Dienstag, 10. Dezember 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

13. Dezember 2016 Mangelnde Adhärenz bei Gichtpatienten: MyTherapy App als digitale Therapieunterstützung

Patienten mit chronischen Erkrankungen dauerhaft zur Therapieadhärenz zu motivieren, stellt für Ärzte häufig eine Herausforderung dar. Gerade bei Erkrankungen mit längeren symptomfreien Intervallen, wie der Symptomatischen Hyperurikämie (Gicht), scheint die Therapietreue besonders schwierig zu sein: Beim akuten Gichtanfall helfen Medikamente direkt, Schmerzen zu lindern, während die Medikamenteneinnahme in beschwerdefreien Zeiten bei vielen Patienten in Vergessenheit gerät.
Mit der MyTherapy App können Ärzte ihre Patienten jetzt dort unterstützen, wo Therapien häufig scheitern – außerhalb der Praxis. Die kostenfreie App, die in Zusammenarbeit mit der Berlin-Chemie AG vermarktet wird, richtet sich an Patienten mit verschiedenen Erkrankungen. Sie erinnert an die Einnahme von Medikamenten oder die Messung von Werten und dient als Patiententagebuch, das den Verlauf der Behandlung festhält und Fortschritte sichtbar macht. Die digitale Unterstützung gibt es sowohl für iOS- als auch für Android-Geräte und ist im iTunes App Store und im Google Play Store verfügbar.

Obwohl es sich bei der Symptomatischen Hyperurikämie (Gicht) um eine gut behandelbare, sogar „heilbare“, chronische Erkrankung handelt, ist die Versorgungssituation in Deutschland unzureichend. Die Gründe sind vielfältig: Ein großes Problem ist die oft mangelnde Therapieadhärenz der Gichtpatienten, die insgesamt geringer ist als bei anderen chronischen Erkrankungen (1). Die reduzierte Adhärenz wiederum kann zu einer therapierefraktären Gichterkrankung mit rezidivierenden Gichtanfällen führen (2).

Aber nicht nur wiederkehrende Gichtanfälle, sondern auch schwerwiegende Komplikationen an den Nieren und anderen Organen sind die Folge von dauerhaft erhöhten Harnsäurewerten. Deshalb empfehlen die aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) (3), der European League Against Rheumatism (EULAR)4 sowie des American College of Rheumatology (ACR)5 bei Patienten mit Symptomatischer Hyperurikämie (Gicht) eine dauerhafte harnsäuresenkende Therapie auf einen therapeutischen Zielwert von ≤ 6 mg/dl (360 μmol/l), in besonders schweren Fällen sogar von < 5 mg/dl (300 μmol/l) (3-5).

MyTherapy App unterstützt konsequente Medikamenteneinnahme

Ist die regelmäßige Medikamenteneinnahme ein Problem für den Patienten, kann der Einsatz von Apps wie der MyTherapy App (www.mytherapy.therakey.de) eine sinnvolle Unterstützung sein. Der digitale Therapieassistent erinnert nicht nur in anfallsfreien Phasen an die Einnahme der Medikamente und Messung von Werten, sondern dient auch als Patiententagebuch, um Fortschritte sichtbar zu machen.

Damit hilft das integrierte Gesundheitstagebuch dem Patienten, den Therapieverlauf nachzuvollziehen, und bildet die Gesprächsgrundlage für den nächsten Arztbesuch. Die Handhabung der App ist dabei einfach und leicht verständlich. Ähnlich wie bei einer To-do-Liste kann der Patient seine Aufgaben abhaken, bis keine Aktivität mehr bleibt.

Durch die für alle Indikationen einheitliche Dokumentation der Medikamente, Messwerte und Aktivitäten erhält der Arzt zudem den Überblick über den Gesundheitsverlauf des Patienten. MyTherapy gliedert sich also nahtlos in den Therapiealltag ein. MyTherapy ist im iTunes App Store und bei Google Play kostenlos erhältlich. Weitere Informationen unter: www.mytherapy.therakey.de.

