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Medizin

27. März 2012 Gentest-Verfahren bei Brustkrebs soll Zahl der Chemotherapie senken

Ein neues Diagnose-Verfahren auf Basis eines Gentests soll Brustkrebspatientinnen in bestimmten Fällen eine belastende Chemotherapie ersparen. Zwölf Brustzentren im Rheinland und in Hamburg bieten erkrankten Frauen in einem Pilotprojekt den US-Test Oncotype DX zur Bestimmung des Rückfallrisikos an.

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Der Test sei "Neuland" in Deutschland, sagte die Leiterin des Brustzentrums Niederrhein, Prof. Ulrike Nitz. In den medizinischen Leitlinien werde bislang nur empfohlen, ihn innerhalb von Studien anzuwenden. Eine Analyse der Westdeutschen Studiengruppe (WSG) soll in etwa drei bis vier Jahren weitere Erkenntnisse zur Effektivität des Verfahrens bringen. Die Kosten für den Test in Höhe von 3.000 Euro übernimmt die AOK Rheinland/Hamburg für ihre Versicherten.

Im Gegensatz zu dem seit Jahren in Deutschland geläufigen uPA/PAI-1-Eiweiß-Test könne Oncotype DX Informationen zu 16 Genen liefern, die für Brustkrebs verantwortlich seien, sagte der wissenschaftliche Koordinator der WSG, Oleg Gluz. Ziel sei, den Anteil der Patientinnen, die auf eine Chemotherapie verzichten könnten, erheblich zu steigern.

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Jedes Jahr sterben nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Deutschland etwa 18.000 Frauen an dieser Krebsart, 57.000 Frauen erkranken neu daran.


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