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Medizin

12. September 2018 Hepatitis C: Hausärzte spielen zentrale Rolle bei Früherkennung

Geht es nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO), so soll Hepatitis C bis zum Jahr 2030 weltweit eliminiert sein (1). Um dieses Ziel in Deutschland zu erreichen, bleibt noch viel zu tun. Schätzungen zufolge sind 200.000 Hepatitis C-Patienten in Deutschland nicht diagnostiziert (2). Sofern sie entdeckt und behandelt wird, ist die Erkrankung bei fast allen Patienten heilbar*. Bei der Früherkennung können vor allem Hausärzte eine zentrale Rolle spielen.
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Die Herausforderung: Patienten frühzeitig identifizieren

Aus medizinischer Sicht ist die Eliminierung von Hepatitis C (HCV) keine Utopie mehr. „Die Evolution der HCV-Therapie ist abgeschlossen, heutzutage ist fast jeder Hepatitis C-Patient schnell und gut verträglich heilbar“, so Dr. Stefan Christensen, Centrum für Interdisziplinäre Medizin in Münster. „Die Herausforderung liegt jetzt darin, Betroffene frühzeitig zu erkennen und eine Behandlung zu ermöglichen.“ Die Diagnose von Hepatitis C kann sich jedoch schwierig gestalten, denn etwa drei Viertel aller Infektionen verlaufen unbemerkt oder nur mit wenigen körperlichen Beschwerden wie etwa Abgeschlagenheit (1,3).

Hausarzt als erste Anlaufstelle – HCV-Test gibt Aufschluss

Bei unspezifischen Beschwerden sind Hausärzte für viele der erste Ansprechpartner. Ein HCV-Test empfiehlt sich bei Personen mit auffälligen Leberwerten wie Transaminasen oder bei Personen mit Risikofaktoren wie Drogengebrauch (4). „Durch eine verstärkte Aufmerksamkeit für Risikogruppen und verdächtige Symptome können Allgemeinmediziner mittels HCV-Test die bestehende Dunkelziffer senken und den Betroffenen eine effektive Therapie ermöglichen“, so Christensen.

Moderne Hepatitis-C-Therapie

Bleibt die Infektion unbehandelt, kann es im Verlauf zu schweren gesundheitlichen Folgen wie Leberzirrhose und -krebs kommen (4). Vielen Patienten könnte dies erspart werden. Heute ist die chronische Hepatitis C mit einer modernen DAA-Therapie (DAAs, direct-acting antivirals) einfach, kurz und in nahezu allen Fällen heilbar* (4,5). Seit 2017 ermöglicht Glecaprevir/Pibrentasvir (Maviret®) therapienaiven Hepatitis C-Patienten ohne Zirrhose – und damit dem Großteil aller Hepatitis C-Patienten in Deutschland – eine kurze Therapie über 8 Wochen unabhängig vom Genotyp (5,6). Sowohl in klinischen Studien als auch im Behandlungsalltag erzielte Glecaprevir/Pibrentasvir Heilungsraten bis zu 100% bei sehr guter Verträglichkeit (5,7).

* Als von einer chronischen Hepatitis C geheilt gelten Patienten, die 12 Wochen nach Behandlungsende ein anhaltendes virologisches Ansprechen (sustained virologic response, SVR12) aufweisen.

Quelle: AbbVie

Literatur:

(1) World Health Organization. Global Hepatitis Report, 2017.
(2) Robert Koch-Institut. Epidemiologisches Bulletin Nr. 29, 19. Juli 2018.
(3) Chen SL et al. Int J Med Sci;2006;3:47-52.
(4) Sarrazin C et al. Z Gastroenterol 2018;56:756-838.
(5) Fachinformation Maviret®, Stand Jun 2018.
(6) Decisions Resources Group. Hepatitis C virus: disease landscape & forecast 2016. January 2017.
(7) Cornberg M et al. Global Hepatitis Summit. Toronto. June 14th-17th, 2018.


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