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Medizin

28. September 2017
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Fixkombination aus Fluticason und Formoterol bietet Asthmapatienten eine einfache und individuelle Therapieoption

Real-World-Daten zu Asthma waren Thema eines Satellitensymposiums beim diesjährigen Kongress der European Respiratory Society (ERS) in Mailand. Internationale Experten präsentierten Ergebnisse aus Praxisstudien, die viele Vorteile der Therapie mit der ICS/LABA-Fixkombination aus Fluticason und Formoterol (flutiform®) zeigen. In einem anschließenden „Meet-the-Expert“ erläuterte Dr. Justus de Zeeuw (Köln) die Relevanz der Ergebnisse für die tägliche Praxis bei der Asthmatherapie. Prof. Alberto Papi (Italien), Prof. David Price (GB) und Dr. Omar Usmani (GB) verdeutlichten im Rahmen des Symposiums „Are we seeing a renaissance of aerosol inhalers in asthma?“, dass trotz einer breiten Palette an inhalativen Therapeutika Asthmapatienten noch immer ein schlecht kontrolliertes Asthma aufweisen (1). Vor dem Hintergrund, dass eine unzureichende Asthmakontrolle eine verringerte Lebensqualität, mehr Krankheitstage und somit auch hohe Kosten für das Gesundheitssystem zur Folge haben, muss das Thema Asthmakontrolle stärker in den Mittelpunkt gerückt werden (1-3). Unter dem Vorsitz von Papi und Price wurden Real-World-Studiendaten präsentiert, die u. a. belegen, dass Patienten unter der Therapie mit Fluticason/Formoterol ihr Asthma besser im Griff haben. Im Vergleich zu randomisierten klinischen Studien (RCT) bieten Studien unter Praxisbedingungen (NIS*) den Vorteil einer großen externen Validität und Generalisierbarkeit für den Praxisalltag. Einen Schwerpunkt des Symposiums bildeten die Ursachen für eine unzureichende Asthmakontrolle. Neben einer schlechten Adhärenz der Patienten, Tabakkonsum und falscher Behandlung aufgrund von Fehldiagnosen, zählt laut den Experten auch eine fehlerhafte Inhalationstechnik zu den entscheidenden Auslösern (4,5).
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Fachinformation
Studie zeigt Handlungsbedarf bei Inhalationstraining

Eine häufige Meinung unter Ärzten ist, dass Dosieraerosole (MDI) mit mehr Inhalationsfehlern behaftet sind als Pulverinhalatoren (DPI). Bereits 2011 konnte in einer Querschnittstudie gezeigt werden, dass nur 12% der mit einem MDI behandelten Patienten mindestens einen kritischen Fehler begingen; im Vergleich dazu wurden bei 35 bis 44% von DPI-Nutzern mindestens ein kritischer Inhalationsfehler beobachtet (6). Die kürzlich veröffentlichte CRITIKAL-Studie (7) untersuchte u.a., welche Fehler beim Gebrauch von Dosieraerosolen und Pulverinhalatoren tatsächlich als kritisch einzustufen sind und welche potenziellen Fehler möglicherweise überschätzt werden. „Während bei DPIs ein gutes und starkes Atemzugvolumen entscheidend ist, muss bei MDIs darauf geachtet werden, dass erst nach Beginn der Inspiration der Sprühstoß ausgelöst wird“, erläuterte Usmani. Bei 38,4% (Diskus®) bzw. 32,1% (Turbohaler®) der DPI-Patienten war eine zu geringe Inspiration Ursache der schlechten Asthmakontrolle (7). Im Vergleich dazu konnte gezeigt werden, dass bei nur 24,9% der Patienten mit MDI eine fehlerhafte Inhalation aufgrund von Koordinationsschwierigkeiten erfolgte (7). „Kein Inhalator ist perfekt“, merkte Usmani an und appellierte: „Um den Behandlungserfolg zu verbessern, müssen wir diese kritischen Fehler durch gezieltes Inhalationstraining reduzieren.“ Eine Unterstützung für Arzt und Patient beim Inhalationstraining bieten Hilfsmittel, wie z.B. der FloTone – so die einhellige Meinung der Experten. Dieser könne Patienten mit MDI dabei helfen, die Inhalations-/ Auslösekoordination zu verbessern und den optimalen Inspirationsfluss zu erlernen.
 
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