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Medizin

24. Oktober 2018 FARKOR identifiziert familiäres Darmkrebsrisiko

Um ein familiär erhöhtes Darmkrebsrisiko bei jungen, gesetzlich versicherten Erwachsenen unter 50 Jahren frühzeitig zu identifizieren, wurde in Bayern das Projekt FARKOR (Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom) gestartet.
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Unter allen Krebsarten ist das Kolorektalkarzinom nach dem Lungenkarzinom, die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Jedes Jahr erkranken in Deutschland 61.000 Menschen. Vorsorgeuntersuchungen stehen gesetzlich Versicherten i.d.R. erst ab dem 50. Lebensjahr zur Verfügung, sodass Darmkrebs in der Altersgruppe von 25 bis 49 Jahren oft erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt wird.

Da Darmkrebs aus gutartigen Vorstufen entsteht, die 10-15 Jahre benötigen, um zu entarten, ließe sich diese Krebsart durch Vorsorge verhindern, erläuterte Dr. Christa Maar vom Vorstand der Felix Burda Stiftung.
Das Projekt FARKOR startete am 1. Oktober 2018 und ist auf 3 Jahre ausgelegt. Interessenten in Bayern im Alter von 25-49 Jahren wenden sich an einen der am Projekt beteiligten Hausärzte,  Internisten, Gynäkologen, Urologen  oder  Hautärzte unter www.darmkrebs-in-der-familie.de. Die Teilnehmer erhalten eine kostenfreie Familienanamnese, sowie bei vorliegendem Risiko die Möglichkeit zum Stuhltest bzw. einer Darmspiegelung.

Das Ziel ist es, durch die Erhebung der Familienanamnese im jungen Erwachsenenalter früh diejenigen zu identifizieren, die aufgrund von Darmkrebserkrankungen in der Familie möglicherweise eine Veranlagung für die Entwicklung von Darmtumoren haben und daher früher als Menschen ohne diese Veranlagung an Früherkennungsmaßnahmen teilnehmen sollten.

MA



 

Quelle: Quelle: Pressegespräch zu FARKOR, 18.10.2018 in München.


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