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Medizin

21. Februar 2013 Glycopyrronium vorteilhaft für die Adhärenz von COPD-Patienten

Nur rund 50% aller Patienten mit chronischen Erkrankungen wie COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) wenden ihre Medikamente regelmäßig so an, wie vom Arzt verordnet (1). Folgen einer ungenügenden Therapietreue bei COPD-Patienten sind deutlich verschlechterte Symptomkontrolle und Lebensqualität, mehr Exazerbationen, Notfallbehandlungen und Klinikeinweisungen sowie höhere Behandlungskosten. Gefördert wird die Adhärenz von COPD-Patienten bei der inhalativen Therapie durch Medikamente mit schnellem Wirkeintritt, die nur einmal täglich appliziert werden müssen, und durch einfach anzuwendende Inhalationsgeräte. Beim Seebri® Breezhaler® (Glycopyrronium) - dem neuen langwirksamen Anticholinergikum im bewährten Pulverinhalationssystem - sind diese wichtigen Voraussetzungen für eine gute Therapieadhärenz optimal umgesetzt.

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Eine gute Therapietreue - in den meisten Studien definiert als die Anwendung von mindestens 80% der verordneten Dosierungen (2) - ist bei Patienten mit COPD besonders schwierig zu erreichen. Hohe Therapieadhärenzraten von 70-90%, die in klinischen Studien bei COPD-Patienten berichtet werden, sinken in der Praxis häufig auf Werte von nur noch 10-40%.3 Zu den Gründen zählen viele Komorbiditäten der Patienten, die in der Regel mehrere Medikamente mit unterschiedlichen Dosierungsschemata anwenden müssen, eine ungenügende Arzt-Patienten-Kommunikation über die hohe Bedeutung einer regelmäßigen Therapie und mangelndes Training in der inhalativen Therapie.

Adhärenzraten werden durch einmal tägliche Einnahme verbessert

Je häufiger ein Medikament eingenommen werden muss, desto schlechter ist in der Regel die Therapieadhärenz. In einer US-Studie mit Daten von rund 55.000 COPD- Patienten betrug die Therapieadhärenz im Verlauf von 12 Monaten nach Therapiebeginn 43% bei einmal täglicher Therapie mit einem langwirkenden Anticholinergikum (LAMA), 37% bei zweimal täglicher Therapie (langwirkendes Betamimetikum plus inhalatives Kortikosteroid) und nur noch 30% und 23% bei dreimal bzw. viermal täglicher Therapie (mit kurzwirksamen Anticholinergika +/- Betamimetika) (4). Und die Therapieadhärenz korrelierte mit dem Schweregrad der Symptome, mit der Häufigkeit von Notfallbehandlungen wegen Exazerbationen und mit den Gesamttherapiekosten. Eine Zunahme der Tage mit guter Therapietreue um 5% verringerte laut Berechnung der US-Autoren die jährlichen Behandlungskosten von 1.000 COPD-Patienten um rund 300.000 US-Dollar.

In einer Studie bei 6.112 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer COPD wurde ein Einfluss der Therapieadhärenz außer auf die Zahl der stationären Behandlungen auch auf die Gesamtmortalität belegt (2,5). Bei den 80% der Studienteilnehmer mit guter Therapieadhärenz war die 3-Jahres-Mortalität unabhängig von der Studienmedikation (Salmeterol, Fluticason, Kombination beider Substanzen) um 60% geringer als bei Patienten mit schlechter Therapieadhärenz (11,3% vs. 26,4%, p<0,001). Außerdem war bei diesen Patienten die Rate schwerer Exazerbationen, die eine stationäre Behandlung erforderten, deutlich geringer (0,15 vs. 0,27 pro Patient und Jahr) und die Lebensqualität höher.

