Freitag, 14. August 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

15. Mai 2013 HNO-Ärzte und Pneumologen berichten Defizite: Therapie der Allergischen Rhinitis - noch viele Wünsche offen

Die wichtigsten Therapiekriterien bei der Behandlung der Allergischen Rhinitis (AR) sind für HNO-Ärzte und Pneumologen das Ausmaß der Symptomlinderung und der möglichst rasche Wirkeintritt verordneter Arzneimittel nach der ersten Einnahme. Wie eine Umfrage zeigt, sind hier aber noch viele Wünsche offen.

Anzeige:
Fachinformation

In einer aktuellen (Februar 2013) Online-Befragung von MEDA Pharma unter 100 HNO-Ärzten und Pneumologen aus Praxis und Klinik (70 HNO-Ärzte, 30 Pneumologen), die im Schnitt etwa 200 Patienten mit AR pro Quartal behandeln, zeichnet sich ab, dass nur etwas mehr als die Hälfte der HNO-Ärzte (53%) und lediglich 33% der befragten Pneumologen mit den aktuellen Therapiemöglichkeiten bei AR zufrieden sind.

Als Nachteile sehen 59% der HNO-Ärzte vor allem die auftretenden Nebenwirkungen (z.B. Sedierung, Nasenbluten, Austrocknung durch nasale Steroide, weitere Unverträglichkeiten). Auch die Pneumologen erachten die Nebenwirkungen der aktuellen AR-Therapie als Hauptnachteil (57%) sowie die unzureichende Wirkung bzw. Symptomlinderung (50%). Im Wesentlichen greifen beide Behandlergruppen bei AR auf Antihistaminika und Glukokortikoide zurück, wobei HNO-Ärzte, so scheint es, leicht den Glukokortikoiden den Vorzug geben. Glukokortikoide nannten 56% von ihnen, Antihistaminika 52%. Pneumologen greifen im Vergleich offenbar zuerst auf Antihistaminika zurück (49 vs. 42%). Wesentlich seltener werden von beiden Arzt-Gruppen weitere AR-Therapieoptionen wie Cromone, Sympathomimetika, Leukotrien-Rezeptorantagonisten oder Methoden der Alternativmedizin berücksichtigt.

Symptomkontrolle nicht schnell und gut genug - zusätzliche Selbstmedikation boomt

Gefragt nach den AR-Verlaufsformen berichteten die HNO-Ärzte, dass 63% ihrer Patienten an einer intermittierenden Form der AR leiden und 37% eine persistierende Form aufweisen. Eine ähnliche Verteilung gaben die Pneumologen an (70 vs. 30%).

Um eine schnellere und bessere Symptomkontrolle zu erreichen, so war von beiden Behandlergruppen zu erfahren, greifen etwa 70% ihrer Patienten neben der verordneten Therapie im Rahmen der Selbstmedikation auf mindestens weitere zwei oder mehr Präparate zurück. Ein Ergebnis, das von einer großen britischen Patientenbefragung (1.000 Patienten) aus dem letzten Jahr gestützt wird (1).

Neue Therapieoptionen dringend gesucht

Nach neuen Therapieoptionen sollte daher aus Sicht einer deutlichen Mehrheit von HNO-Ärzten und Pneumologen dringend gesucht werden. Nach den beiden AR-Verlaufsformen unterschieden, erachten 70% der HNO-Ärzte und 67% der Pneumologen neue Therapieoptionen für die intermittierende AR als sehr nützlich. Bei der persistierenden AR sind es sogar 85% der HNO-Ärzte und 67% der Pneumologen.

Literaturhinweis:
(1) Pitmann R et al. Poster presented at EAACI 2012, Genf/Schweiz

Quelle: MEDA


Anzeige:
Fachinformation

Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung rät zur Patientenverfügung

Der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung rät zur Patientenverfügung
© Pixelot / fotolia.com

Die Patientenverfügung ist wichtig, wenn durch Unfall, Krankheit oder Alter der eigene Wille nicht mehr ausgedrückt werden kann. Denn: Angehörige dürfen im Ernstfall keine medizinischen Entscheidungen treffen. Darauf weist Christian Bredl, Chef der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern, hin. Er rät deshalb dazu, rechtzeitig eine Patientenverfügung schriftlich zu fixieren.  

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden
© DREIDREIEINS Foto / Fotolia.com

Der Verlust eines geliebten Menschen – ganz gleich ob unvermittelt oder nach einem schweren Leidensweg – reißt Hinterbliebenen den Boden unter den Füßen weg. Nicht selten wird der Schmerz zur unerträglichen Belastung, die Trauer nimmt überhand und ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Leere stellt sich ein, während der Alltag unerträglich wird. Das Online Selbsthilfe Portal Selfapy nimmt sich der Hilflosigkeit Betroffener an und zeigt Wege aus dem Kummer auf. Individuelle Kursangebote und das Erlernen spezieller Bewältigungsmechanismen helfen...

Risikogruppe schützen: Digitale Weltdiabetestag-Patientenveranstaltung 2020

Risikogruppe schützen: Digitale Weltdiabetestag-Patientenveranstaltung 2020
Dmitry Lobanov / Fotolia.com

Seit 2009 richtet die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums die Zentrale Patientenveranstaltung zum Weltdiabetestag am 14. November aus. Im letzten Jahr war das mit dem Kirchheim-Verlag neu erarbeitete Konzept des „Weltdiabetes-Erlebnistag“ nach dem Motto: „Raus aus dem Konferenzsaal, rein in die Stadt“ mit über 7000 Teilnehmenden im Berliner Sony Center besonders erfolgreich. Aufgrund der Corona-Krise haben sich die Veranstalter vorausblickend schon jetzt...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"HNO-Ärzte und Pneumologen berichten Defizite: Therapie der Allergischen Rhinitis - noch viele Wünsche offen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).