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Medizin

15. Mai 2013 HNO-Ärzte und Pneumologen berichten Defizite: Therapie der Allergischen Rhinitis - noch viele Wünsche offen

Die wichtigsten Therapiekriterien bei der Behandlung der Allergischen Rhinitis (AR) sind für HNO-Ärzte und Pneumologen das Ausmaß der Symptomlinderung und der möglichst rasche Wirkeintritt verordneter Arzneimittel nach der ersten Einnahme. Wie eine Umfrage zeigt, sind hier aber noch viele Wünsche offen.

In einer aktuellen (Februar 2013) Online-Befragung von MEDA Pharma unter 100 HNO-Ärzten und Pneumologen aus Praxis und Klinik (70 HNO-Ärzte, 30 Pneumologen), die im Schnitt etwa 200 Patienten mit AR pro Quartal behandeln, zeichnet sich ab, dass nur etwas mehr als die Hälfte der HNO-Ärzte (53%) und lediglich 33% der befragten Pneumologen mit den aktuellen Therapiemöglichkeiten bei AR zufrieden sind.

Als Nachteile sehen 59% der HNO-Ärzte vor allem die auftretenden Nebenwirkungen (z.B. Sedierung, Nasenbluten, Austrocknung durch nasale Steroide, weitere Unverträglichkeiten). Auch die Pneumologen erachten die Nebenwirkungen der aktuellen AR-Therapie als Hauptnachteil (57%) sowie die unzureichende Wirkung bzw. Symptomlinderung (50%). Im Wesentlichen greifen beide Behandlergruppen bei AR auf Antihistaminika und Glukokortikoide zurück, wobei HNO-Ärzte, so scheint es, leicht den Glukokortikoiden den Vorzug geben. Glukokortikoide nannten 56% von ihnen, Antihistaminika 52%. Pneumologen greifen im Vergleich offenbar zuerst auf Antihistaminika zurück (49 vs. 42%). Wesentlich seltener werden von beiden Arzt-Gruppen weitere AR-Therapieoptionen wie Cromone, Sympathomimetika, Leukotrien-Rezeptorantagonisten oder Methoden der Alternativmedizin berücksichtigt.

Symptomkontrolle nicht schnell und gut genug - zusätzliche Selbstmedikation boomt

Gefragt nach den AR-Verlaufsformen berichteten die HNO-Ärzte, dass 63% ihrer Patienten an einer intermittierenden Form der AR leiden und 37% eine persistierende Form aufweisen. Eine ähnliche Verteilung gaben die Pneumologen an (70 vs. 30%).

Um eine schnellere und bessere Symptomkontrolle zu erreichen, so war von beiden Behandlergruppen zu erfahren, greifen etwa 70% ihrer Patienten neben der verordneten Therapie im Rahmen der Selbstmedikation auf mindestens weitere zwei oder mehr Präparate zurück. Ein Ergebnis, das von einer großen britischen Patientenbefragung (1.000 Patienten) aus dem letzten Jahr gestützt wird (1).

Neue Therapieoptionen dringend gesucht

Nach neuen Therapieoptionen sollte daher aus Sicht einer deutlichen Mehrheit von HNO-Ärzten und Pneumologen dringend gesucht werden. Nach den beiden AR-Verlaufsformen unterschieden, erachten 70% der HNO-Ärzte und 67% der Pneumologen neue Therapieoptionen für die intermittierende AR als sehr nützlich. Bei der persistierenden AR sind es sogar 85% der HNO-Ärzte und 67% der Pneumologen.

Literaturhinweis:
(1) Pitmann R et al. Poster presented at EAACI 2012, Genf/Schweiz

Quelle: MEDA


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