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Medizin
17. September 2020

HCV: 8-Wochen-Therapie mit Glecaprevir/Pibrentasvir zeigt gute Verträglichkeit und Wirksamkeit

Die 8-Wochen-Therapie mit Glecaprevir/Pibrentasvir für therapienaive Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virus (HCV)-Infektion ohne/mit kompensierter Zirrhose ist hoch wirksam und gut verträglich. Das ist das Ergebnis einer aktuellen gepoolten Analyse der Daten aus 8 Phase II- oder Phase-III-Studien, die während des ILC 2020 präsentiert wurde (1). Seit der EU-Zulassungsänderung im März 2020 können therapienaive Patienten mit einer chronischen HCV-Infektion aller klinisch relevanten Genotypen (GT1–6) ohne/mit kompensierter Zirrhose in 8 Wochen mit Maviret behandelt werden (2). Die gepoolte Analyse zeigte nun, dass nahezu alle (99,3%; n= 218/1226) der teilnehmenden Patienten in der mITT-Population mit der 8 Wochen-Therapie eine virologische Heilung erreichen konnten (1).
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Hepatitis C ist heute bei nahezu allen Patienten schnell und gut verträglich heilbar. Einfache Therapien mit kurzer Behandlungsdauer und gutem Sicherheitsprofil können die Compliance und den Behandlungserfolg bei Hepatitis C unterstützen. So können moderne Therapieoptionen wie Glecaprevir/Pibrentasvir (Maviret®) dazu beitragen, das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (3) zu erreichen, HCV als Bedrohung der öffentlichen Gesundheit bis 2030 zu eliminieren.

Über die gepoolte Analyse

In der gepoolten Analyse wurden die Daten aus 8 Phase-II oder Phase-III-Studien von therapienaiven Patienten mit HCV-Infektionen aller klinisch relevanter Genotypen (GT1–6) ohne/mit kompensierter Zirrhose zusammengeführt, die 8 Wochen lang Glecaprevir/Pibrentasvir erhielten (1). Von 1.248 Patienten hatten die meisten eine HCV-Infektion des Genotyps 1 (47%) oder des Genotyps 3 (22%), 343 (27%) hatten eine kompensierte Zirrhose; das mittlere Alter betrug 54 Jahre. Die Gesamtraten des anhaltenden virologischen Ansprechens 12 Wochen nach Behandlungsende betrugen 97,6% (n=1.218/1.248) in der Intention-to-treat-Gruppe (ITT) und 99,3% (n=1.218/1.226) in der modifizierten ITT-Population (mITT. Die hohen SVR12-Raten waren unabhängig vom Zirrhose-Status und wurden über die verschiedenen Subpopulationen hinweg gezeigt (darunter bei Menschen mit aktuellem Alkoholkonsum oder Alkoholkonsum in der Vergangenheit, einer Opioid-Substitutionstherapie, aktuellem oder ehemaligem intravenösen Drogenkonsum oder schwerer Nierenschädigung).

Insgesamt gab es in der ITT-Population bei einem Patienten virologisches Versagen unter Behandlung, bei 7 Patienten kam es zum einem Relapse. Bei 58% der Patienten traten therapiebedingt unerwünschte Ereignisse (adverse events, AEs) auf, darunter am häufigsten Kopfschmerzen (12%) und Fatigue (12%). Schwerwiegende AEs wurden bei 2% und AEs, die zum Abbruch der Behandlung führten bei weniger als 1% der Patienten berichtet. Keines der schwerwiegenden AEs wurde als therapiebedingt erachtet (1).

Quelle: AbbVie

Literatur:

(1) Zuckerman E et al. Integrated Efficacy and Safety Analysis of GT1–6 Treatment-Naïve, Non-Cirrhotic and Compensated Cirrhotic Patients Who Received 8 Weeks of Glecaprevir/Pibrentasvir. Präsentiert während des European Association for the Study of the Liver’s Digital International Liver Congress, 27–29 August 2020. Poster 406
(2) Fachinformation Maviret®, Stand April 2020.
(3) World Health Organization. Global Hepatitis Report, 2017.


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