Freitag, 7. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Breezhaler
Breezhaler
Medizin
06. Februar 2018

Fatale Folgeereignisse verhindern: Direkt nach Herzinfarkt konsequent LDL senken

Nach einem akuten Myokardinfarkt sind KHK-Patienten einem hohen Risiko für Folgeereignisse ausgesetzt (1). Im ersten Jahr ist die Gefahr eines weiteren Myokardinfarkts besonders hoch: Circa 50% der Folgeinfarkte treten bereits im Folgejahr nach dem Erstinfarkt auf (1). Deshalb ist die sofortige Sekundärprävention zur Vermeidung tödlicher Folgeereignisse bei Infarktpatienten entscheidend. Im Fokus steht dabei die konsequente Senkung des LDL-Cholesterins (2). Eine Kombinationstherapie wie Atorvastatin plus Ezetimib (Tioblis®) kann dabei eine geeignete Behandlungsoption darstellen, denn sie führt zu einer signifikant stärkeren LDL-Senkung gegenüber einer Statin-Monotherapie (3).
Anzeige:
Pradaxa
Pradaxa
Eine britische Langzeitbeobachtung von Infarktpatienten zeigte: Das Mortalitätsrisiko ist für mindestens 7 Jahre nach dem initialen Ereignis 2-3 mal höher als bei der gleichaltrigen Normalbevölkerung (1). Die Überlebenswahrscheinlichkeit nach einem akuten Folgeinfarkt nimmt im Vergleich zum ersten akuten Infarkt deutlich ab. Während 7 Jahre nach dem ersten akuten Myokardinfarkt 69% (Männer) bzw. 53% (Frauen) der Patienten noch am Leben waren, haben einen wiederkehrenden Infarkt nur 42% (Männer) bzw. 26% (Frauen) der Patienten überlebt (1).

Sekundärprävention entscheidend zur Vermeidung tödlicher Folgeereignisse

Fast die Hälfte der Folgeinfarkte tritt direkt im Jahr nach dem Erstereignis auf (1). Speziell in der postakuten Phase sollte daher eine konsequente Cholesterinsenkung erfolgen. Und dafür scheint es nach unten kein Limit zu geben, wie die IMPROVE-IT-Studie (4) und jüngst auch die FOURIER-Studie (5) deutlich gemacht haben. Auch das individuelle Risiko des Patienten beeinflusst die Wahrscheinlichkeit für Folgeereignisse. Je mehr klassische Risikofaktoren vorliegen, desto größer ist das individuelle kardiovaskuläre Risiko (6).

Statine sind zwar die Mittel der ersten Wahl bei der medikamentösen lipidsenkenden Therapie, doch nicht immer können Patienten mit einem hohen Risiko für einen Myokardinfarkt damit die für sie empfohlenen niedrigen LDL-Zielwerte erreichen. Eine Therapieeskalation mit der Kombination aus Statin und Ezetimib kann dagegen den LDL-Wert im Vergleich zur Statin-Monotherapie signifikant stärker senken (3). Insbesondere Patienten nach akutem Herzinfarkt, die drei oder mehr weitere Risikofaktoren* aufwiesen, profitierten von einer stärkeren LDL-Senkung durch eine Kombinationstherapie mit Simvastatin und Ezetimib (6). Unter der dualen Lipidtherapie war das relative Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (kardiovaskulärer Tod, Myokardinfarkt, ischämischer Schlaganfall) nach 7 Jahren um bis zu 19% geringer.

Hilfe zur Therapieadhärenz

Für eine konsequente LDL-Senkung ist die Therapieadhärenz der Patienten entscheidend. Eine schlechte Adhärenz ist nachweislich mit einer erhöhten Mortalität und Morbidität verbunden (7). Wichtig ist, dass den Patienten ihre Risikosituation und die Relevanz einer sofortigen Therapie bewusst sind. Das Therapiebegleitprogramm TheraKey® von Berlin-Chemie unterstützt den Arzt bei seiner Patienten-Kommunikation rund um Fettstoffwechselstörungen. Herzstück des TheraKey® ist das Online Portal, auf dem Patienten wissenschaftlich geprüfte und produktneutrale Informationen zu Hypercholesterinämie und möglichen Therapieoptionen finden können. Die Zugangsdaten zum geschlossenen Online-Portal erhält der Patient exklusiv von seinem Arzt.

* Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ≥ 75 Jahre, Diabetes mellitus, früherer Schlaganfall, frühere Bypass-OP, pAVK, eGFR < 60 ml/min, Raucher

Quelle: Berlin-Chemie

Literatur:

(1) Smolina K et al. Circ Cardiovasc Qual Outcomes 2012; 5: 532-540
(2) 2016 ESC/EAS Guidelines for the management of dyslipidaemias. Eur Heart J 2016. doi: (10.1093/eurheartj/ehw272)
(3) Leiter LA et al. Am J Cardiol 2008; 102(11):1495–1501
(4) Cannon CP et al. N Engl J Med 2015; 372: 2387-2397
(5) Sabatine MS et al. N Engl J Med 2017; 376 (4): 1713-1722
(6) Bohula EA et al. J Am Coli Cardiol 2017; 69:911-921
(7) Shalev V et al. Arch Intern Med 2009; 169: 260-268


Anzeige:
Pneumovax
Pneumovax

Das könnte Sie auch interessieren

Reha-Maßnahme bei Diabetes Typ 2 – so geht‘s

Reha-Maßnahme bei Diabetes Typ 2 – so geht‘s
© Robert Kneschke - stock.adobe.com

Sie wissen nicht, wie Sie am Arbeitsplatz mit Ihrer Diabeteserkrankung umgehen sollen? Sie bekommen Ihren Langzeit-Blutzuckerwert HbA1c nicht in den Griff oder leiden zusätzlich unter Depressionen? Sie müssten dringend abnehmen, sich mehr bewegen und gesund ernähren? Dann könnte eine medizinische Rehabilitation die richtige Maßnahme für Sie sein. Was bei der Antragstellung zu beachten ist, erklären Experten. 

Schuppenflechte in Gelenken: Neue Therapien bei Psoriasis-Arthritis

Schuppenflechte in Gelenken: Neue Therapien bei Psoriasis-Arthritis
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Mit Rheuma werden gemeinhin Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen bezeichnet, oft einhergehend mit einer Einschränkung der Funktionsfähigkeit. Etwa 200 bis 400 einzelne Erkrankungen werden mittlerweile unter Rheuma verzeichnet, die sich im Beschwerdebild, dem Verlauf und der Prognose sehr unterscheiden. Entgegen weit verbreiteter Meinung ist es keine Erkrankung nur älterer Menschen, betont Prof. Christoph Baerwald, 1. Sprecher des Rheumazentrums am Universitätsklinikum Leipzig anlässlich des...

Rauchen ist Hauptursache für chronische Lungenkrankheit, die nicht heilbar ist

Rauchen ist Hauptursache für chronische Lungenkrankheit, die nicht heilbar ist
© Eric Limon / Fotolia.com

COPD – diese vier Buchstaben stehen für eine chronische Lungenkrankheit (chronic obstructive pulmonary disease). Sie stehen gleichzeitig auch für die weltweite Nummer Drei unter den Todesursachen. Bei 90 Prozent aller Fälle hierzulande ist die Hauptursache ziemlich klar bestimmt: das Rauchen. Zum Welt-COPD-Tag am 15. November weist Prof. Hubert Wirtz, Leiter der Abteilung für Pneumologie am UKL, auf unangenehme Wahrheiten rund um diese Krankheit hin: "COPD verkürzt die Lebenserwartung. Es ist nicht heilbar."

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Fatale Folgeereignisse verhindern: Direkt nach Herzinfarkt konsequent LDL senken"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • SARS-CoV-2: EMA startet Schnell-Prüfverfahren für Sinovac-Impfstoff
  • SARS-CoV-2: EMA startet Schnell-Prüfverfahren für Sinovac-Impfstoff