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Medizin

01. Oktober 2020 HIV: Erster monoklonaler Antikörper Ibalizumab verfügbar

Seit dem 11. September 2020 steht auch auf dem deutschen Markt der monokonale Antikörper Ibalizumab (Trogarzo®) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit multiresistenter HIV-1-Infektion zur Verfügung. Das Nutzenbewertungsverfahren wurde beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GB-A) eingereicht. Auf Grundlage der deutschen Vorschriften kann das Medikament vermarktet werden, während die eingereichten Unterlagen vom GB-A geprüft werden. Ibalizumab ist das erste lang wirkende antiretrovirale Medikament zur Behandlung von HIV.
 
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Es handelt sich um einen CD4-gesteuerten HIV-1-Inhibitor. Der monoklonale Antikörper blockiert den CD4-Rezeptor – ein Glykoprotein, das auf der Oberfläche von Zellen des Immunsystems lokalisiert ist – und verhindert so den Viruseintritt in die Zellen. In Europa ist Ibalizumab in Kombination mit anderen antiretroviralen Medikamenten für die Behandlung von Erwachsenen indiziert, die mit einer multiresistenten HIV-1-Infektion infiziert sind und für die es sonst nicht möglich ist, eine suppressive antivirale Therapie zu entwickeln.

Erster monoklonaler Antikörper zur Behandlung von HIV

Prof. Dr. Jürgen Rockstroh, Leitender Oberarzt am Universitätsklinikum Bonn und Präsident der European AIDS Clinical Society: „HIV-Behandlungen mit neuen Wirkmechanismen sind unerlässlich, um eine Virusunterdrückung in der klinischen Praxis zu erreichen und aufrechtzuerhalten. In Hinblick auf COVID-19 ist die Unterdrückung des Virus wichtiger denn je. Als erster monoklonaler Antikörper zur Behandlung von HIV wird Ibalizumab eine Schlüsselrolle für Patienten spielen, die eine neue Option zur Erstellung eines vollständig supprimierenden Regimes benötigen.“

Entwicklung resistenter Mutationsmuster

Eine kürzlich in der Zeitschrift The Lancet Microbe veröffentlichte Studie (1) kam zu folgendem Schluss: „HIV-1-Multidrug-Kreuzresistenz stellt trotz der großen Zahl derzeit verfügbarer antiretroviraler Medikamente nach wie vor ein wichtiges Problem dar. Sehr behandlungserfahrene Patienten, insbesondere solche, denen eine suboptimale Kombination von ART verabreicht wurde, können hochkomplexe resistenzassoziierte Mutationsmuster entwickeln, die eine Kreuzresistenz gegen alle weit verbreiteten antiretroviralen Therapien (ART) verleihen.“

Quelle: THERAtechnologies

Literatur:

(1) Pan-resistant HIV-1 emergence in the era of integrase strand-transfer inhibitors: a case report; Lancet Microbe 2020; 1: e130–35; Published Online June 11, 2020 - https://www.thelancet.com/journals/lanmic/article/PIIS2666-5247(20)30006-9/fulltext


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  • Neue S2k-Leitlinie zur stationären Behandlung von COVID-19 Patienten (23.11., DGIIN, DIVI, DGP)
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