Schneller Wirkeintritt von Glycopyrronium begünstigt Therapieadhärenz

Glycopyrronium ist nicht nur wegen der günstigen Einmalgabe, sondern auch wegen der von den Patienten sehr rasch zu spürenden bronchodilatatorischen Wirkung vorteilhaft für die Therapieadhärenz. Studien bei COPD- und Asthma-Patienten belegen, dass die Adhärenz bei einer Therapie mit unmittelbarem Effekt besser ist als bei präventiv wirkenden Medikamenten ohne direkten Einfluss auf die Symptomatik (3). In den Zulassungsstudien des neuen Anticholinergikums betrug die Zunahme der Einsekundenkapazität (FEV1-Wert) bereits fünf Minuten nach Inhalation von Glycopyrronium bis zu 93 ml und 144 ml nach 15 Minuten (6,7,8). Die Wirkung der neuen Substanz trat im Vergleich mit unverblindet verabreichtem Tiotropium damit signifikant schneller ein (6,8).

Auch das Inhalationsgerät hat bei einer inhalativen Therapie großen Einfluss auf die Patientenadhärenz. Günstig ist ein einfach anzuwendendes, patientenfreundliches System wie der Einzeldosis-Trockenpulverinhalator (DPI) Breezhaler®. Über ein dreifaches Feedback bekommen die Patienten eine zuverlässige Rückmeldung über eine vollständig erfolgte Inhalation: Hören (surrendes Geräusch beim Rotieren der Kapsel), Schmecken (Laktosegeschmack) und Sehen (geleerte transparente orange Kapsel). Der DPI hat einen niedrigen Strömungswiderstand und erzeugt bei der Wirkstofffreisetzung einen hohen Anteil ultrafeiner Partikel (Durchmesser < 5 μm), die auch in kleinste Bronchiolen und Lungenalveolen vordringen (9). So ist auch bei Patienten mit schwerer COPD und geringen inspiratorischen Atemwegsflüssen eine zuverlässige Wirkstoffdeposition gewährleistet. In einer Cross-over-Studie bei 82 COPD-Patienten wurde der Breezhaler® (angewendet mit Indacaterol) im Vergleich zum Handihaler® von der Mehrheit als einfacher anzuwenden und die korrekte Anwendung als zuverlässiger zu beurteilen bewertet. 61% der Studienteilnehmer präferierten den Breezhaler®, nur 31% das Vergleichs-DPI (9).

Literaturhinweise:
(1) World Health Organization. Adherence to longterm therapies: policy for action.Meeting report 4–5 June 2001.
http://www.who.int/chp/knowledge/publications/adherence_report/en/. Zuletzt aufgerufen am 3. Januar 2013.
(2) Antoniu SA et al.: Adherence to inhaled therapy in COPD: effects on survival and exacerbations. ExpertRev. Pharmacoeconomics Outcomes Res. 2010; 10(2), 115-117.
(3) Bourbeau J, Bartlett SJ: Patient adherence in COPD, Thorax 2008; 63: 831-838.
(4) Toy EL et al.: Treatment of COPD: Relationships between daily dosing frequency, adherence, resourceuse, and costs. Respiratory Medicine 2011; 105: 435-441.
(5) Vestbo J et al.: Adherence to inhaled therapy, mortality and hospital admission in COPD. Thorax 2009; 64: 939-943.
(6) Kerwin E et al.: NVA237 once daily provides rapid and sustained bronchodilation in COPD patients, with efficacy similar to tiotropium: The GLOW2 trial. Eur Respir J 2012; 40(5): 1106-14.
(7) Korn S et al.: NVA237 einmal täglich bietet schnelle, klinisch bedeutsame und 24h anhaltende Bronchodilatation bei COPD-Patienten: die GLOW1 Studie. Poster präsentiert auf dem DGP 2012.
(8) Banerji D et al.: Once-daily NVA237 improves lung function in COPD patients: pooled results of the GLOW1 and GLOW2 studies. Poster präsentiert auf dem ERS 2012 [Abstract 853239].
(9) Chapman KR et al.: Delivery characteristics and patients’ handling of two single-dose drypowder inhalersused in COPD. International Journal of COPD 2011; 6: 353-363.

Quelle: Novartis


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