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Medizin

18. Januar 2018
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Herzchirurgische Versorgung in Deutschland weiterhin auf hohem Qualitätsniveau

Die rund 1.000 in Deutschland tätigen Herzchirurgen führten im Jahr 2016 insgesamt 184.789 Herzoperationen durch, wovon 12,4% der Patienten als Notfälle operiert werden mussten. Insbesondere der Anstieg des Lebensalters, sowie die mit höherem Lebensalter einhergehenden vielfältigen Begleiterkrankungen der herzchirurgischen Patienten, stellen die Herzchirurgen vor immer neue Herausforderungen, denen die Herzmediziner mit der Entwicklung innovativer Operationsverfahren und -techniken begegnen. „Die nachweisbare Verbesserung der Lebenserwartung wie auch der Lebensqualität steht neben der Patientensicherheit im herzchirurgischen Fokus“, erklärt PD Dr. Harringer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie. „Die flächendeckend herzchirurgische Vollversorgung ist mit den 78 etablierten herzchirurgischen Fachabteilungen bundesweit gesichert.“
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Lebensalter der herzchirurgischen Patienten steigt; Prävalenz bei Männern höher

Trotz Anstieg des Lebensalters der herzchirurgischen Patienten, bleibt die Überlebensrate nahezu konstant bei ca. 97%. Aus der Gruppe der über 65-Jährigen kommt bundesweit der größte Teil der Herzpatienten. Im Jahr 2016 waren 37,1% der herzchirurgischen Patienten 70-79 Jahre alt und 15,7% 80 Jahre und älter. „Wir beobachten diesen kontinuierlichen Anstieg von Patienten höheren Alters bereits seit 1990“, so PD Dr. Harringer. „Unabhängig vom Alter ist bei den Herzpatienten generell festzustellen, dass die Prävalenz bei Männern höher ist als bei Frauen. Rund zwei Drittel aller herzchirurgischen Patienten sind Männer.“

Guidelines befürworten Herzteams und stärken Patientensicherheit

Als ein wesentlicher Faktor der Patientenversorgung in der Herzmedizin ist das Herz-Team-Konzept, welches in zahlreichen nationalen und internationalen Leitlinien explizit ausgewiesen wird. „Zur Realisierung der bestmöglichen Patientensicherheit und patientenindividuellen Empfehlungen geeigneter Therapieverfahren, ist die verbindlich strukturierte Zusammenarbeit im Herz-Team obligat“, erklärt PD Dr. Harringer.
Die stets aktualisierte Nationale Versorgungsrichtlinie „chronische Koronare Herzkrankheit“ (2016), die europäische „Guidelines on myocardial revascularisation“ von ESC und EACTS (2014) sowie die jüngst publizierte „ESC/EATCS Guidelines on the management of valvular heart disease“ (2017), empfehlen bzw. konkretisieren bei den verschiedentlichen Herzerkrankungen die Konsensfindung im interdisziplinären Herz-Team.
 
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