOURIER eingeschlossen waren. Der primäre Endpunkt exekutive Funktion (Strategieindex: Spatial Working Memory [räumliches Arbeitsgedächtnis]) und die sekundären Endpunkte Arbeitsgedächtnis, Gedächtnisfunktion und psychomotorische Geschwindigkeit wurden bei Ausgangssituation und zu ausgewählten Zeitpunkten mithilfe eines Tablet-basierten Tests (CANTAB) bewertet.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache weltweit (1). Mehr als 60% der Hochrisikopatienten in Europa können ihren LDL-C-Spiegel mit Statinen oder anderen gegenwärtig zugelassenen lipidsenkenden Wirkstoffen nicht ausreichend senken. Unter den Patienten mit einem sehr hohen Risiko ist dieser Anteil noch einmal auf über 80% erhöht (2). Man schätzt, dass in den meisten Ländern weniger als 1% der Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie (heterozygote und homozygote Formen) diagnostiziert werden (3).

Quelle: Amgen

Literatur:

(1) World Health Organization. Cardiovascular diseases (CVDs) fact sheet. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs317/en/. Letzter Aufruf: November 2016.
(2) Halcox JP, et al. Low Rates of Both Lipid-­Lowering Therapy Use and Achievement of Low-Density Lipoprotein Cholesterol Targets in Individuals at High-­Risk for Cardiovascular Disease across Europe. PLoS One. 2015;10(2).
(3) Nordestgaard BG, Chapman MJ, Humphries SE, et al. Familial Hypercholesterolaemia is Underdiagnosed and Undertreated in the General Population: Guidance for Clinicians to Prevent Coronary Heart Disease. Eur Heart J. 2013;34:3478­3490.


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