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Medizin

13. November 2012 Häufigste Kopfschmerzen erkennen und richtig behandeln

Rund 54 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Kopfschmerzen, am häufigsten an Kopfschmerzen vom Spannungstyp (53%) und an Migräne (39%). Allerdings variiert die Prävalenz in Bezug auf Alter, Geschlecht und Region, wie eine epidemiologische Studie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) ergeben hat. Insgesamt leiden zum Beispiel dreimal so viele Frauen an Migräne wie Männer, während beide Geschlechter etwa gleich stark von Spannungskopfschmerzen betroffen sind. Für die Behandlung eignet sich der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure, beispielsweise in Aspirin® Effect. Eine aktuelle Publikation belegt erneut die Wirksamkeit bei den häufigsten Kopfschmerzformen.

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Unterschiede zwischen Kopfschmerz vom Spannungstyp und Migräne

Der episodische Spannungskopfschmerz ist die mit Abstand häufigste Erkrankungsform. Typischerweise tritt er an weniger als 15 Tagen im Monat auf und dauert unbehandelt 30 Minuten bis zu sieben Tage an. Der Schmerz fühlt sich drückend, ziehend oder dumpf an und tritt beidseitig auf. Studien haben gezeigt, dass Betroffene mit Spannungskopfschmerzen in der Regel auch unter Nackenschmerzen leiden. Die Daten lassen darauf schließen, dass die Häufigkeit und Intensität der Kopfschmerzen mit einer erhöhten Empfindlichkeit der perikranialen Muskulatur zusammenhängen: Schmerzhafte Verspannungen können den Kopfschmerz triggern, weil sich die nozizeptive Verarbeitungdes Schmerzes anhaltend einen Weg in den Hirnstamm bahnt. Außergewöhnliche Belastungen wie Stress, Ängste oder Fehlhaltungen führen durch die Erschöpfung der Nervenbotenstoffe wie Serotonin und Endorphinen zu einer starken Öffnung der Schmerzfilter. Damit strömen die Schmerzinformationen ungehemmt in das Gehirn.

Migräne liegt eine erhöhte Empfindlichkeit des Nervensystems für Reizeinwirkungen zugrunde. Botenstoffe werden schon bei alltäglichen Reizen (zum Beispiel flackerndes Licht, ungleichmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus, Stress oder Hormonschwankungen) übermäßig freigesetzt und ziehen schmerzhafte Entzündungen der Blutgefäße des Gehirns nach sich. Bereits leichte Anstrengung macht den Schmerz zur Qual: Er ist pulsierend, pochend oder hämmernd und tritt meist einseitig auf; weil er stärker als der Spannungskopfschmerz ist, können Migräniker ihren gewohnten Tagesaktivitäten oft nicht mehr nachgehen. Ein Migräneanfall dauert ohne Behandlung vier bis 72 Stunden und tritt mit durchschnittlich ein bis zwei Attacken pro Monat auf. Häufig begleiten Übelkeit und Erbrechen den Schmerz. Um schnell und effektiv zu unterscheiden, ob es sich bei den Beschwerden um Migräne, episodischen Kopfschmerz vom Spannungstyp oder chronischen Kopfschmerz vom Spannungstyp handelt, wird in zahlreichen spezialisierten Zentren der Kieler Kopfschmerzfragebogen nach Prof. H. Göbel vom Schmerzzentrum Kiel eingesetzt. Mit 26 Fragen ermöglicht er eine zuverlässige Differenzierung der verschiedenen Kopfschmerzformen, sollte aber die ärztliche Diagnose nicht ersetzen.

Aspirin-Wirkstoff wirksam bei Spannungskopfschmerz und Migräne

Eine aktuelle Studie zur Pathophysiologie des Spannungskopfschmerzes hat gezeigt, dass der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure einen doppelten Behandlungseffekt hat: Er lindert die Schmerzen und unterbricht die Bahnung der myofaszialen Nozizeption. Wie eine neue Metaanalyse von Lampl et al. mit 2.453 Patienten zeigt, ist Aspirin bei der Behandlung von Spannungskopfschmerz und Migräne gleichermaßen wirksam. Zwei Stunden nach der Einnahme von Aspirin hatten sich die Kopfschmerzen bei dem Großteil der Patienten spürbar gebessert. Lampl et al. schließen daraus, dass Aspirin ein Mittel erster Wahl bei beiden Kopfschmerzformen ist. Auch laut Leitlinie der DMKG gehört Acetylsalicylsäure bei episodischen Spannungskopfschmerzen und Migräne zu den Mitteln der ersten Wahl. Im Beratungsgespräch kann Aspirin als wirksames und gut verträgliches Schmerzmittel zur Behandlung der beiden häufigsten Kopfschmerzformen empfohlen werden. Gut zu wissen: Aspirin® Effect ist das einzige Schmerzmittel, dass Acetylsalicylsäure in Granulatform enthält. Es kann ohne Wasser eingenommen werden, löst sich bereits im Mund auf und kann daher schnell wirken. Der Wirkstoff beeinflusst die Schmerzfilter im Gehirn und führt dazu, dass sie wieder normal arbeiten und weniger Schmerzinformation durchlassen. Dass das Schmerzmittel verantwortungsvoll eingenommen wird, belegt eine aktuelle Studie zur Selbstmedikation bei Kopfschmerzen mit Aspirin® Effect oder - Tabletten unter Alltagsbedingungen: Keiner der Patienten überschritt die Tageshöchstdosis von drei Gramm und auch die maximale Behandlungsdauer von vier Tagen in Folge wurde von nahezu allen Anwendern (99,1%) eingehalten.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Bayer HealthCare


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