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Medizin

25. April 2012 Hartmannbund: Reinhardt fordert konkrete Konzepte mit wirkungsvollen Steuerungseffekten als Alternative zur Praxisgebühr

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat im Zusammenhang mit der Diskussion um eine mögliche Abschaffung der Praxisgebühr an alle Beteiligten appelliert, an die Stelle endlosen Lamentierens konkretes (Regierungs-) Handeln zu setzen. Dabei sei allerdings deutlich mehr Fantasie gefragt, als lediglich über die Abschaffung oder Beibehaltung der Praxisgebühr zu streiten. „Wenn sich die maßgeblichen Diskutanten – bis hin zu führenden Gesundheitsökonomen – darüber einig sind, dass die Praxisgebühr als Steuerungsinstrument für die Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen versagt hat, dann ist doch allein mit ihrer bloßen Abschaffung das Problem nicht gelöst. Im Gegenteil: Gerade dann brauchen wir sinnvolle und unbürokratische Alternativen. Gerade dann muss darüber konkret debattiert werden", stellte Reinhardt klar. Davor, dass eine solche notwendige Debatte etwas komplizierter sei als ein bloßes Pro und Contra zur bestehenden Regelung, dürfe weder die Politik noch die Ärzteschaft zurückschrecken, betonte der Hartmannbund-Vorsitzende.
Nicht zuletzt die jüngsten gleichklingenden Einlassungen der führenden Köpfe der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie, der Professoren Volker Ulrich, Friedrich Baier und Jürgen Wasem – sonst nicht immer unbedingt einer Meinung – hinsichtlich anderer Zuzahlungsmodelle als Alternative zur Praxisgebühr hätten die Überzeugung des Hartmannbundes darin gestärkt, dass Steuerungsinstrumente ohne eine wie auch immer geartete Selbstbeteiligung des Patienten wirkungslos blieben. Der Hartmannbund habe deshalb bereits im Zusammenhang mit seinem Kostenerstattungskonzept (http://www.hartmannbund.de/uploads/Hartmannbund-Konzepte/2010_HB-Kostenerstattungskonzept.pdf) ein Modell für eine sozial verträgliche und zugleich alle Versicherten einschließende Eigenbeteiligung vorgelegt, das auch im Sachleistungsprinzip realisierbar sei. Reinhardt: „Ich lade jeden herzlich ein, mit uns über sinnvolle Steuerungsinstrumente zu diskutieren! Denn eine Einsicht sollte sich doch inzwischen durchgesetzt haben: Begrenzte Ressourcen können in keinem System der Welt unbegrenzt in Anspruch genommen werden.“ Nicht zuletzt in diesem Sinne werde sich – jenseits aller ideologisch motivierten Abwehrreflexe – irgendwann das vom Hartmannbund seit langem favorisierte Prinzip der Kostenerstattung mit entsprechender Sozialkomponente als der zukunftsfähige Weg für das deutsche Gesundheitssystem erweisen, zeigte sich Reinhardt überzeugt.

Quelle: Pressemitteilung des Hartmannbundes


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