Die Funktionen von MyTherapy im Überblick MyTherapy erinnert diskret und verlässlich an
… die Medikamenteneinnahme
… anstehende Messungen wie Blutdruck oder das Gewicht
… gesundheitsrelevante Aktivitäten wie Fitness oder Spazierengehen
MyTherapy dokumentiert anschaulich
… die eingenommenen Medikamente
… den Verlauf der Messwerte
… die absolvierten sportlichen Aktivitäten
… die Krankheitssymptome und das Wohlbefinden

Quelle: Berlin Chemie

Literatur:

(1) Briesacher, BA et al. Pharmacotherapy 2008, 28(4): 437-443.
(2) Sarawate, CA et al. J Clin Rheumatol 2006, 12(2): 61-65.
(3) Kiltz U et al. Z Rheumatol 2016, 75(Suppl2): 11-60.
(4) Richette P et al. (2016) Updated EULAR evidence-based recommendations for the management of gout. Online abgerufen unter http://bit.ly/2c4cKC0 am 04.08.2016.
(5) Khanna D et al. Arthritis Care & Research 2012, Vol. 64: 1431-1446.


Das könnte Sie auch interessieren

Wenn Verwandte von Krankheitserregern Gutes tun

Wenn Verwandte von Krankheitserregern Gutes tun
© science photo / fotolia.com

Es gibt Bakterien, die Wasserstoff und Naturstoffe produzieren, was sowohl für die Umwelt als auch für die Medizin wichtig ist. In Jena hat ein Forschungsteam nun die Fähigkeit zur Wasserstoff- und Naturstoffproduktion in einer Gruppe von Bakterien nachgewiesen, die bis dahin eher als Krankheitserreger bekannt waren. In Gemeinschaft mit einem methanproduzierenden Bakterium konnten diese Bakterien Milchsäure zu Methan umwandeln.

Wissen ist das beste Beruhigungsmittel – Das Blog zur Migräne- und Kopfschmerz-App M-sense

Wissen ist das beste Beruhigungsmittel – Das Blog zur Migräne- und Kopfschmerz-App M-sense
© Newsenselab GmbH

Nur wer die wesentlichen Vorgänge von Migräne- und Kopfschmerz-Attacken in seinem Körper versteht, erlangt genug Orientierung und Kompetenz im Umgang mit seiner Krankheit. Darum haben wir von der Migräne und Kopfschmerz-App M-sense ein Blog gestartet, in dem wir unsere Expertise teilen und diskutieren: von aktuellen Studien bis zur weiterführenden Link-Sammlung, von Erfahrungen, Rückschlägen und Hilfe. Doch vor allem möchten wir hier Wissen, Kompetenz und Verständnis vermitteln. Die M-sense-Nutzer sollen ebenfalls zu Wort kommen,...

Warum alltägliche und seelische Belastungen wichtig werden können

Warum alltägliche und seelische Belastungen wichtig werden können
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Fast jeder kennt Kreuzschmerzen. Sie sind in den meisten Fällen harmlos und gehen nach kurzer Zeit von alleine wieder weg. Halten die Schmerzen jedoch länger an, fragen sich viele Betroffene, woher ihre Beschwerden kommen. Wichtig für Sie zu wissen ist: Auch alltägliche, seelische oder berufliche Probleme können Kreuzschmerzen hervorrufen und deren Verlauf beeinflussen. Deshalb soll Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie vor und während der Behandlung gezielt auf Belastungen im Privatleben und am Arbeitsplatz ansprechen.

Brauche ich ein Röntgen, CT oder MRT?

Brauche ich ein Röntgen, CT oder MRT?
© Syda Productions / Fotolia.com

Plötzlich auftretende Kreuzschmerzen sind oft belastend, schränken den Alltag ein und können beunruhigen: Möglicherweise steckt etwas Ernsthaftes dahinter? Häufig sind sie aber harmlos und bilden sich in kurzer Zeit wieder zurück. Ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung genügen meist. Finden sich dabei keine Hinweise auf eine gefährliche Ursache, ist ein Röntgen, CT oder MRT vorerst nicht nötig.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Mangelnde Adhärenz bei Gichtpatienten: MyTherapy App als digitale Therapieunterstützung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.