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Medizin

29. Mai 2012 Geringere Krankheitsaktivität und höhere Lebensqualität für RA-Patienten durch Prednison MR

Niedrig dosiertes Prednison MR (modified-release; Lodotra®) zeigt in Kombination mit DMARDs eine schnelle und signifikante Verbesserung des gesamten Krankheitsverlaufs der rheumatoiden Arthritis (RA), reduziert deutlich Symptome wie Schmerzen oder Gelenksteifigkeit und ermöglicht den Patienten so eine höhere Lebensqualität – dies sind die wichtigsten Ergebnisse der klinischen Studie CAPRA-2 , die jetzt hochrangig in den Annals of Rheumatic Diseases (Ann Rheum Dis) veröffentlicht wurde.
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Fachinformation
Bereits 2008 wurde die Vorgängerstudie CAPRA-1 (Circadian Administration of Prednisone in Rheumatoid Arthritis) im renommierten Lancet veröffentlicht. „Die aktuelle Publikation von CAPRA-2 in den Annals of Rheumatic Diseases zeigt einmal mehr, dass eine niedrig dosierte Glukokortikoidtherapie in Kombination mit einer Basistherapie nach wie vor ein wichtiger Baustein der RA-Therapie ist“, so Studienleiter Professor Frank Buttgereit von der Charité Berlin über die Veröffentlichung.

Die Wirksamkeit von Prednison MR hinsichtlich Schmerzen und Gelenksteifheit, die RA-Patienten sehr stark beeinträchtigen, konnte in CAPRA-2 nachgewiesen werden. In der doppelblinden, randomisierten Multicenterstudie wurden Patienten, welche schon stabil auf DMARDs eingestellt waren, über 12 Wochen zusätzlich entweder mit niedrig dosiertem Prednison MR (Lodotra® 5mg) oder Placebo behandelt. Die bestehenden Basistherapien wurden fortgeführt. Primärer Endpunkt war die ACR-20-Response, welche eine Verbesserung der RA-Symptomatik um 20 Prozent beschreibt. Ein ACR-20-Ansprechen nach 12 Wochen erzielten 48 Prozent aller Patienten, die mit Prednison MR behandelt wurden (Placebo: 29 Prozent; p<0,001). Eine ACR-50-Response konnte bei 22 Prozent der Patienten erreicht werden (Placebo: 10 Prozent; p<0,006).

Hohe Wirksamkeit bei unterschiedlichen RA-Symptomen

Auch der DAS28-Score, bei dem unter anderem die geschwollenen und druckempfindlichen Gelenke erfasst werden, konnte bis zum Ende der Studie reduziert werden: Bei 11,3 Prozent in der Verum-Gruppe lag er zu diesem Zeitpunkt unter 2,6 Punkten (Pla-cebo: 6,7 Prozent). Morgendliche Gelenksteifigkeit konnte unter Prednison MR um 55 Prozent gesenkt werden (Placebo: 35 Prozent). Die Gelenkschmerzen wurden sowohl abends als auch morgens gemessen; sie verringerten sich in beiden Fällen unter Prednison MR.

Verbesserung der Lebensqualität

Ebenfalls in CAPRA-2 erfasst wurden Daten, mit denen die Lebensqualität der Patienten ermittelt wird: Der SF-36 Physical Components Score, der der Evaluierung der Lebensqualität bei allen chronischen Erkrankungen dient, stieg bis zum Ende der Studie um 3,6 Punkte unter der Behandlung mit Prednison MR, im Placebo-Arm dagegen nur um 1,3 Punkte (p<0,001). Auch der Fatigue Score als Teil des Messsystems FACIT (Functional Assessment of Chronic Illness Therapy) verbesserte sich signifikant gegenüber Placebo.

Prednison MR erhöht die Aktivität von Patienten mit rheumatoider Arthritis besonders effektiv, da es als einziges Low-Dose-Kortison eine Entzündungshemmung exakt zum Zeitpunkt der ansteigenden Entzündungsaktivität in der Nacht ermöglicht: Das Medikament wird abends um 22 Uhr eingenommen und wirkt aufgrund seiner programmierten Freisetzung um 2 Uhr nachts. So können RA-Patienten mit deutlich reduzierten Beschwerden in den Tag starten und alltägliche Aktivitäten besser meistern.

Quelle: Mundipharma


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