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Medizin

17. Oktober 2012 Forschungspreise für Arbeit zur Fehlprogrammierung von T-Zellen bei entzündlichen Immunerkrankungen

Dr. Christina Zielinski von der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist für ihre Forschungen zur Rolle des Botenstoffes Interleukin-1beta (IL-1b) in der Fehlprogrammierung von T-Zellen bei entzündlichen Immunerkrankungen mit dem Celgene Award for Innovation and Immunology Research into Dermatological Diseases 2012 und mit dem Nils-Ilja-Richter-Preis ausgezeichnet worden. Dr. Zielinski ist Leiterin der Klinischen Forschergruppe Zelluläre Immunregulation an der Charité und der Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies.

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Fachinformation

Die Arbeitsgruppe um Dr. Zielinski erforscht unter anderem Mechanismen, die zu neuen Therapien bei entzündlichen Erkrankungen der Haut wie der Schuppenflechte, der sogenannten Psoriasis, führen können. Dr. Zielinski hat insbesondere entdeckt, dass der Botenstoff IL-1b menschliche Immunzellen autoaggressiv macht und sie somit dazu verleitet, körpereigenes Gewebe wie die Haut anzugreifen. Neue Medikamente, die den Stoff IL-1b blockieren, könnten diese Zellen umprogrammieren und ihnen anti-entzündliche Eigenschaften verleihen. Dies würde neue Therapien eröffnen, die ganz spezifisch an den ursächlichen autoaggressiven Immunzellen angreifen und somit ein sehr geringes Nebenwirkungsspektrum erwarten lassen. An diesen neuen Behandlungsmöglichkeiten wird gerade intensiv in der Gruppe von Dr. Zielinski geforscht.

Der Celgene Award wird von der European Society for Dermatological Research (ESDR) verliehen und ist mit 30.000 Euro dotiert. Er wird für die beste wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der dermatologischen Forschung innerhalb der letzten zwei bis drei Jahre an europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter 40 Jahren vergeben. Die ESDR hat das Ziel, dermatologische Forschung zu unterstützen sowie den weltweiten fachlichen Austausch zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu fördern. Der mit 10.000 Euro dotierte Nils-Ilja-Richter-Preis wird von der Deutschen Gesellschaft für Autoimmun-Erkrankungen ausgeschrieben, um konkrete Fortschritte in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen zu würdigen und zu fördern.

Quelle: Charité-Universitätsmedizin Berlin


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